Freitag, 28. April 2017

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Die durchzogene Saisonbilanz hinterlässt auch in der Einzelkritik der EHCO-Spieler ihren Spuren: Mittelmass ist Trumpf.

BILDER
Auch den eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden: Die enttäuschten EHCO-Spieler nach dem Ausscheiden aus den Playoff-Halbfinals gegen Ajoie. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Matthias Mischler (25): Torhüter. 42 Spiele, 1274 Schüsse aufs Tor, 119 Gegentore, Fangquote 90,65 Prozent. Die Nummer 1 strahlte während der ganzen Saison nicht immer die nötige Ruhe aus und konnte sich am Ende nicht mehr steigern. – Note: 4.

Kevin Huber (22): Torhüter. 16 Spiele, 500 Schüsse aufs Tor, 36 Gegentore, Fangquote 92,80 Prozent. Überzeugte meistens, wenn er Gelegenheit dazu erhielt. Hatte wenig gefährliche Abpraller und agierte sehr unaufgeregt. – Note: 5.

Reto Kobach (35): Verteidiger. 56 Spiele, 8 Tore, 11 Assists, 19 Punkte, 28 Strafminuten, +11-Statistik. Hielt, was man sich von ihm versprach. Physisch der beste Oltner, sehr abgeklärt, ging dorthin, wo es wehtut. Im Powerplay der so wichtige Mann im Slot. – Note: 5.

Simon Schnyder (28): Verteidiger. 56 Spiele, 2 Tore, 8 Assists, 10 Punkte, 16 Strafminuten, +15-Statistik. Das defensive Gewissen des EHCO, in Unterzahl gewohnt eine Wucht. Fiel allgemein nicht gross auf, was für einen Verteidiger ein gutes Zeugnis bedeutet. – Note: 5.

Fabian Ganz (26): Verteidiger. 55 Spiele, 10 Tore, 43 Assists, 53 Punkte, 46 Strafminuten, +22-Statistik. Sein bekannt gewordener Abgang sorgte ebenso für Wirbel, wie seine Offensivstärke. Leistete sich in der Defensive aber auch relativ viele Fehler. – Note: 5.

Remo Meister (29): Verteidiger. 57 Spiele, 1 Tor, 13 Assists, 14 Punkte, 30 Strafminuten, +11-Statistik. Machte in der Defensive einen guten Job und fiel nie gross ab – aber auch nicht auf. – Note: 4,5.

Chris Bagnoud (24): Verteidiger. 52 Spiele, 7 Tore, 11 Assists, 18 Punkte, 117 Strafminuten, +4-Statistik. Es war nicht unbedingt seine Saison. Machte aus seinen physischen Vorzügen zu wenig und muss, nach dem Foul an Barras, noch dreimal zuschauen. – Note: 4,5.

Sami El Assaoui (24): Verteidiger. 50 Spiele, 3 Tore, 16 Assists, 19 Punkte, 46 Strafminuten, –2-Statistik. Bei keinem anderen liegen Genie und Wahnsinn so nahe beisammen. Dank seinen Emotionen extrem wichtig, trug aber an vielen Gegentreffern eine Mitschuld. – Note: 4.

Cyrill Aeschlimann (32): Verteidiger. 37 Spiele, 1 Tor, 5 Assists, 6 Punkte, 4 Strafminuten, +6-Statistik. Er hatte schon mehr Einfluss im Spiel nach vorne; das beweist auch seine Statistik. Liess das nötige Durchsetzungsvermögen vermissen. – Note: 4.

Romano Pargätzi (28): Verteidiger. 56 Spiele, 1 Tor, 14 Assists, 15 Punkte, 44 Strafminuten, +25-Statistik. Nicht fehlerlos, aber nahezu. Konnte seine Qualitäten im Spiel nach vorne leider viel zu wenig ausspielen. Doch wenn er es tat, sorgte er stets für Unruhe. – Note: 5,5.

Jonathan Ast (21): Verteidiger. 27 Spiele, 1 Tor, 5 Assists, 6 Punkte, 12 Strafminuten, –2-Statistik. Sein Trumpf wäre sein guter Schuss. Aber weil er, trotz grossen Fortschritten, für die NLB noch immer viel zu langsam ist, kam er kaum zu Einsätzen. – Note: 3,5.

Martin Wüthrich (33): Angreifer. 57 Spiele, 6 Tore, 10 Assists, 16 Punkte, 4 Strafminuten, +5-Statistik. Sehr solid, ein Mitläufer (im positiven Sinn). Macht in einer Partie selten den Unterschied aus, und doch gelang ihm genau das in dieser Saison zwei Mal. – Note: 4.

Ueli Huber (20): Angreifer. 24 Spiele, 3 Tore, 1 Assist, 4 Punkte, 2 Strafminuten, –4-Statistik. Der klassische Goalgetter, konnte dies aber viel zu wenig unter Beweis stellen. Ein Versprechen für die Zukunft, muss körperlich aber noch zulegen. – Note: 4,5.

