Samstag, 25. März 2017

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Das verflixte sechste Spiel


Oltens Gegner Ajoie zeigte mit einem 3:2 im Rücken auf eigenem Eis oft Nerven. 

BILDER
Einen Zacken zugelegt: Endlich bekamen die Ajoulots (wie hier Stefan Mäder) die gesunde Oltner Härte zu spüren. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Nationalliga B, Playoff-Halbfinals (best-of-7):
Sechste Runde: Dienstag, 15. März: Ajoie - Olten (20 Uhr); Stand: 3:2. 

«Muusfalle» überträgt live
Mindestens drei Cars werden am Dienstagabend in die Ajoie fahren. Anmeldungen werden auf dem EHCO-Sekretariat gerne weiterhin entgegengenommen. Logischerweise ist es aber nicht allen möglich in die Ajoie zu fahren. Daher hat der EHCO für diejenigen ein Alternativangebot: Das Stadionrestaurant «Muusfalle» öffnet seine Türen und überträgt das sechste Playoff-Halbfinalspiel zwischen dem HC Ajoie und dem EHC Olten live auf seinen Bildschirmen. Nach der Arbeit kann man also gemütlich ins Stadionrestaurant schlendern, etwas Essen und gemeinsam mit anderen EHCO-Fans am Bildschirm mitfiebern. (PD)

Die Meinungen nach dem 4:2-Sieg des EHC Olten vom Sonntag im fünften Playoff-Halbfinalspiel waren einhellig: Genau so muss man dem HC Ajoie begegnen, mit einem einfachen und sicheren Spiel aus der eigenen Zone, vor allem aber muss man physisch dagegenhalten. Anstatt eines aufwendigen, wenngleich sauberen Aufbaus in Richtung gegnerische Zone suchten die Oltner viel mehr den direkten Weg nach vorne. Und fand endlich ein Mittel gegen die Linie mit Jonathan Hazen, Michael-Philip Devos und Steven Barras. 

Cyrille Scherwey, der als einer der Gewinner aus dem Trainerwechsel hervorgegangen und als 13. Stürmer in die Linie mit Cédric Schneuwly und Remo Hirt vorgerückt ist, sagt: «Wir hätten von Anfang an genau so auftreten müssen gegen sie.» Bei 14 von 16 Treffern hatte die Paradelinie der Jurassier zuvor den Stock im Spiel; am Sonntag blieben sie zwar nicht ganz ohne Wirkung, dafür zumindest ohne Punkt. 

Scherwey glaubt nicht, dass Ajoie-Trainer Gary Sheehan gross etwas ändern wird im Hinblick auf das sechste Spiel (Dienstag, 20 Uhr). «Sie werden wohl ziemlich ähnlich auftreten, wir aber auch. Das wird ein interessanter Vergleich.»

Zufrieden mit Umstellungen
EHCO-Coach Eric Beaudoin wollte sich indes noch nicht in die Karten blicken lassen. Er sei mit dem Resultat, nach den vielen Umstellungen über alle vier Linien, doch sehr zufrieden. «Wir sind dem Spiel, welches wir sehen wollen, sicher einen Schritt näher gekommen», so der 35-jährige Kanadier, «aber natürlich haben wir auch noch Verbesserungspotenzial.» 

«Never change a winning team» also? Wer weiss. Die Tatsache, dass Remo Meister gestern wieder mittrainierte und am Ende der rund halbstündigen Trainingseinheit noch ein paar Spurtübungen zu absolvieren hatte, lässt darauf schliessen, dass der Oltner heute nach überstandener Krankheit wieder zur Verfügung steht. Die nächsten vier Partien nicht im Aufgebot steht hingegen Chris Bagnoud. Der Verteidiger erhielt nach seinem Check gegen den Kopf von Steven Barras vom Verband fünf Spielsperren aufgebrummt. 

Kürzere Intensität
Der Augenschein im Training brachte weiter die Erkenntnis, dass das Duo Beaudoin/Kölliker, in welchem der Kanadier klar den Lead hat, doch ein wenig anders zu Werke geht als die Vorgänger Leime/Stecher. Während Letztere in den Übungen lange Wege laufen liessen und mit viel Tempo den Abschluss suchten, war am Montag die richtig intensive Phase deutlich kürzer.

Zudem war das Training freiwillig, weshalb eine ganze Reihe von vor allem erfahrenen Spielern auf den Eiskontakt verzichteten und die Physiotherapie oder eine Einheit im Kraftraum vorzogen. «In dieser entscheidenden Phase den Spielern diesbezüglich mehr Freiheiten zu geben, finde ich wichtig», sieht Cyrille Scherwey in der neuen Ausrichtung Vorteile. «Vor allem für die Spieler, welche in der letzten Zeit forciert worden sind, ist es wichtig, dass sie in den Trainings nicht zu viel Kraft investieren müssen.» 

Nach dem starken EHCO-Auftritt am Sonntag ist auch klar, dass Ajoie am Dienstag deutlich mehr Druck verspüren dürfte als in den bisherigen Partien. Verstärkt wird das durch die Playoff-Vergangenheit des Qualifikationsfünften. Abgesehen vom diesjährigen Viertelfinal gegen La Chaux-de-Fonds gab der HC Ajoie zwischen 2010 und 2012 dreimal in Folge in den Viertelfinals auf eigenem Eis einen 3:2-Vorsprung in der Serie preis, und immer bedeutete danach Spiel 7 das Saisonende. (von Michael Forster)

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