Montag, 1. Mai 2017

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Nach Anlaufschwierigkeiten richtig gut


Im letzten Test vor dem Start in die Playoffs machen die Oltner beim 6:2-Sieg über die GCK Lions einen gefestigten Eindruck.

BILDER
Eric Beaudoin hat erneut nicht restlos überzeugt. (Bild: André Grossenbacher)

Olten - GCK Lions 6:2 (1:1, 1:1, 4:0)

 

Olten: Mischler; Ganz, Pargätzi; Meister, El Assaoui; Bagnoud, Ast; Schnyder, Schmuckli; Schwarzenbach, Feser, Beaudoin; Hürlimann, Romanenghi, Ulmer; Wüst, Schneuwly, Hirt; Scherwey, Wüthrich, Aeschlimann.

GCK Lions: Guntern; P. Baltisberger, Hächler; Braun, Molina; Seiler, Karrer; Hunziker, Breiter; Bachofner, D. Diem, R. Diem; Hinterkircher, Prassl, Puntus; Nägeli, Ulmann, Allevi; Schir, Lazarevs, Puide.

Bemerkungen: Olten ohne Burki, Truttmann (beide verletzt), Kobach (rekonvaleszent), Homberger (krank), Morini, U. Huber und Wiebe (alle überzählig); GCK Lions ohne Foucault und Sorvik. Hürlimann und Ulmann als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. Remo Meister für sein 500. NLB-Spiel geehrt. 15. Pfostenschuss Schneuwly.

 

Spieler kommen und gehen. Das ist im Eishockey nicht anders als im Fussball. Die einen vergisst man schnell einmal, anderen trauert man bereits nach, ehe sie den Verein überhaupt verlassen haben. Fabian Ganz, schussgewaltige und meist zuverlässige Stammkraft in der Oltner Defensive, ist so einer. Kurz bevor die Meisterschaft in die entscheidende Phase steigt, ist der Abgang des mit Abstand punktebesten NLB-Verteidigers zu La Chaux-de-Fonds bekannt geworden. Zu einem der härtesten Konkurrenten im Kampf um den Platz an der NLB-Sonne.

Die Meldung gab entsprechend zu reden. Ganz selber wäre gerne in Olten geblieben, beteuert der Spieler. Alleine, der EHC Olten habe sich zu wenig um ihn bemüht – anders als die Neuenburger, welche ihm eine gewisse Wertschätzung entgegengebracht und zudem ein deutlich besseres Angebot unterbreitet hätten. Das Angebot sei fair gewesen, entgegnet man aufseiten der Oltner. Zwar wird der Abgang bedauert, doch Sportchef Köbi Kölliker ist sich sicher, einen gleichwertigen Ersatz zu finden.

Weitere interessante Personalien sind zwei Spieler, welche den letzten Aufgalopp vor den Playoffs verpassten: Reto Kobach und Marco Truttmann. Beide als rekonvaleszent gemeldet, beide eigentlich unverzichtbar für die kommenden Spiele. Während sich Kobach von Hüslers Check gegen den Kopf rechtzeitig zu erholen scheint und am Dienstag zum Playoff-Start gegen Visp im Line-up figurieren dürfte, ist Truttmann für die kommenden Aufgaben noch nicht genug genesen. So rückte gestern einerseits Ast in der Verteidigung nach, zudem füllte Eric Beaudoin die Lücke an der Seite von Feser und Schwarzenbach. Seine beste Tat vollbrachte der Kanadier kurz vor Ende des zweiten Drittels, als er einen Ganz-Schuss in Überzahl entscheidend zum 2:2-Ausgleich ablenkte.

Ansonsten hatte der 1,95 m grosse Kanadier auch bei seinem vierten Einsatz Mühe, den Rhythmus seiner Mitspieler annehmen zu können. Er machte noch nicht jenen unwiderstehlichen Eindruck, mit welchem er sich für einen Einsatz in den Playoffs hätte aufdrängen können. Doch auch seine neuen Teamkollegen müssen noch die eine oder andere Schippe drauflegen, sollen die Playoffs 2016 ähnlich erfolgreich verlaufen wie die letztjährigen. So übertrieben es die Gastgeber phasenweise damit, den Puck kontrolliert aus der einen Zonen herauszutragen. Blieb ein etwas gar nonchalanter Pass hinter dem Rücken noch unbestraft, war jener in der 27. Minute der eine zu viel und Allevi hatte bei der erstmaligen GCK-Führung zum 2:1 gar leichtes Spiel.

In dieser Phase kamen die Oltner gegen die blitzschnellen Zürcher, welche am Dienstag gegen Martigny einen diskussionslosen 4:1-Sieg gelandet hatten, doch das eine oder andere Mal ins Schwimmen. Dass sie zum Beispiel zu Spielmitte nicht sogar mit zwei Treffern ins Hintertreffen gerieten, hatten sie einzig und alleine Goalie Mischler zu verdanken, welcher gegen Allevi mirakulös klärte.

Als die Lions in der Folge ihren Rhythmus nicht mehr ganz aufrechthalten konnten und die Oltner ihrerseits den Abschluss ein wenig konsequenter suchten, kippte die Partie auf die Seite der Gastgeber. Sechs Schüsse nur fanden in den letzten zwanzig Minuten den Weg auf das Tor von Daniel Guntern, deren vier musste der 20-jährige Schlussmann der Lions passieren lassen. Das zeigt, dass der Sieg mit vier Treffern Unterschied am Ende etwas gar deutlich ausgefallen ist. Tatsache ist aber auch, dass die Oltner auch in den beiden Dritteln zuvor gute Szenen in ihrem Spiel hatten. So klappt der erste Pass aus dem eigenen Drittel zusehends besser; stellvertretend hierfür Schneuwlys langer Pass auf Wüst, welcher in der 6. Minute das Score eröffnete.

Über die 60 Minuten betrachtet, kann man absolut von einem gelungenen letzten Test vor den Playoffs sprechen. Olten liess zwar einiges zu, kreierte im Gegenzug aber auch viele gute Aktionen und ging als verdienter Sieger vom Eis. «Die Richtung stimmt», sagt auch Cyrill Aeschlimann, welcher gestern bei allerletzter Gelegenheit und dem 6:2, zu seinem ersten Saisontreffer kam. «Es spielte keine Rolle, ob wir nun gegen GC oder einen anderen Gegner das letzte Spiel vor den Playoffs absolvierten. Wir sind richtig gut vorbereitet und freuen uns, dass es am Dienstag losgeht.» (Michael Forster)

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