Dienstag, 28. März 2017

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Zwischen Risiko und Respekt


«Die Spieler sind keinesfalls müde», sagt Heikki Leime, trotz der starken Belastung der letzten Tage. Und wer weiss: Vielleicht kann der EHCO-Trainer im dritten Playoff-Halbfinalspiel am Dienstag (19.45 Uhr) gegen Ajoie gar wieder aus dem Vollen schöpfen.

BILDER
Gegen Ajoie entwickelte sich für den EHC Olten bislang die erwartet umkämpfte Playoff-Halbfinalserie. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Nationalliga B, Playoff-Halbfinal (best-of-7):
Zweite Runde: Ajoie - Olten 2:1 (2:1, 0:0, 0:0); Stand: 1:1. Martigny - Rapperswil-Jona 0:1 (0:1, 0:0, 0:0); Stand: 0:2.
Dritte Runde: Dienstag, 8. März, 19.45 Uhr: Olten - Ajoie. Rapperswil-Jona - Martigny. 

Die Meinungen nach dem zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen den HC Ajoie waren schnell gemacht. Die Jurassier waren auf dem eigenen Eis die aktivere Mannschaft, welche mehr gelaufen ist, mehr fürs Spiel gemacht und deshalb verdient gewonnen hat.

Auch Heikki Leime, Trainer des EHC Olten, anerkannte am Tag nach dem 1:1-Ausgleich in der Serie die Überlegenheit des Gegners. «Wir haben uns heute Morgen die Bilder noch einmal angeschaut: Es war tatsächlich kein berauschendes Spiel von uns», zog der Finne ein nüchternes Fazit, um doch noch positive Aspekte nachzureichen. «Trotz des 0:2-Rückstands blieben wir dran und hatten genügend Chancen für eine Rückkehr.» Man müsse jetzt ganz einfach diesen «letzten Schritt», welchen ein erfolgreicher Playoff-Auftritt erfordert, wieder machen. 

Besser als Visp
Ganz allgemein haben den EHCO-Coach die ersten beiden Auftritte gegen Ajoie in seiner Meinung bestätigt, dass mit Ajoie eine ganz starke Mannschaft auf der anderen Seite steht – eine bessere auch, als der EHC Visp in der Runde zuvor. Ein Grund dafür sind die Verstärkungen aus der Nationalliga A: Mit Goalie Gauthier Descloux, Verteidiger Anthony Rouiller und Stürmer Stanislav Horansky haben die Jurassier auf allen Positionen entscheidend zugelegt.

Zumindest in diesem Bereich haben sie gegenüber dem EHC Olten die Nase vorn. Keiner der kurzfristigen Zuzüge (Eric Beaudoin, Luca Homberger und Florian Schmuckli) konnte bislang, aus ganz unterschiedlichen Gründen, entscheidend Einfluss nehmen auf das Spiel des Qualifikationsdritten. 

So hat Leime auch kaum Spielraum für Veränderungen. Selbst wenn er einen Wechsel vornehmen wollte, sei es aus Verletzungsgründen oder auch nur, um gewissen Spielern eine Verschnaufpause zu gönnen, er hätte auf der Bank kaum Alternativen – Ersatz-Ausländer Eric Beaudoin war am Montag zudem nicht einmal im Training.

Strapazen sind zu spüren
Allerdings gibt es im Moment aus Sicht des Trainers auch keinen Grund für unerzwungene Umstellungen. «Ich glaube nicht, dass die Spieler müde sind», so Leime zur Tatsache, dass so langsam aber sicher die Strapazen der langen Serie gegen Visp und des sehr umkämpften Auftakts gegen Ajoie zu spüren sind. «Im Gegenteil, wir haben während der ganzen Saison sehr gut trainiert, die Spieler haben sich auch am Sonntag bis zuletzt gut bewegt.» Sollte die Serie auf diesem Intensitäts-Level weitergeführt werden, so könne, räumt Leime ein, der Fitness aber tatsächlich eine entscheidende Rolle zukommen.

Ein anderer Schlüssel zum Erfolg wird sein, schlau zu spielen. «Play smart», nennt es Heikki Leime, gegen Ajoie etwas zu probieren und kreieren, immer jedoch mit einer Art Risikoabwägung im Hinterkopf. Respekt vor dem Gegner ja, aber mehr nicht. Man könne gegen Ajoie kein Sicherheitshockey spielen, weiss Leime genau, sondern wolle selber etwas probieren.

Truttmann mit Comeback?
Die Möglichkeiten dazu sind im Team des EHC Olten mit Sicherheit vorhanden. Umso mehr, als dass Marco Truttmann vor seinem zweiten Playoff-Comeback steht. «Ich hoffe doch, dass er spielt», sagte Heikki Leime und grinste vielsagend. Entschieden über einen Einsatz werde aber erst amDienstag.

Zumindest lief «Trutti» im Montags-Training wieder auf und machte an der Seite von Justin Feser und Shayne Wiebe einen absolut fitten Eindruck. Wie verheerend sich ein Einsatz des Offensivkünstlers für den Gegner auswirken kann, musste Visp in Spiel 7 vor einer Woche erfahren, als Marco Truttmann an der Seite von Justin Feser mit vier Punkten zum Matchwinner avancierte. Lassen es die Schmerzen im Fuss auch nur halbwegs zu, ist im so wichtigen Halbfinal Nummer drei mit ihm zu rechnen. (von Michael Forster)

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