Sonntag, 28. Mai 2017

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Die Lösung liegt in der Schusskadenz


Am Freitag ab 20 Uhr kommt es zum fünften Playoff-Viertelfinal-Duell zwischen dem EHC Olten und dem EHC Visp. EHCO-Stürmer Diego Schwarzenbach will diesmal wieder als Sieger vom Eis.

BILDER
Er will wieder mehr aufs gegnerische Gehäuse schiessen: Diego Schwarzenbach (links) gehörte zu den Oltnern, die eine Grosschance in Visp kläglich ausliessen. (Bild: André Grossenbacher)

Nationalliga B, Playoff-Viertelfinals (best-of-7):
Fünfte Runde: Freitag, 26. Februar, 19.45 Uhr: Rapperswil-Jona - Thurgau; Stand: 1:3. Langenthal - Martigny; Stand: 2:2. La Chaux-de-Fonds - Ajoie; Stand: 2:2. – 20 Uhr: Olten - Visp; Stand: 2:2.
Sechste Runde: Sonntag, 28. Februar: ev. Thurgau - Rapperswil-Jona (17.00 Uhr). Ajoie - La Chaux-de-Fonds (17.30). Martigny - Langenthal (18.15). Visp - Olten (18.15). – Ev. siebte Runde: Dienstag, 1. März: Rapperswil-Jona - Thurgau (19.45). Langenthal - Martigny (19.45). Olten - Visp (20.00). La Chaux-de-Fonds - Ajoie (20.00).

Dritte Etappe der Tour d’Olten
Am Sonntag fahren die EHCO-Fans mit dem Car nach Visp inklusive Apéro und Fondueplausch. Wer dabei sein will muss sich noch bis spätestens am Freitag, 26. Februar (16 Uhr) über 062 213 11 33 oder per sekretariat@ehco.ch anmelden. Der Kostenpunkt beträgt 60 Franken, und für alle mit Mottoshirt sogar nur 50 Franken. Weitere Infos gibt es hier.

52, 37, 33, 25 – das ist kein Geheimcode, um ohne weitere Anstrengungen die nächste Playoffrunde zu erreichen. Das sind die Anzahl Schüsse, die der EHC Olten in den ersten vier Partien auf das Visper Gehäuse abgefeuert hat. Es ist dabei augenfällig, dass sich die Schusskadenz seit der ersten Begegnung auf die Hälfte im vorerst letzten Duell am Dienstag gesenkt hat.

Dies rührt einerseits sicherlich daher, dass die Visper im ersten Viertelfinalspiel völlig desolat auftraten. Andererseits ist es auch der simplen Tatsache geschuldet, dass die Oltner zuletzt zu umständlich spielten. «Im Moment gibt es viele Spielsituationen, in welchen wir nicht schiessen, sondern noch einen Querpass suchen», sieht EHCO-Stürmer Diego Schwarzenbach den grössten Mangel im Oltner Offensivspiel.

Weg vors Tor nicht gefunden
Gleichwohl sind die herausgespielten Chancen oft hochkarätig. Aber die EHCO-Spieler trafen insbesondere in den letzten beiden Partien schlichtweg das Tor nicht mehr. «So etwas ist in den Playoffs natürlich tödlich», bringt es Schwarzenbach auf den Punkt. Selbst im Powerplay, wo es mehr Platz auf dem Eis hat, fanden die Oltner Pucks nicht den Weg ins Tor. «Das Überzahlspiel funktionierte zwar ganz gut. Wir kreierten Chancen, trafen aber lediglich das Gehäuse oder zielten daneben», so die Analyse des Ur-Oltners, «wir müssen die Tore wieder erzwingen.»

Seiner Ansicht nach sei der EHC Olten die bessere Mannschaft im Vergleich mit den Wallisern. «Aber das hilft natürlich nicht, wenn man wie in der letzten Partie zwei dumme Fehler begeht, die zu Gegentoren führen und gleichzeitig vorne keine Pucks versenkt», erklärt Diego Schwarzenbach die zurzeit paradoxe Oltner Situation. Visp sei im Moment das glücklichere Team. Eine Playoff-Serie gewinne aber nicht die Mannschaft, die mehr Glück besitze, sondern das Team, welches besser sei. Das stimmt die Nummer 72 des EHCO positiv.

Mehr schiessen
Dass man zuletzt vielleicht zu überheblich gewesen ist, weil man merkte, dass im eigenen Team mehr Potenzial vorhanden ist als beim Gegner, das glaubt Diego Schwarzenbach nicht. «Wir haben in Visp, ausser während fünf Minuten, unser Spiel durchgezogen. In besagter Phase haben wir ausgerechnet das 0:1 kassiert.»

Die Hauptlösung für das Oltner Problem kann somit nur lauten: mehr aufs Visper Gehäuse schiessen. Wie bereits während der gesamten Qualifikation hat sich auch am Dienstag gezeigt, dass die Visper Defensive arg ins Wanken gerät, wenn die Oltner ihr schnelles Passspiel vor Torhüter Matthias Schoder aufziehen oder mit schnellen, genauen Pässen aus dem eigenen Drittel aufs Visper Gehäuse preschen. Neben den fehlenden Schüssen liess der EHCO wie schon in Spiel drei ebendiese Geradlinigkeit auf das gegnerische Tor öfters vermissen.

Tore erzwingen
Trotz zwei Niederlagen in Serie wissen die Akteure also, woran gearbeitet werden muss. Das ist auf jeden Fall positiv zu werten. Jetzt heisst es, diese Defizite auszumerzen, aber nicht auf das Prinzip Hoffnung zu setzen – im Glauben, dass sich diese Probleme von selber verflüchtigen würden. «Das wäre verheerend», weiss Diego Schwarzenbach und wiederholt seinen Lösungsansatz: «wir müssen die Tore einfach erzwingen. Dann gewinnen wir wieder.» (von Andreas Hagmann)

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