Donnerstag, 27. April 2017

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Zu wenig ideenreich in der Offensive


Oltens NLB-Eishockeyaner verlieren in Martigny nicht nur das Spiel, sondern wohl auch die Chance auf den Qualisieg.

BILDER

Martigny - Olten 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)
Patinoire du Forum. – 1064 Zuschauer. – SR: Errard, Altmann/Vermeille. – Tore: 35. Brügger (Balej, Knöpfli) 1:0. 36. Starkov (Brem) 2:0. 58. Kobach (Truttmann, Ganz) 2:1. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Martigny, 6-mal 2 Minuten gegen Olten.
Martigny: Waeber; Luca Zanetta, Michael Zanetta, Vermeille, Wyssen, Marti, Camperchioli, Flyagin, Borlat, Knoepfli, Brügger, Balej, Gailland, Brem, Starkov, Lakhmatov, Rexha, Loichat, Dähler, Marchon, Loeffel
Olten: K. Huber; Ganz, Pargätzi; Kobach, Meister; Bagnoud, Ast; Schnyder, Aeschlimann; Schwarzenbach, Feser, Truttmann; Wiebe, Romanenghi, Ulmer; Wüst, Schneuwly, U. Huber; Scherwey, Wüthrich, Hürlimann.
Bemerkungen: Martigny ohne Currit, Tanner, Zorin, David Wildhaber, Malgin, Yannik Wildhaber, Franzén; Olten ohne Burki (verletzt), Hirt (krank), Meyer, Gasser, Schlapbach, Dal Pian, El Assaoui und Morini (alle überzählig). – 38. Pfostenschuss Ulmer. – Olten ab 56:43 ohne Torhüter. – 60. Pfostenschuss Poudrier. 

iBs das Spiel Fahrt aufnahm, dauerte es – und dies nicht nur wegen der Beleuchtung, die kurz vor Matchbeginn den Geist aufgegeben hatte. Nach zehn Minuten Finsternis dauerte das Abtasten der Mannschaften weitere fünf Minuten, bis Martigny den ersten Torschuss verzeichnete. Dieser war dafür umso gefährlicher. EHCO-Goalie Kevin Huber verhinderte mit einem Hechtsprung in die rechte Torecke die Führung der Unterwalliser. «Durch diese Parade bin ich gut ins Spiel gekommen. Das gab Selbstvertrauen», meinte Huber. Die Partie war nun lanciert. Im direkten Gegenzug kamen auch die Oltner zur ersten Chance. Mit freier Sicht zog Marco Truttmann auf das Martinacher Tor ab, scheiterte aber an Goalie Ludovic Waeber.

Das Spiel wurde zunehmend spannend und intensiv mit Chancen hüben wie drüben. So verpassten Wiebe, Truttmann und Schwarzenbach aus aussichtsreicher Position gleich drei Mal die Oltner Führung. Die Dreitannenstädter durften sich aber auch beim stark aufspielenden Kevin Huber bedanken, dass sie das 0:0 mit in die Kabine nehmen konnten. Je näher die erste Drittelspause rückte, desto öfters wurde es nämlich brenzlig vor dem Oltner Tor.

Daran änderte sich nichts im zweiten Abschnitt. Martigny wirkte spritziger, ideenreicher und entschlossener. Nachdem die Gastgeber das Tempo kontinuierlich erhöhten, netzte der von der Verteidigung vergessen gegangene Sandro Brügger nach einem Abpraller problemlos ein. Bloss 26 Sekunden später erhöhte der ebenfalls mutterseelenallein vor dem Tor stehende Kirill Starkov auf 2:0. Die Gäste-Defensive agierte bei beiden Treffern unglücklich und schien auch nach den beiden Gegentoren von der Rolle.


Mehr als der Anschlusstreffer lag im letzten Drittel nicht mehr drin. Die Verteidigung von Martigny stand sehr kompakt und die Oltner wirkten zu konzeptlos vor dem gegnerischen Tor, um das Spiel noch für sich zu entscheiden. Speziell mit der Präzision und der Zielstrebigkeit bei den Pässen taten sich die Oltner schwer. Dies bestätigte auch Kevin Huber: «Wir spielten viel zu viel ums Tor herum. Deshalb konnten wir kaum gute Abschlüsse verzeichnen».


Mit einem Sieg hätte sich Olten die Chance auf den für die Playoffs so wichtigen Qualifikationssieg wahren können, vor allem, weil man am Dienstag den SC Langenthal zum Direktduell im Kleinholz empfängt. EHCO-Schlussmann Huber mag dem ersten Rang nach der Qualifikation allerdings keine zu grosse Bedeutung zumessen: «Die Top-Vier sind unser Ziel. Und in den Playoffs gibt es ohnehin keine einfachen Gegner.» (Fabian Soland)

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