Sonntag, 26. März 2017

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Zurück zur Heimmacht


Am Sonntag (18.15 Uhr) kommt es zum fünften Playoff-Halbfinalduell zwischen dem EHC Olten und dem HC Ajoie.

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Der EHC Olten will noch lange nicht zum letzten Mal gejubelt haben. (Bild: André Grossenbacher)

Beginnen wir mit einer Floskel, zu welcher in dieser Serie schon oft gegriffen wurde: es hat niemand behauptet, dass das Halbfinal-Duell gegen den HC Ajoie für den EHC Olten ein Spaziergang wird. Gleichwohl stellten sich die Oltner den Start in die Serie ein wenig anders vor. Insbesondere, dass der EHCO den Heimvorteil derart leichtfertig Preis gab, kam trotz den starken Auftritten der Jurassier überraschend.

So war dann das Spiel am Dienstag Oltens bisher schlechteste Darbietung in den laufenden Playoffs. Da wollten auch die EHCO-Akteure nichts schönreden. «Ajoie hat schlichtweg besser gespielt und wir hatten Mühe mit unserem Spielaufbau, was normalerweise unsere Stärke ist», analysierte Verteidiger Romano Pargätzi.

Es braucht vier Siege
Ein zweites derartiges Heimspiel soll es am Sonntag (18.15 Uhr) garantiert nicht geben. Gleichwohl sei es Sport, und Niederlagen gehörten dazu, meint Captain Stefan Hürlimann. Eine Serie ist bekanntlich erst entschieden, wenn eine Mannschaft vier Siege errungen hat – um sogleich die nächste Eishockeyfloskel zu bemühen.

Dieser Ausspruch ist allerdings mehr als nur eine Floskel. Schliesslich kommt es nicht selten vor, dass Serien noch gedreht werden können, egal wie stark die eine Mannschaft in Bedrängnis ist. Das hat beispielsweise Rapperswil im Viertelfinal gezeigt, als die St. Galler mit dem Rücken zur Wand standen und trotz eines 1:3-Rückstands gegen Thurgau in der Serie später noch ins Halbfinal vorstiessen. 

Etwas Neues im Powerplay
Klar ist aber: will man vor dem eigenen Publikum wieder überzeugen, bedarf es einigen Anpassungen im eigenen Spiel. Dazu gehört unter anderem das Überzahlspiel, das am Dienstag in keinster Weise funktionierte. Stefan Hürlimann bestätigt dies mit seiner Aussage, dass man im Powerplay etwas Neues versuchen müsse, um erfolgreich sein zu können.

Eine andere Anpassung ist im Spielcharakter selber zu finden, nämlich wieder aggressiver und direkter zu spielen. Etwas, was man sich bereits am letzten Dienstag vorgenommen habe, so EHCO-Verteidiger Reto Kobach.

Was im Weiteren auffällt ist, dass der EHC Olten bei seinen bisherigen zwei Heimspielen jeweils in den Startminuten in Rückstand geriet. Das sei gegen ein defensiv gut organisiertes Ajoie äusserst schmerzhaft und muss am Sonntag unbedingt verhindert werden, sagt Reto Kobach. Trotz argen Problemen gegen die aggressiv und kompakt auftretenden Jurassier will der erfahrene EHCO-Verteidiger positiv bleiben. «Jeder weiss, dass er besser spielen kann», so Kobach und fügt an: «In den Playoffs braucht es wenig, um das Glück wieder auf die eigene Seite zu bringen.» Es liegt nun an den Oltnern, dieses Glück in Spiel fünf wieder für sich zu pachten. (von Andreas Hagmann)

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