Donnerstag, 27. April 2017

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Noch nicht ganz im Playoff-Modus


Der EHC Olten verliert ein strafenreiches Spiel gegen NLB-Leader Rapperswil-Jona mit 1:3.

BILDER
Der auffällige Matteo Romanenghi (links) im Laufduell mit Rapperswils Michael Schaub. (Bild: André Grossenbacher)

Rapperswil-Jona - Olten 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
Diners Club Arena. – 2843 Zuschauer. – SR: Mandioni/Mollard, Huggenberger/Pitton. – Tore: 14. Kuonen (Schlagenhauf, Profico/Ausschluss Schneuwly) 1:0. 33. Wiebe (Romanenghi, Ulmer) 1:1. 40. McGregor (Kuonen, Vogel/Ausschluss Wiebe) 2:1. 49. Hüsler (Aulin, Geyer/Ausschluss Schmuckli) 3:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten plus 5 Minuten (Hüsler) plus Spieldauer (Hüsler) gegen Rapperswil, 9-mal 2 Minuten plus 5 Minuten (Schmuckli) plus Spieldauer (Schmuckli) gegen Olten.
Rapperswil-Jona: Nyffeler; Lüthi, Profico; Sataric, Grieder; Geyer, Blatter; Grossniklaus; McGregor, Schlagenhauf, Kuonen; Rizzello, Clark, Aulin; Hüsler, Vogel, Schaub; Bader.
Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Meister, El Assaoui; Kobach, Schmuckli; Bagnoud, Schnyder; Schwarzenbach, Feser, U. Huber; Wiebe, Romanenghi, Ulmer; Wüst, Schneuwly, Hirt; Scherwey, Wüthrich, Aeschlimann.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Fazzini, Schommer, Schmutz, Högger, Frei, Zangger, Hügli (alle verletzt) und Mason (gesperrt). Olten ohne Burki, Truttmann (beide verletzt), Hürlimann (krank), Homberger, Ast, Beaudoin und Morini (alle überzählig). Kuonen und Mischler als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 57. Timeout Olten. 58. Timeout Rapperswil-Jona. Olten ab 57:00 ohne Torhüter. 

Es mag nicht der beste Auftritt der Oltner gewesen sein in dieser Saison, aber es war auch kein schlechter auswärts in Rapperswil. Im Spiel fünf gegen fünf hatten die Gäste die besseren Momente über weite Strecken sogar eher auf ihrer Seite. Dass es gestern dennoch nicht zu Punkten reichte gegen den NLB-Leader lag vor allem daran, dass man viel zu viele Strafen nahm. 9:4 lautete das Verhältnis bezüglich 2-Minuten-Ausschlüsse zuungunsten des EHCO, und das war dann selbst für das vielleicht beste Boxplay der Liga zu viel des Guten. «So wird es zu einer Mission Impossible», musste auch EHCO-Coach Heikki Leime eingestehen. «Ich weiss nicht, weshalb wir so viele Strafen nahmen. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass vor allem gegen uns doch ziemlich streng gepfiffen wurde.» 

Dass der letzte Spitzenkampf dieser Qualifikation seiner Reputation nicht ganz gerecht wurde, das zeichnete sich bereits vor dem Anpfiff ab. Den Lakers fehlten eine Woche vor Playoff-Beginn nämlich gleich sieben Spieler verletzt, womit sich das Aufgebot auf nur gerade drei Linien konzentrierte.

Bei den Gästen wiederum, welche bis auf den angeschlagenen Marco Truttmann sowie Captain Stefan Hürlimann (krank) aus dem Vollen schöpfen konnten, gab Heikki Leime Shayne Wiebe die Gelegenheit, den Rhythmus vor der entscheidenden Phase der Meisterschaft nicht ganz zu verlieren. Opfer der Ausländer-Rochade war Eric Beaudoin, welcher, nach drei Einsätzen, mit der Reservistenrolle vorliebnehmen musste. 

Aeschlimann für Homberger
Während sich die Stammformation in der Verteidigung gegen Rapperswil wohl schon ziemlich definitiv präsentierte und einen richtig guten Job machte, liess Heikki Leime auch die Offensivlinien im Kern beisammen und ersetzte einzig Luca Homberger durch Cyrill Aeschlimann aus freien Stücken. Dieser hatte nach knapp vier Minuten denn auch die erste Chance in einer insgesamt unterhaltsamen Partie, in welcher die beiden Mannschaften nicht allzu viel zuliessen.

Dabei hätten es die Gastgeber in der Hand gehabt, frühzeitig einen grossen Schritt in Richtung Qualifikationssieg zu machen. Doch sie liessen, nachdem sie ihre erste Überzahl sogleich zur Führung nutzten, fünf Möglichkeiten hintereinander verstreichen. Mehr noch: Sie mussten froh sein, dass keiner der zahlreichen Gegenstösse zu einem Gäste-Shorthander führte. 

Immerhin nutzten sie in den ersten 40 Minuten zwei von sieben Gelegenheiten zum knappen 2:1-Vorsprung, nachdem Shayne Wiebe, der seinen Einsatz insgesamt kaum zu rechtfertigen vermochte, zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatte. Mann dieser Szene war hingegen Matteo Romanenghi: Der Luganesi reagierte nach einem Fehler in der Rappi-Defensive am schnellsten und servierte die Scheibe seinem Linienpartner einschussbereit.

Einstellung stimmte
Dass im Verlauf des Spiels kein zweiter Treffer mehr hinzukam, lag nicht nur an der ungenügenden Chancenauswertung. «Wir haben zu wenig Chancen kreiert», konstatierte Heikki Leime richtig. «Allerdings hat es uns Rappi auch nicht einfach gemacht.» Wenn die Gäste schon ohne Punkte aus Rapperswil abreisen mussten, so gehörte ihnen zumindest bezüglich Einstellung die Szene des Spiels. Als nämlich Cedric Hüsler, nach seinem Tor zum 3:1, dem ersten auf Nationalliga-Stufe überhaupt, zu einem üblen Check gegen den Kopf von Reto Kobach ansetzte, knöpfte sich Florian Schmuckli den Übeltäter vor.

Zwar setzte es auch für den Neo-Verteidiger der Powermäuse, aus völlig unverständlichen Gründen, eine 5-Minuten-Strafe ab. Gleichzeitig machte er damit aber deutlich, dass solche Aktionen nicht geduldet werden. So zeigte sich selbst Heikki Leime froh, über solche Spieler in der eigenen Mannschaft zu verfügen. Durch den Nuller steht zudem fest: Der EHC Olten wird in den Playoff-Viertelfinals auf Visp treffen. (von Michael Forster)

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