Cédric Schneuwly (23): Angreifer. 58 Spiele, 14 Tore, 21 Assists, 35 Punkte, 28 Strafminuten, +13-Statistik. Trotz 14 Treffern noch zu wenig effizient. Stark als Motivator und führend im Trash-Talk, macht aber noch zu wenig aus seinen (physischen) Möglichkeiten. – Note: 4,5.

Stefan Hürlimann (31): Angreifer. 53 Spiele, 14 Tore, 16 Assists, 30 Punkte, 30 Strafminuten, +11-Statistik. Der Captain trat auch als solcher auf. Hatte in ständig wechselnden Linien ein paar ganz starke Auftritte, blieb aber noch unter seinen Möglichkeiten. – Note: 4,5.

Shayne Wiebe (26): Angreifer. 52 Spiele, 19 Tore, 21 Assists, 40 Punkte, 52 Strafminuten, +7-Statistik. Wirkte phasenweise wie ein Fremdkörper im Oltner Spiel. Unerklärbar viele technische Probleme, dazu glücklos. Für einen Ausländer nicht genügend. – Note: 3,5.

Justin Feser (23): Angreifer. 58 Spiele, 25 Tore, 38 Assists, 63 Punkte, 37 Strafminuten, +19-Statistik. Noch zu wenig kaltblütig im Abschluss. Ansonsten der grosse und starke Allrounder. Nach überragenden Viertelfinals ging ihm gegen Ajoie der Sprit aus. – Note: 5,5.

Philipp Wüst (29): Angreifer. 58 Spiele, 14 Tore, 17 Assists, 31 Punkte, 20 Strafminuten, +23-Statistik. Der Chancentod höchstpersönlich. Gegen seinen Speed ist in der NLB kein Kraut gewachsen; aber so richtig auf Touren ist er dennoch nicht gekommen. – Note: 4,5.

Remo Hirt (30): Angreifer. 57 Spiele, 18 Tore, 29 Assists, 47 Punkte, 30 Strafminuten, +7-Statistik. In den Ecken noch immer der beste Oltner. Konstant auf hohem Niveau, konnte es mit Fortdauer der Playoffs allerdings nicht mehr ganz halten. – Note: 4,5.

Matteo Romanenghi (20): Angreifer. 26 Spiele, 8 Tore, 8 Assists, 16 Punkte, 22 Strafminuten, +11-Statistik. Brauchte nur kurze Zeit, um sich in die ersten zwei Angriffslinien zu spielen. Vielversprechende Ansätze, mit 20 aber noch eine Spur zu wenig robust. – Note: 5.

Giacomo Dal Pian (22): Angreifer. 26 Spiele, 4 Tore, 2 Assists, 6 Punkte, 2 Strafminuten, –2-Statistik. Brauchte relativ lange, bis er sich in Olten zurechtfand. Und als er es endlich schaffte, wurde er vom HC Lugano, via Spengler-Cup, zurückbeordert. – Note: 4,5.

Diego Schwarzenbach (28): Angreifer. 42 Spiele, 7 Tore, 23 Assists, 30 Punkte, 36 Strafminuten, +4-Statistik. Hatte in den Viertelfinals seine beste Phase. Ansonsten blieb das ewige Talent in dieser Saison ganz klar hinter seinen Erwartungen zurück. – Note: 4.

Paolo Morini (21): Angreifer. 10 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, 1 Punkt, 0 Strafminuten, –1-Statistik. Erhielt praktisch keine Gelegenheit, sich zu präsentieren. Hat eine gute (gerade auch Schuss-)Technik und spielt für seine Grösse ziemlich robust. – Note: keine.

Cyrille Scherwey (27): Angreifer. 55 Spiele, 6 Tore, 4 Assists, 10 Punkte, 32 Strafminuten, +4-Statistik. Lange Zeit in der 4. Linie ein bisschen versauert, zeigte er in den Playoffs ganz gute Ansätze. Vergibt aber noch zu viele Chancen. – Note: 4,5.

Marco Truttmann (31): Angreifer. 44 Spiele, 24 Tore, 27 Assists, 51 Punkte, 32 Strafminuten, +21-Statistik. Was er kann, zeigte er Mitte Qualifikation mit zwei Punkten pro Spiel. Nach überstandenem Fussbruch spielte er im Halbfinal absolut keine Rolle mehr. – Note: 4,5.

Martin Ulmer (27): Angreifer. 53 Spiele, 14 Tore, 28 Assists, 42 Punkte, 6 Strafminuten, +2-Statistik. Zweifellos talentiert, aber viel zu puckverliebt. Damit macht er Trainer und Mitspieler halb wahnsinnig. Unsichtbar, wenns hart auf hart geht. – Note: 4.

Von Michael Forster und Marcel Kuchta.

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