Donnerstag, 29. Juni 2017

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Als Krieger in den Halbfinal


EHC-Olten-Captain Stefan Hürlimann hat nach dem 4:2-Sieg im siebten Playoff-Viertelfinalspiel gegen Visp nur einen teilweise ruhigen Mittwoch verbracht.

BILDER
«Kämpft Jungs», forderten die Fans des EHC Olten in der Südkurve vor dem Anpfiff – die Spieler kamen der Aufforderung in Spiel sieben gegen Visp nach. (Bild: ae)

Nationalliga B, Playoff-Halbfinals (best-of-7):
Erste Runde: Morgen Freitag: Rapperswil-Jona - Martigny (19.45 Uhr). Olten - Ajoie (19.45). – Zweite Runde: Sonntag, 6. März: Martigny - Rapperswil-Jona (18.15). Ajoie - Olten (18.15). – Dritte Runde: Dienstag, 8. März: Rapperswil-Jona - Martigny (19.45). Olten - Ajoie (19.45). – Vierte Runde: Freitag, 11. März: Martigny - Rapperswil-Jona (19.45). Ajoie - Olten (20.00). – Ev. fünfte Runde: Sonntag, 13. März: Rapperswil-Jona - Martigny (18.15). Olten - Ajoie (18.15). – Ev. sechste Runde: Dienstag, 15. März: Martigny - Rapperswil-Jona (19.45). Ajoie - Olten (20.00). – Ev. siebte Runde: Freitag 18. März: Rapperswil-Jona - Martigny (19.45). Olten - Ajoie (19.45). 

Nach dem Sieg in der «Belle» über Visp war aufseiten des EHC Olten vor allem eines zu spüren: Erleichterung. Bei den Fans, welche die Mannschaft während des Spiels hervorragend unterstützt und danach gebührend von der Spielfläche verabschiedet hatten, aber auch bei den Spielern. Man habe sich in der Garderobe nur kurz gefreut, dafür richtig, sagt Stefan Hürlimann. «Danach richteten wir den Fokus bereits auf die nächste Serie», so der 30-jährige EHCO-Captain. Und: «Wir haben höhere Ziele als den Viertelfinal.»

Das soll nicht despektierlich gegenüber dem ersten Gegner in dieser Playoff-Kampagne tönen, denn die Visper hätten «extrem gekämpft, das Maximum aus der Saison herausgeholt», sagt Hürlimann, «sie können in die Ferien im Wissen, in den Playoffs alles gegeben zu haben.»  

Olten im Hockeyfieber
Vielmehr spiegelt die Aussage die allgemeine Erwartungshaltung, ja Begeisterung im und um den Verein, welche der EHCO-Stürmer auch am gestrigen, trainingsfreien Mittwoch zu spüren bekam. So sei er beim Einkaufen im nahen Einkaufszentrum immer wieder hängengeblieben, durfte Gratulationen entgegennehmen und Auskunft geben, wie es denn jetzt weitergehe.

Von einem richtigen Abschalten nach einer in jeder Beziehung intensiven Serie gegen Visp also keine Spur. «Es ist schön, zu sehen, dass sich in Olten derart viele Leute für den EHCO interessieren», geniesst Hürlimann das grassierende Hockeyfieber in der Dreitannenstadt. «All diese Leute möchte man natürlich auf keinen Fall enttäuschen.» Einzig Sohnemann Maxim, welcher seinen Papa beim Shoppen begleitete, wurde es mit der Zeit ein bisschen zu viel und er erkundigte sich, wann es denn endlich weiter gehe, erzählt sein Vater lachend. 

Publikum als Rückhalt
Dabei ist der 6-Jährige bereits fester Bestandteil der Oltner Fangemeinde. «Maxim ist immer sehr beeindruckt, wenn er im Stadion ist, und selbst zu Hause gibt er den EHCO-Fangesang zum Besten. Das ist wirklich mega ‹härzig›.» Einen entscheidenden Rückhalt habe man am Dienstag aber auch vonseiten des Publikums genossen, betont Stefan Hürlimann. «Das war absolute Klasse. Als wir begannen, ein bisschen mit uns zu hadern, wurden wir von den Rängen unterstützt – das hat uns extrem getragen und es ermöglichte uns, das Spiel diskussionslos zu gewinnen.» 

Dass die Serie gegen die zähen Walliser ein gutes Ende nehmen würde, daran habe man keinen Moment gezweifelt. Natürlich sei vor dem siebten Viertelfinalspiel, in welchem grundsätzlich alles passieren kann, eine gewisse Anspannung spürbar gewesen. «Andererseits wussten wir immer um unsere Qualitäten, und wir sind in den Playoffs wirklich gut aufgetreten – abgesehen von der Chancenauswertung. Da zeigten wir zuweilen Nerven», sagt Stefan Hürlimann.

Dass man bereits in den Viertelfinals über die volle Distanz musste, erachtet Hürlimann eher als Vorteil. «Visp hat uns unsere Schwächen aufzeigen können, das müssen wir jetzt ausnützen. Es soll uns auch ein wenig ein Warnschuss sein, zu sehen, dass wir gegen ein Visp verwundbar sind, wenn die Einstellung nicht hundert Prozent stimmt», sagt er. Deshalb ist für ihn klar: «Die Jungs müssen gegen Ajoie zu Kriegern werden. Gegen ein so starkes Ajoie können wir nicht nur ‹töggelen›.» (von Michael Forster)

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