Freitag, 28. April 2017

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Pflichtaufgabe in der Narrenzeit


Statt fasnächtlicher Narrenfreiheit heisst es für den EHCO am Sonntag volle Konzentration auf die Partie gegen den EHC Winterthur.

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Luca Homberger trifft nach knapp einer Woche bereits wieder auf seinen eigentlichen Arbeitgeber, den EHC Winterthur. (Bild: André Grossenbacher)

Dritter Fan-Talk

Heute nach dem Spiel kommt es zum bereits dritten Fan-Talk dieser Saison. Moderator Andreas Hagmann werden Assistenztrainer Dino Stecher, Stürmer Martin Ulmer und Verteidiger Fabian Ganz rund 30 Minuten nach Spielende im Restaurant Muusfalle Red und Antwort stehen.

«Ich weiss natürlich wie sie spielen», meint der Oltner Neo-Stürmer Luca Homberger mit einem verschmitzten Lachen. Die temporäre Neuverpflichtung des EHC Olten trifft keine Woche nach seiner Ankunft in der Dreitannenstadt nämlich bereits auf seinen eigentlichen Arbeitgeber, den EHC Winterthur. Auch wenn das Spiel Kehrauscharakter besitzt, ist es eine spezielle Situation für Luca Homberger. «Meine Freundin reist für diese Spiel extra an. Rein sportlich betrachtet, habe ich allerdings 60 Minuten lang den Kopf auszuschalten und alles für den EHC Olten zu geben», so Homberger abgeklärt. Der 24-jährige Uzwiler hat sich bereits gut in Olten eingelebt. Er sei vom Team hervorragend aufgenommen worden und alles sei sehr professionell, so die Entdeckung der laufenden NLB-Saison. Der Uzwiler hat ganz allgemein in den vergangenen Saisons eine beachtliche Entwicklung durchgemacht. Innerhalb von zwei Spielzeiten hat er sich von einem Spitzenspieler der 1. Liga, zu einem NLB-Topspieler gemausert, der nächste Saison im Idealfall sogar seine ersten NLA-Einsätze mit Kloten bestreiten wird. «Ich werde sicherlich das Sommertraining sowie die Vorbereitung mit den Kloten Flyers absolvieren», erklärt Spätzünder Homberger. Es sei natürlich schön, dass seine Hockeykarriere doch noch einen solchen Schub erhalten habe. Um seine kometenhafte Entwicklung noch anhand von Zahlen festzuhalten: In der Aufstiegssaison 14/15 sammelte er 45 Skorerpunkte in 32 Spielen. In der laufenden Spielzeit kam er trotz Verletzung auf 20 Skorerpunkte in 25 Spielen für den EHC Winterthur. Er hat somit den Sprung vom Amateursportler zum Semiprofi erstaunlich locker gemeistert. Weil die Saison bei Winterthur nach der Qualifikation bereits zu Ende ist, erhält er jetzt ausserdem die Chance bei einem Titelanwärter mit weiteren Grosstaten zu brillieren.

Aufsässiger Gegner

Ob er seine Ex-Kollegen abschiessen wird, wird sich noch weisen müssen. Anhand des unterdessen grossen Kaders des EHC Olten ist nicht einmal sicher, ob Homberger heute überhaupt in der Startaufstellung steht. Ob mit oder ohne Homberger, für die Oltner wird das Spiel gegen die Eulachstädter ohnehin zur Pflichtaufgabe. Trotzdem tun die Oltner gut daran, konzentriert in die Partie zu gehen und sich nicht vom närrischen Treiben, welches die Stadt fest im Griff hat, anzustecken. Narrenfreiheit sollten sich die EHCO-Akteure sicherlich nicht erlauben, dafür ist die aktuelle Form im Hinblick auf die Playoffs noch nicht genügend. Die Winterthurer werden auch heute Abend ein aufsässiges Hockey spielen und werden ausserdem bis weit ins dritte Drittel genügend Energie haben, um erfolgreiche Störarbeit gegen die Oltner zu leisten. Mit einem schnellen Aufbauspiel können die Oltner diesen Riegel allerdings durchbrechen - das haben sie beispielsweise beim 6:2-Auswärtssieg im November vergangenen Jahres bewiesen. (Andreas Hagmann)

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