Freitag, 24. März 2017

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Das Spiel der Wahrheit


In der NLB-Playoff-Viertelfinalserie zwischen dem EHC Olten und dem EHC Visp kommt es am Dienstag (19.45 Uhr) zur «Belle». EHCO-Verteidiger Sami El Asssaoui freut sich auf dieses Spiel und ist guten Mutes.

BILDER
EHCO-Verteidiger Sami El Assaoui glaubt, die Visper trotz Niederlage am Sonntag im Griff zu haben. (Bild: André Grossenbacher)

Nationalliga B, Playoff-Viertelfinals (best-of-7):
Siebte Runde: Dienstag, 1. März: Rapperswil-Jona - Thurgau (19.45 Uhr); Stand: 3:3. Olten - Visp (20.00); Stand: 3:3. 

Wenn es einen Moment im Leben eines Eishockeyspielers gibt, wo keine Ausreden mehr zählen, dann ist dies in einem siebten Spiel einer Playoffserie. Trotz dieser Tatsache fühlt sich Sami El Assaoui vor dem eigenen Publikum nicht zusätzlich unter Druck gesetzt. «Klar, wir hätten die Serie am Sonntag unbedingt beenden wollen, aber nun steigen wir mit grosser Vorfreude und Überzeugung in dieses alles entscheidende siebte Spiel. Solche Partien machen im Grunde genommen die Essenz des Eishockeyspielens aus. Dafür leben und arbeiten wir», sagt der Verteidiger des EHC Olten vor dem siebten NLB-Viertelfinalduell gegen den EHC Visp.

Aus Sicht des drittbesten Offensivverteidigers aller Viertelfinalteams gibt es keine Gründe, für das Spiel nicht zuversichtlich zu sein. «Wir waren auch am Sonntag die bessere Mannschaft, vor allem im zweiten Drittel. Da haben wir durchwegs dominiert, ähnlich wie in Olten im dritten Drittel des fünften Spiels», so El Assaoui, «nur haben wir diesmal nicht reüssieren können. Im dritten Drittel hat Visp dann ziemlich clever agiert und uns nicht mehr viel Raum gelassen.»

Im Weiteren hatte der EHCO-Verteidiger das Gefühl, dass die Oberwalliser, je länger das Spiel dauerte, umso ausgebrannter gewirkt hätten. Etwas, was ihn für das heutige Spiel positiv stimme, ohne dies überbewerten zu wollen. Die Eisqualität in Visp dürfte eine Rolle gespielt haben, dass die Oltner die zunehmende Visper Müdigkeit nicht zu ihren eigenen Gunsten ausnützen konnten. «Unser Spiel, das auf hohem Tempo und Passpräzision basiert, leidet unter den ausgeprägten Unebenheiten des Eises in der Litternahalle», ist Sami El Assaoui überzeugt. Auf heimischem Eis funktioniere das eigene Spielsystem daher viel besser. 

Mentalität aufs Eis bringen
Auch wenn Visp mehrmals in dieser Serie Mühe bekundete, die Kadenz des EHC Olten mitzugehen, haben die Oberwalliser doch immer wieder bewiesen, dass mit Kampf und Wille sehr viel zu erreichen ist. Diese Mentalität müssen auch die Oltner in Spiel sieben noch einmal aufs Eis bringen, ohne dabei das eigene Spielsystem zu vernachlässigen.

Es benötigt gleichwohl keinen Propheten, um voraus zu sagen, dass es zu einem Abnützungskampf kommen wird. Um diesen für Olten zu entscheiden, hofft Sami El Assaoui natürlich wieder auf die fanatische Unterstützung von den Rängen wie in Spiel fünf. Am Playoff-Spezialisten El Assaoui dürfte es auf jeden Fall nicht liegen, wenn es darum geht, vollen Einsatz auf dem Eis zu zeigen. Schliesslich spielt er bisher überragende Playoffs und stach mit seinem Tor und seinem Assist am vergangenen Sonntag aus dem Oltner Kollektiv hervor.

Aber wie zu Beginn erwähnt, zählen jetzt keine Ausreden mehr. Vor einem siebten Spiel einer Serie benötigt es keine Grundsatzdiskussionen mehr. Die beiden Teams kennen sich in- und auswendig. Die Spielsysteme sind verinnerlicht. Jedes Detail kann entscheidend sein. Es ist die letzte Schlacht. Für Olten hoffentlich nur die letzte Schlacht der ersten Playoffrunde. (von Andreas Hagmann)

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