Mittwoch, 20. September 2017

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Dem Gegner auf die Füsse stehen


Am Dienstag (19.45 Uhr) steht der dritte Akt im Playoff-Halbfinal zwischen dem EHC Olten und dem HC Ajoie an. Philipp Wüst weiss, was im Vergleich zur sonntäglichen Niederlage angepasst werden muss.

 

BILDER
Für Philipp Wüst gehörte am Sonntag die mangelnde Chancenauswertung zu den grössten Defiziten im Oltner Spiel. (Bild: André Grossenbacher)

Nationalliga B, Playoff-Halbfinal (best-of-7):
Zweite Runde: Ajoie - Olten 2:1 (2:1, 0:0, 0:0); Stand: 1:1. Martigny - Rapperswil-Jona 0:1 (0:1, 0:0, 0:0); Stand: 0:2.
Dritte Runde: Dienstag, 8. März, 19.45 Uhr: Olten - Ajoie. Rapperswil-Jona - Martigny. 

In spielerischer Hinsicht liegt die Krux beim EHC Olten momentan im ersten Drittel. Wie schon am Freitag in der ersten Playoff-Halbfinalpartie bekundeten die Oltner auch am Sonntag auswärts in der Ajoie grosse Mühe, um ins Spiel zu finden. Risikopässe in die Mitte, ungenaue Zuspiele und fehlendes Tempo waren Indikatoren dafür. Im Gegensatz zum Freitag, als die Partie ins Penaltyschiessen ging, war dieses Mal das erste Drittel entscheidend. Denn mit dem 2:1 für Ajoie nach 20 Minuten stand sogleich das Schlussresultat fest, wie sich später herausstellen sollte.

«Ajoie ist wiederum sehr aggressiv ins Spiel gestartet und ausserdem war im ersten Drittel unsere Chancenauswertung mangelhaft», konstatierte Philipp Wüst nach dem Spiel selbstkritisch. Die mangelnde Effizienz sollte sodann über das ganze Spiel hinweg ein Thema bleiben. «Wir kreierten zwar sehr gute Chancen, aber irgendwie fehlte das letzte Quäntchen, um einen Torerfolg erzwingen zu können. Wir hätten dem Torhüter noch mehr die Sicht nehmen, sowie auf Abpraller spekulieren müssen», führt Wüst seine Spielanalyse aus.

Damit aber noch nicht genug. Neben den bereits angesprochenen Punkten kritisiert die Nummer 32 des EHCO auch die mangelnde Passqualität. «Die Pässe waren teilweise zu unpräzise, womit wir uns selber das Tempo nahmen.» Diese Analyse zeigt auf, dass es um Details geht, die bis und mit Dienstag behoben werden müssen. Philipp Wüst zerbricht sich auf jeden Fall wegen dieser einen Niederlage nicht den Kopf: «Wir haben uns darauf eingestellt, dass es gegen dieses Ajoie über sieben Spiele gehen könnte. Egal wie viele Spiele es am Schluss werden, wir sind bereit.»

Von den Fans gepuscht
So beunruhigt Philipp Wüst auch nicht, dass Ajoie in den laufenden Playoffs bisher im Schnitt keine zwei Tore pro Spiel zuliess. Über so etwas zerbreche er sich den Kopf nicht. «Wir haben eine sehr starke Offensive, von welcher jeder Spieler Tore schiessen kann», ist der EHCO-Stürmer überzeugt. Diese Offensive kann durch das Heimpublikum möglicherweise noch ein wenig gepuscht werden. «Wir haben geniale Fans, die uns zum Sieg peitschen. Das hilft natürlich enorm», ist Wüst überzeugt.

Allerdings können auch die Fans ein Ajoie-Trio nicht stoppen – nämlich die drei Stürmer Jonathan Hazen, Philip-Michaël Devos und Steven Barras. Der HCA ist zwar nicht nur von diesen drei Topstürmern abhängig, aber diese drei Spieler zeichnen gleichwohl im Normalfall für die Entscheidung verantwortlich.

Toplinie neutralisieren
Sie stehen daher auch entsprechend oft im Einsatz. Wie bereits im ersten Halbfinalspiel bekundeten die Oltner im zweiten Akt einige Probleme mit diesem infernalen Trio. «Ich denke, wir müssen noch ein wenig näher bei ihnen stehen und die Checks gegen sie fertig machen. Vielleicht müssen wir ihnen ausserdem auch einmal auf die Füsse stehen», meint Philipp Wüst vielsagend.

Mit dieser Aussage ist augenscheinlich, dass es entscheidend sein wird, Ajoies Toplinie noch stärker neutralisieren zu können. Das sonntägliche 2:0 durch Jonathan Hazen hat nämlich gezeigt, wie wenig Platz diese Topspieler benötigen, um das Optimum aus einer Chance herauszuholen. Das soll sich am Dienstagabend in Spiel drei nicht wiederholen, wollen die Oltner den Heimvorteil wahren. (von Andreas Hagmann)

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