Freitag, 21. Juli 2017

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Der EHC Olten trifft am Dienstag ab 20 Uhr zum letzten Mal in der laufenden NLB-Qualifikation auf den Erzrivalen SC Langenthal.

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Der EHCO-Powerflügel Cyrill Scherwey will mit seinem körperbetonten Spiele seinen Beitrag zu einem Sieg über Langenthal leisten. (Bild: André Grossenbacher)

Florian Schmuckli zum EHC Olten
Kurz vor Ende des nationalen Transferfensters sichert sich der EHC Olten die Dienste von Verteidiger Florian Schmuckli. Der 22-Jährige stösst von den GCK Lions bis Saisonende zu den Oltnern. Schmuckli stammt ursprünglich aus dem Nachwuchs des EV Zug und ist seit letzter Saison Teil der Lions-Organisation. Der 184 cm grosse und 89 kg schwere Schmuckli absolvierte neben beinahe 100 NLB-Spielen auch bereits 53 Partien in der NLA und bringt somit trotzt seines jungen Alters einiges an Erfahrung mit. Florian Schmuckli ist bereits ab heute für den EHCO spielberechtigt.

Mittendrin statt nur dabei
Sie wollten schon immer direkt nach dem Spiel den Puls des EHC Olten fühlen? Einem Spieler direkt eine Frage stellen? Dann erhalten Sie die nächste Chancen am Sonntag, 7. Februar nach dem Match zwischen dem EHCO und Winterthur im Stadionrestaurant Muusfalle. 30 Minuten nach Spielende stehen EHCO-Assistenztrainer Dino Stecher, EHCO-Stürmer Martin Ulmer sowie EHCO-Verteidiger Fabian Ganz zuerst Moderator Andreas Hagmann und danach den anwesenden Fans Red und Antwort. Bereits eine Woche später, zum Abschluss der Qualifikation, werden sich nach dem Spiel gegen die GCK Lions EHCO-Medienchef Pierre Hagmann, Diego Schwarzenbach und Simon Schnyder den Fragen von Moderator Mige Stalder stellen.

Es ist müssig, etwas Schönreden zu wollen. Im Moment läuft es dem EHC Olten trotz gelegentlichen Erfolgserlebnissen schlicht nicht nach Wunsch. Das Zusammenspiel funktioniert ungenügend, die gewählte Taktik, um Torerfolge feiern zu können, ist oft die falsche.

Das wissen auch die Spieler selbst. «Wir sind uns bewusst, dass es uns in den letzten drei Wochen nicht wie gewünscht gelaufen ist. Die Passqualität und die Systemdisziplin kam abhanden. Wir müssen das jetzt korrigieren, denn hoffen, dass es in den Playoffs zum Selbstläufer wird, ist utopisch», gibt sich EHCO-Stürmer Cyrill Scherwey unverblümt selbstkritisch. Die kleinen Dingen müssten wieder richtig gemacht werden, bemüht sich Scherwey um eine bekannte Teamsportweisheit.

Start verschlafen
Damit liegt er aber gleichwohl goldrichtig. Es beginne nämlich damit, den Start ins Spiel nicht mehr zu verschlafen, so der 26-Jährige. Vier Mal hintereinander gerieten die Oltner zuletzt in Rückstand, ehe sie selber überhaupt daran denken konnten, ein Tor zu erzielen. «Gegen Martigny haben wir ausserdem zu kompliziert gespielt. Statt ein einfaches Kurzpassspiel aufzuziehen, haben wir es mit langen Pässen versucht», so der Oltner Powerflügel.

Da Martigny enorm kompakt stehe, sei es so natürlich nicht möglich gewesen, diese Kompaktheit des Gegners zu durchbrechen. Im Weiteren habe der direkte Zug aufs Tor gefehlt, was sich auch in der bieder ausfallenden Schussstatistik niederschlug (18 Schüsse auf das Martinacher Tor).

Physis mit Spielfreude verbinden
Gegen den SC Langenthal erwartet Cyrill Scherwey ein ähnliches Spiel wie gegen Martigny. «Auch die Langenthaler spielen physisch und kompakt», sagt er. Kommt hinzu, dass die Oberaargauer spielerisch noch mehr Potenzial besitzen als die Unterwalliser. Scherwey appelliert daher, dass alle Mitspieler einander zu helfen hätten, damit das saubere Passspiel wieder funktioniere. Denn Olten habe im spielerischen Bereich gegenüber beinahe allen Teams der Liga einen Vorteil. «Ajoie, Martigny oder auch Langenthal wissen, dass sie uns mit ihrem physischen Spiel in Bedrängnis bringen können. Dem können wir entgegenwirken, in dem wir den Puck rasch laufen lassen. Wir haben es also in der Hand», so der Fribourger.

Dann fügt Scherwey noch an: «Ausserdem können wir durchaus auch physisch spielen, wenn es die Situation erfordert.» Das war in Martigny zu beobachten. Wird dem physischen Spiel also noch eine Prise Spielfreude hinzugefügt, dann ist der EHCO auf dem besten Weg, aus dem kleinen Tief zu kommen.

Im Stolz verletzt
Cyrill Scherwey glaubt auf jeden Fall daran, dass das Team bis zu den Playoffs den Rank findet. Schliesslich kommt mit den Playoffs auch die Lieblingszeit des bulligen EHCO-Stürmers. Der Modellathlet liebt das körperbetonte Spiel und fühlt sich dort pudelwohl. Dass ihn Trainer Heikki Leime anfangs Januar im Spiel gegen Visp als überzählig meldete, weil er nach der Meinung des Coachs zuvor zu wenig physisch spielte, verletzte Scherwey natürlich in seinem Stolz. «Der EHCO hat mich für das körperbetonte Spiel engagiert. Daher habe ich diesbezüglich auch ein Leader zu sein», so Scherwey.

Er glaubt, dass diese kleine Zwangspause bei ihm die Wirkung nicht verfehlt habe. Scherwey wird auch im Derby gegen den SC Langenthal wieder versuchen, mit seiner aufsässigen Spielweise den Gegner einzuschüchtern und somit einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Oltner ihre Playoff-Form noch rechtzeitig finden. (von Andreas Hagmann)

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