Donnerstag, 27. April 2017

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Eine offene Rechnung


Nach dem NLB-Derby in Langenthal kommt es am Dienstag (20 Uhr) für den EHC Olten zu einem ungleich anderen Duell gegen Hockey Thurgau.

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EHCO-Captain Stefan Hürlimann will mit den Thurgauern eine offene Rechnung begleichen. (Bild: André Grossenbacher)

Der bereits sicher geglaubte NLB-Playoff-Platz gerät für Hockey Thurgau tatsächlich noch einmal in Gefahr. Heroische Siege wie der gegen den EHC Olten am 27. Dezember 2015 sind nutzlos, wenn gleichzeitig Partien gegen direkte Konkurrenten - wie gegen die GCK Lions am vergangenen Samstag - verloren gehen.

Zu viele Freiheiten
Das Polster beträgt zwar noch immer acht Punkte auf die neuntplatzierten Zürcher. Die Negativspirale ist allerdings beängstigend. Im Jahr 2016 holten die Ostschweizer noch keinen einzigen Punkt. Olten ist für die Thurgauer aber ironischerweise so etwas wie ein sicherer Wert. Im Dezember reihte der HCT acht Niederlagen aneinander, ehe er den EHCO niederrang. «Die Thurgauer bringen den Puck oft vors Tor und setzen gut nach. Damit bekundeten wir lange Zeit Mühen und gaben den Gegnern – nicht nur Thurgau – zu viele Freiheiten vor unserem Torhüter», versucht EHCO-Captain Stefan Hürlimann zu erklären, weshalb sich die Oltner gegen die Thurgauer so schwer tun.

Dieses Defizit sei minimiert, aber noch nicht komplett behoben, wie beispielsweise der Gegentreffer zum 0:1 gegen Langenthal gezeigt habe, gibt die Nummer 13 der Oltner unumwunden zu. «Wir müssen dafür sorgen, dass es für den Gegner vor unserem Tor nichts zu holen gibt», so Stefan Hürlimann. Der EHCO-Captain will auf jeden Fall verhindern, dass es gegen die Ostschweizer eine weitere Niederlage absetzt. «Wir haben noch eine Rechnung mit ihnen offen. Jeder von uns muss den Biss haben, diese Rechnung begleichen zu wollen. Wir müssen ihnen zeigen, wer in Olten der Chef ist», gibt Hürlimann den Tarif durch.

Punkte sind nötig
Ob die Umstellung vom Derby-Fight zur Pflichtaufgabe einfach fällt, wird sich weisen. Selbst wenn der Qualifikationssieg nach dem letzten Samstag ein Ding der Unmöglichkeit sein dürfte, weiss Stefan Hürlimann, dass die Oltner gleichwohl auf jeden Punkt angewiesen sind. Zumindest den zweiten Tabellenplatz will man sich jetzt noch sichern, so der Oltner Stürmer.

Er kann der Niederlage gegen Langenthal sogar etwas Positives abgewinnen. «Wenn alles zu einfach geht, ist das nicht zwingend von Vorteil. Mit solchen ärgerlichen Niederlagen bleiben wir bescheiden und wissen, dass wir weiterhin hart an uns und unserem Spiel zu arbeiten haben», sagt Hürlimann. Darunter gehöre beispielsweise die Chancenauswertung, welche gegen den SCL zu wünschen übrig liess. «Das hängt auch mit dem Selbstvertrauen zusammen. Vielleicht waren wir gegen Langenthal ein wenig zu nervös. Ausserdem kassierten wir zu viele Strafen, was für den Rhythmus der ganzen Mannschaft schädlich ist», versucht Hürlimann sich zu erklären.

Regelmässiger Torerfolg
Der EHCO-Captain nimmt dabei auch sich und seine Sturmpartner in die Pflicht. «Es macht Spass mit Diego Schwarzenbach und Marco Truttmann zusammen zu spielen. Wir spielen den Puck schnell und laufen viel. Das kommt mir entgegen und so erzielen wir regelmässig Tore», sagt Stefan Hürlimann, «eben mit einer Ausnahme, gegen Langenthal wollte der Puck nicht rein. Das versuchen wir wieder zu ändern.»

Es wäre auf jeden Fall von Vorteil, wenn die Oltner ihre Produktivität gerade gegen Thurgau wiederfinden würden. Schliesslich erzielten sie gegen die Ostschweizer bisher lediglich zwölf Tore in vier Spielen, was bekanntlich zu einem einzigen Sieg nach Verlängerung reichte. (von Andreas Hagmann)

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