Dienstag, 28. März 2017

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Herz, Eier – aber noch zu wenig Kopf


Beim 3:2-Heimsieg des EHC Olten gegen den HC Ajoie macht Goalie Dominic Nyffeler beste Werbung in eigener Sache.

BILDER
Behielt den Durchblick: EHCO-GoalieDominic Nyffeler (rechts), im Vordergrund Romano Pargätzi. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Olten - Ajoie 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)
Kleinholz. – 3212 Zuschauer. – SR: Hebeisen/Urban (Cattaneo/Kehrli). – Tore: 14. Grieder (Mäder) 1:0. 15. Bozon (Fuhrer, Ryser) 1:1. 28. (27:01) Wüst (Truttmann, Feser/Auschlüsse Hauert und Devos) 2:1. 28. (27:51) Diem (Schwarzenbach, Ulmer/Ausschluss Devos) 3:1. 59. (58:36) Schmidt (Hauert/Ajoie mit sechs Feldspielern) 3:2. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten. 6-mal 2 Minuten gegen Ajoie.
Olten: Nyffeler; Pargätzi, Meister; Gedig, Aeschlimann; Grieder, Rouiller; Schnyder, Ast; Hürlimann, Schneuwly, Hirt; Wüst, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Diem, Ulmer; Morini, Mäder, Huber.
Ajoie: Waeber; Hauert, Ryser; Simon Barbero, Pouilly; Casserini, Orlando; Devesvre, Macquat; Schmidt, Devos, Hazen; Victor Barbero, Fuhrer, Mosimann; Bozon, Verret, Ranov; Impose, Frossard, Privet.
Bemerkungen: Olten ohne Bagnoud (gesperrt). 3. Pfostenschuss Huber. Ajoie von 58:08 bis 58:36 und ab 59:02 ohne Torhüter. 60. (59:28) Time-out Olten.

Resultate und Tabelle der Nationalliga B finden Sie hier.

Zum besten Spieler gewählt, von den Fans mit Sprechchören gefeiert und schliesslich noch im Platzinterview. Für Dominic Nyffeler endete der Arbeitstag in jeder Beziehung erfreulich. Mit seiner Mannschaft hatte er zuvor den amtierenden NLB-Meister Ajoie mit 3:2 in die Knie gezwungen. Massgeblich beteiligt am vierten Oltner Sieg im fünften Meisterschaftsspiel war der EHCO-Goalie, der auch während des finalen Ansturms der Jurassier die Ruhe selbst blieb. Im Gegensatz zu seinen Vorderleuten, die in den letzten Minuten noch einmal gehörig ins Schwimmen kamen. 

Entsprechend zwiespältig fiel die Bilanz von Oltens Headcoach Maurizio Mansi aus: «Ich bin zufrieden mit dem Sieg, auch wenn er nicht wirklich schön war. Aber wir haben einen Weg gefunden», sagte der Italo-Kanadier zur Darbietung seiner Mannschaft.» Gefallen hatten ihm vor allem die Special-Teams. Dem EHCO, der schon vor dem gestrigen Spiel eine Powerplay-Erfolgsbilanz von über 40 Prozent aufwies, gelang auch gegen Ajoie zwei wichtige Überzahltore. Die Treffer zum 2:1 durch Philipp Wüst und zum 3:1 durch Ramon Diem fielen in doppelter und einfacher Überzahl – und zwar innerhalb von 50 Sekunden. In eigener Unterzahl blieben die Oltner ebenfalls makellos und kamen bei drei gegnerischen Powerplays um einen Gegentreffer herum. 

Steigerungspotenzial vorhanden
Noch ist bei weitem nicht alles Gold, was glänzt beim EHC Olten. Aber mit vier Siegen aus den ersten fünf Meisterschaftsspielen liest sich die Bilanz des (nicht einfachen) Saisonstarts sehr gut. Maurizio Mansi ortet trotzdem noch einige Bereiche, in welchen sich seine Mannschaft steigern muss. Er findet dafür eine einfaches Formel: «Herz, Eier und Kopf. Diese drei Faktoren müssen stimmen. Der Einsatz stimmte. Wir spielten mit viel Herz und zeigten Eier. Aber wir müssen den Kopf noch mehr benutzen.»

Der Oltner Trainer war beispielsweise nicht zufrieden, wie sich seine Mannschaft gegen Ende des Spiels unnötig unter Druck setzen liess. «Wir müssen den Puck besser aus unserer Zone bringen, wenn wir unter Druck stehen. Wenn wir in Führung liegen, dann müssen wir uns intelligenter verhalten und nicht versuchen, uns irgendwie durchzumogeln. Wir gehen noch zu oft zu viel Risiko ein. Wir hatten auch gegen Ajoie Glück. Dominic hat uns ein paar mal gerettet», erklärte Mansi.

Rotation wird fortgesetzt
Nach dem starken Auftritt gegen Rapperswil-Jona zeigte sich Dominic Nyffeler gegen Ajoie also erneut von seiner besten Seite. Ist er damit auf dem besten Weg, dem letztjährigen Stammgoalie Matthias Mischler den Rang abzulaufen? Maurizio Mansi winkt ab. Er sagt, dass die Rotation im Oltner Tor wie geplant weitergehen wird.

Mansi unterstreicht seinen Plan mit folgender, bemerkenswerter Aussage: «Die Leistungen entscheiden nicht darüber, ob ein Goalie im nächsten Spiel zum Einsatz kommt. Die beiden werden sich abwechseln. Ich werde mich vermutlich erst in den Playoffs für eine klare Nummer eins entscheiden.» Klar ist: Wenn die Oltner weiter gewinnen, dann wird Mansi sein Rotationsprinzip bedenkenlos durchziehen können. (von Marcel Kuchta)

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