Samstag, 19. August 2017

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«Wenn es hart auf hart geht, bin ich da»


Zum Abschluss der Qualifikation trifft Florian Schmuckli mit Olten auf seine Ex-Kollegen der GCK Lions - Spielbeginn ist ausnahmsweise um 20 Uhr und nicht um 17.30 Uhr.

BILDER
Florian Schmuckli (ganz links) in Jubelpose – es soll dies noch lange nicht das letzte Mal in dieser Saison gewesen sein.(Bild: André Grossenbacher)

Vierter Fan-Talk

30 Minuten nach dem Spiel stehen Moderator Mige Stalder im Restaurant folgende Protagonisten Red und Antwort: EHCO-Medienchef Pierre Hagmann, Stürmer Diego Schwarzenbach und Verteidiger Simon Schnyder. Danach können auch die Fans Fragen stellen. (pd)

 

Lange ist es gut gelaufen. Lange gab es nur wenige Verletzte beim EHCO zu beklagen. Just zum Ende der Qualifikation hin, hat es zwei Stützen im Team des EHC Olten doch noch erwischt. Zuerst ist da einmal der lange Zeit als Topskorer aufgelaufene Marco Truttmann. Dazu kommt nun die defensive Lebensversicherung, Reto Kobach - dies nach einem üblen Check am letzten Dienstag in Rapperswil. Einer, der den Check gegen den Kopf von Kobach am vergangenen Dienstag hautnah miterlebt hatte, ist Florian Schmuckli. Der Neo-Oltner bildete gegen die Rapperswil-Jona Lakers mit Reto Kobach das nominell dritte Verteidigerpaar. Sofort rächte er sich an Übeltäter Hüsler mit überhartem Einsatz. «Solche Checks dürfen nicht unbestraft bleiben», meinte Schmuckli nach dem Spiel. «Ich bin eigentlich keiner, der die Faustkämpfe sucht. Wenn es aber hart auf hart geht, bin ich da», fügt der 22-Jährige an. Je nach Ausfalldauer von Kobach werden die physischen Qualitäten von Schmuckli in den Playoffs umso mehr gefragt sein. Bereits heute Abend gegen die aufsässigen GCK Lions kann er sich diesbezüglich warmlaufen. Für Schmuckli ist die Begegnung ohnehin speziell, schliesslich spielte er vor seinem Engagement beim EHCO noch für die GCK Lions. «Es wird schon ein komisches Gefühl sein, da ich vor ein paar Wochen noch mit ihnen zusammen gespielt habe. Aber schlussendlich bin ich Profi genug, um das während dem Spiel ausblenden zu können», so der Verteidiger abgeklärt. Ohnehin ist es bei den GCK Lions als klassisches Farmteam so, dass jeder in diesem Teams nur ein Ziel verfolgt: möglichst schnell in der NLA zu landen. Das kann Florian Schmuckli nur bestätigen, gleichwohl sei das Verhalten unter den Spielern stets kollegial. «Wir mögen es einander gönnen, wenn einer ein Aufgebot für die NLA erhält.»

Mehr Geradlinigkeit

An die NLA denkt der ehemalige Zuger Junior im Moment aber nicht. Viel mehr möchte er jetzt mit dem EHCO erfolgreiche Playoffs spielen. «Der EHCO ist ein Topteam in der NLB. Wenn du gut spielst, kannst du dich für höhere Aufgaben aufdrängen», so Schmuckli. In Olten gefalle es ihm bisher, zumal er vom Team sehr gut aufgenommen worden sei. «Dass ich das Vertrauen der Coaches spüre, ist natürlich ein weiterer positiver Faktor.» Positiv in Szene setzen möchte er sich heute Abend noch einmal, damit er einen Kaderplatz in den Playoffs auf sicher hat. Die Chancen stehen auf jeden Fall gut. Vor allem, wenn er weiterhin eine tadellose Defensivarbeit zeigt (bisher eine Plus-2-Bilanz). Diese war nach Schmuckli’s Meinung auch eine der positiven Aspekte im Oltner Spiel gegen Rapperswil. «Bei fünf gegen fünf waren wir defensiv sehr solide. Dafür müssen wir noch mehr Geradlinigkeit beim Zug aufs Tor beweisen. Nicht zu vergessen ist ausserdem, dass wir im Vergleich zum Spiel gegen die Lakers unbedingt weniger Strafen nehmen dürfen.» Nicht weniger als neun (!) kleine Strafen holten sich die Oltner - hinzu kam die 5-Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Florian Schmuckli. Das Vermeiden von Strafen ist eine Sache von Selbstbeherrschung. Die Geradlinigkeit vors Tor hingegen ist ein Detail, welches das Team noch auszumerzen hat. Diese fehlt bereits seit Längerem. Selbst beim 10:1-Sieg über Winterthur gaben die Oltner weniger Schüsse auf das gegnerische Gehäuse ab als die Eulachstädter - was ebenfalls für eine fehlende Geradlinigkeit spricht. Heute besteht die letzte Chance diesem Manko vor den Playoffs Herr zu werden. (Andreas Hagmann)

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