Freitag, 24. März 2017

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Mäders kühler Kopf in der Hitze


Oltens NLB-Eishockeyaner revanchieren sich für die Auftaktniederlage und gewinnen in Langenthal mit 3:2.

BILDER
Oltens Stefan Mäder sorgte mit einem Doppelschlag für die Wende. (Bild: André Grossenbacher)

Langenthal - Olten 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)

Schoren. – 3020 Zuschauer. – SR: Müller, Altmann/ Gurtner. – Tore: 13. Schneuwly (Diem, Curtis/Ausschluss Pienitz) 0:1. 35. Tschannen (Campbell, Kelly/Ausschluss Hirt) 1:1. 41. Campbell (Kelly, Kämpf) 2:1. 46. Mäder (Gedig, Feser/Ausschluss Montandon) 2:2. 50. Mäder (Feser/Ausschluss Grieder!) 2:3. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Langenthal, 2-mal 2 Minuten gegen Olten.

Langenthal: Mathis; Rytz, Cadonau; Marti, Völlmin; Wolf, Pienitz; Weisskopf; Kämpf, Campbell, Kelly; Tschannen, Dünner, Montandon; Füglister, Hess, Kummer; Fröhlicher, Küng, Primeau; Trüssel.

Olten: Mischler; Grieder, Rouiller; Kobach, Gedig; Pargätzi, Meister; Schnyder, Ast; Hürlimann, Schneuwly, Hirt; Wüst, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Diem, Ulmer; Morini, Mäder, Huber.

Bemerkungen: Langenthal ohne Ahlström und Schüpbach (beide verletzt). Olten ohne Bagnoud (gesperrt), Bürki (verletzt) und Aeschlimann (überzählig). 57. Lattenschuss Diem.

Was für eine Schlussphase. Schon wieder, vermag man in der noch jungen Saison fast zu sagen. Doch dieses Mal mit dem glücklicheren Ausgang für den EHC Olten. Die Powermäuse revanchieren sich mit einem 3:2-Derbysieg in Langenthal für einen bitteren Saisonauftakt gegen Visp (1:2). Die Oltner bewiesen in der Schlussphase viel Kampfgeist, Cleverness und einen kühlen Kopf. Dieser war im deutlich über 20 Grad heissen Schoren mit 3060 Fans und einer Stimmung, die des Derbys würdig war, auch zwingend nötig. Während in der letzten Saison zwischen den beiden Teams aus fünf Derbys drei erst in der Verlängerung entschieden wurden, war wieder mit heissen letzten Minuten zu rechnen.

SCL braucht Angewöhnungszeit

Und das Spiel hatte nicht nur der spannenden Schlussminuten wegen verblüffende Ähnlichkeiten zum Startspiel. Olten startete wiederum mit einem offensiven Pressing ins zweite Spiel. Mit hochkarätigen Chancen von Schneuwly, Feser und Diem scheiterten die Gäste zu Beginn im Minutentakt an SCL-Torhüter Mathis, dessen Teamkollegen im Startdrittel noch nicht in der neuen Saison angekommen zu sein schienen. Den Oltnern schien es recht zu sein. Schliesslich war es Mittelstürmer Cédric Schneuwly, der in der 13. Minute nach einem langen, öffnenden Pass an die blaue Linie von Curtis Gedig via Ramon Diem die gesamte SCL-Defensive vernaschte und Mathis über dem Fanghandschuh erwischte.

Der SC Langenthal, der sein 70-Jahr-Jubiläum feierte und deshalb in einem Retro-Shirt antrat, fand immer besser ins Spiel. Nach einem offenen Schlagabtausch, einem Spiel auf Augenhöhe, schlichen sich bei den Oltnern immer mehr Unkonzentriertheiten ein, die in einer 2-Minuten-Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis gipfelten. Es war Langenthals Paradelinie um Captain Tschannen sowie Kelly und Campbell, die nach wenigen Sekunden im Powerplay Danke sagte – 1:1 (35.). Die Dreitannenstädter erholten sich bis zur 45. Minute nicht mehr davon. Zwischenzeitlich hatte Jeff Campbell den SCL mehr als verdient in Führung gebracht (41.).

Gedig von der blauen Linie

Doch dann kam die Zeit des EHCO-Sturms um Stefan Mäder und Justin Feser. Innerhalb von gut dreieinhalb Minuten sorgte Neuzuzug Mäder im Schlussdrittel mit einem Doppelschlag für die Wende. Erst lenkte er einen Schuss von Gedig in Überzahl vor dem Tor ab (46.). Vier Minuten später überstand der EHCO eine Strafe unbeschadet. Als Grieder von der Strafbank zurückkam, ergab sich eine 3:1-Situation, die Mäder auf einen herrlichen Querpass von Feser zur Wende ausnutzte.

In der hektischen Schlussphase verschafften sich schliesslich die Oltner mit einem Powerplay, verbunden mit einem Stockschlag von SCL-Verteidiger Cadonau, etwas Luft. In dieser war es Ramon Diem, der dem Derby vorzeitig einen Schlusspunkt hätte verschaffen können. Doch sein Abschluss landete an der Latte. Es reichte trotzdem.

Nach dem Spiel war die Erleichterung bei den Oltnern zu spüren. Doppeltorschütze Stefan Mäder zuckte auf die Frage, ob er den Lauf von der Ajoie mit nach Olten genommen habe, mit den Schultern. «Ich bin einfach froh, dass ich dem Team auf diesem Weg helfen kann. Ich hoffe, dass es in diesem Stil weitergeht», so Mäder, der selbst eine Viertelstunde nach dem Ende noch stark schwitzte, «das Spiel hat ungemein viel Kraft gekostet. Jetzt gilt es, uns gut zu erholen, damit wir am Montag ein gutes Training bestreiten und am Dienstag mit Vollgas angreifen können», sagte es und verschwand in der Garderobe unter die kühlende Dusche. (von Silvan Hartmann)

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