Dienstag, 28. März 2017

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Ein Start nach Mass


Vier Spiele, vier Tore: Neuzuzug Stefan Mäder schlägt in Olten ein und trifft nun am Dienstag (20 Uhr) auf seine Ex-Teamkollegen.

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Stürmer Stefan Mäder fühlt sich wohl im Dress des EHC Olten. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Als rund eine Stunde nach dem ersten Heimsieg der Saison gegen Rapperswil-Jona (4:2) das Licht im Kleinholz gedimmt wurde, da befand sich Stefan Mäder noch immer im Stadion. Der Oltner Neuzuzug unterhielt sich auf den Sitzplätzen mit Freunden, Lacher hallten durch das weite Rund. Stefan Mäder ist in Olten angekommen, das zeigt er insbesondere auf dem Eis: Vier Spiele, vier Tore. Der Emmentaler ist damit der beste EHCO-Torschütze.

Ein Start nach Mass? Stefan Mäder schmunzelt und sagt: «Ich bin sehr zufrieden.» Seine eindrückliche Bilanz nach den ersten vier Spielen habe ihn selber am meisten überrascht. «Es lief mir in den Testspielen überhaupt nicht gut. Umso mehr freut es mich, dass ich so gut in die Saison gestartet bin. So kann es weitergehen», sagt er, um sogleich das harmonierende Team in den Fokus zu stellen: «Wir sind noch auf der Suche nach der Konstanz, aber wir finden uns von Spiel zu Spiel besser. Wir müssen vor allem defensiv stabiler werden», sagt er. 

Viel Vetrauen vom Trainer
Seine Aussage dürfte auch als kleine Selbstkritik zu verstehen sein. Denn Mäder, der in Wangen an der Aare wohnt, wurde nicht nur fürs Toreschiessen verpflichtet, er soll als Center auch das Oltner Umstellungsspiel aus der Defensive in die Offensive verstärken. Dass sich der 26-jährige Stürmer trotzdem zu einem Knipser gemausert hat, begründet er damit, dass er von Trainer Maurizio Mansi mit viel Eiszeit in den Special-Teams – also im Überzahl- sowie Unterzahlspiel – betraut wird: «Es werden viele Strafen ausgesprochen. Die Schiedsrichter scheinen das Regelwerk zu Beginn der Saison konsequent umsetzen zu wollen. Ich komme daher zu vielen Abschlussmöglichkeiten», sagt Mäder, der drei seiner vier Tore im Powerplay schoss. 

Inmitten seines Hochs trifft er nun am Dienstag im Kleinholz (20 Uhr) auf seine ehemaligen Teamkollegen aus der Ajoie. «Das Aufwärmen, das Einspielen, sie alle wiederzusehen und gegen sie zu spielen, wird mit einem sehr speziellen Gefühl verbunden sein. Aber sobald das Spiel beginnt, gilt es, die drei Punkte zu holen», so Stefan Mäder. Hilfreich sei diesbezüglich bestimmt, dass man in der Vorbereitung schon gegeneinander gespielt habe. Jene Partie ging allerdings gleich mit 0:6 verloren.

Ein Exploit, der verbindet
Obwohl Stefan Mäder nicht mehr bei den Ajoulots spielt, bleibt er mit dem Klub stark verbunden. «Ich pflege nach wie vor zu einigen einen sehr engen Kontakt. Kürzlich war ich zur Hochzeit von Miguel Orlando eingeladen, und das Fest zum 30. Geburtstag von Jordane Hauert besuche ich ebenfalls», sagt Mäder. Die Zeit mit dem HC Ajoie scheint er nicht missen zu wollen. Kein Wunder: Was Mäder insbesondere in der vergangenen Saison mit den Ajoulots erlebte, schweisst zusammen. Die Pruntruter schossen sich völlig überraschend als Fünftplatzierter der Qualifikation zum NLB-Meistertitel, nachdem sie La Chaux-de-Fonds, Olten und Rapperswil-Jona ausgeschaltet hatten.

Stefan Mäder hatte einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Jurassier. Und dies, obwohl er sieben Runden vor Qualifikationsende die Speiche gebrochen hatte. Der ehemalige Langnau-Junior wurde schliesslich nach nur dreieinhalb Wochen Regeneration rechtzeitig zum Playoffstart wieder fit und avancierte zu einer grossen Teamstütze des späteren NLB-Meisters. 

Ziel NLA – mit Olten? 
Zu diesem Zeitpunkt war der Abschied aus Pruntrut nach vier Saisons und dem damit verbundenen Wechsel zum EHC Olten längst bekannt: «Die angestrebten Ziele, die moderne Infrastruktur und die professionellen Strukturen des Vereins waren für mich die Hauptgründe, eine neue Herausforderung anzunehmen und nach Olten zu wechseln», sagt er. 

Stefan Mäder, der mit 1,90 m und 97 kg die Idealmasse eines Eishockeyspielers aufweist, verfolgt im Kleinholz das Ziel Aufstieg fest entschlossen. «Die NLA ist und bleibt mein persönliches Ziel. Es ist mitunter ein Grund, warum ich diesen Schritt nach Olten gewagt habe und hier für drei Jahre unterschrieben habe. Ich hoffe, dass wir in den nächsten drei Jahren die Ligaqualifikation erreichen und damit zumindest die Chance erhalten, aufzusteigen», sagt er.

Das hochgesteckte Ziel traut er sich und seinen neuen Teamkollegen zu: «Die Chemie stimmt. Wir haben viele Spieler, die seit Jahren zusammenspielen und sich gut kennen. Ich habe das Gefühl, dass der Erfolg, den ich mit Ajoie feiern durfte, auch hier in Olten möglich ist.» (von Silvan Hartmann)

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