Sonntag, 28. Mai 2017

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Dieser Auftritt erfordert eine Reaktion


Der EHC Olten verpennt in La Chaux-de-Fonds die erste Spielhälfte komplett und geht zu Recht als 1:3-Verlierer vom Eis.

BILDER
Stefan Hürlimann versucht, sich gegen Jérôme Bonnet zu behaupten. (Bild: André Grossenbacher)

La Chaux-de-Fonds – Olten 3:1 (1:0, 2:1, 0:0)

Les Mélèzes. – 2336 Zuschauer. – SR: Boverio/Urban, Abegglen/Rebetez. – Tore: 2. Muller (Stämpfli, Carbis/Strafe gegen Olten angezeigt) 1:0. 23. Carbis (Ausschluss Pargätzi) 2:0. 36. Grezet (Neininger, Forget) 3:0. 39. Ast (Bagnoud, Hirt/Ausschluss Grezet) 3:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 3-mal 2 Minuten gegen Olten.

La Chaux-de-Fonds: Giovannini; Jaquet, Zubler; Blatter, Stämpfli; Girardin, Hostettler; Hofmann, Vuilleumier; Neininger, Forget, Grezet; Carbis, Bonnet, Muller; Boehlen, Poudrier, Leblanc; Camarda, Willemin, Dubois.

Olten: Mischler; Ganz, Pargätzi; Kobach, Meister; Bagnoud, Ast; El Assaoui, Aeschlimann; Schwarzenbach, Hürlimann, Truttmann; Wiebe, Feser, Ulmer; Wüst, Schneuwly, Hirt; U. Huber, Romanenghi, Wüthrich.

Bemerkungen: La Chaux-de-Fonds ohne Mondou, Burkhalter, Meunier, Erb, Merola (alle verletzt) und Bozon (krank); Olten ohne Burki, Scherwey (beide verletzt), Schnyder (Vaterschaftsurlaub) und Morini (überzählig). Muller und Ast als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 38. Pfostenschuss Ulmer. Olten ab 56:43 ohne Torhüter. 60. Pfostenschuss Poudrier.

Der EHC Olten hatte in dieser Saison in La Chaux-de-Fonds bereits zwei Gesichter gezeigt. Einem eher trostlosen Auftritt und dem 2:6 Mitte Oktober liessen sie zwei Monate später einen Gala-Auftritt mit einem 8:3-Sieg folgen. Auf die Antwort, in welche Richtung das EHCO-Pendel beim dritten Anlauf ausschlagen würde, musste man nicht lange warten. Nach 94 Sekunden brachte Devin Muller die Neuenburger mit 1:0 in Führung, nachdem die Gäste es mehrfach verpasst hatten, den Puck aus der eigenen Zone zu spielen. Doch dieser Weckruf schien nicht laut genug. Kaum hatte man sich nämlich wieder einigermassen sortiert, folgte die nächste Unkonzentriertheit in Form eines Wechselfehlers.

Gott sei Dank funktioniert in dieser Saison (zumindest) das Boxplay bei den Oltnern so gut, dass es auch nach sechs Minuten und einer weiteren Strafe wegen Hakens noch immer nur 0:1 stand aus Sicht der Gäste. «Wenn man so beginnt, ist es natürlich schwierig, ins Spiel zu kommen», suchte Cédric Schneuwly gar nicht erst nach einer Entschuldigung für den miserablen Auftritt in den ersten 30 Minuten. «Die erste Hälfte war eine Katastrophe!»

Bis Spielmitte war man tatsächlich meilenweit von einem nur ansatzweise akzeptablen Auftritt entfernt. Ideenlos wirkte das Spiel der Oltner, unkonzentriert und unsortiert. Dass bei den Gastgebern ein kompletter Block verletzt fehlte, mit Forget nur ein Ausländer, dafür drei zusätzliche Junge aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Eis standen, merkte man kaum.

Nachdem sich der EHCO im ersten Abschnitt neun Minuten Zeit gelassen hatte bis zur ersten halbwegs gefährlichen Aktion, startete man im mittleren Abschnitt vehementer. Erst 15 Sekunden waren gespielt, als Truttmann zum ersten Abschluss kam. Der frühe Rush trug hingegen das Prädikat Strohfeuer, denn das schnelle Tor glückte wiederum dem HCC. Sämtliche verfügbaren Oltner hatten sich, in Unterzahl, im Slot versammelt – doch den Überblick über die freiliegende Scheibe behielt Carbis, welcher so relativ einfach zum 2:0 kam. Und als Grezet nach 35 Minuten gar der dritte Treffer gelang, schien die Partie bereits früh gelaufen.

Jetzt erst fanden die Oltner spürbar besser ins Spiel, nutzten noch vor der zweiten Pause eine Überzahlmöglichkeit durch Ast und legten im letzten Drittel nach. Jetzt waren sie die deutlich aktivere Mannschaft, schnürten den Gegner in dessen Drittel ein und kamen zu Chancen. Der einzige Makel: Sie nutzten keine einzige davon. Obwohl man zum Schluss mehr als drei Minuten ohne Torhüter agierte. «Wer weiss, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätten wir von Anfang an so gespielt», sinnierte Schneuwly nach dem Spiel zu Recht.

Anstatt sich Schritt für Schritt der viel zitierten Playoff-Form zu nähern, geht es beim EHC Olten seit dem Auftritt in Langenthal kontinuierlich in die andere Richtung. Schneuwly räumt ein, dass man sich über den Verlauf der Leistungskurve durchaus Gedanken mache. «Normalerweise heisst es nach einem solchen Spiel: abhaken und nach vorne schauen. Doch diesmal sagte uns der Trainer, dass wir die Partie noch einmal in Ruhe analysieren sollen – damit wir vor den Playoffs noch rechtzeitig reagieren können.» (von Michael Forster)

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