Mittwoch, 26. April 2017

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Zwei Verteidiger für einen offensiven Spitzenkampf


Mit dem HC La Chaux-de-Fonds kommt am Dienstag (20 Uhr) nicht nur der aktuelle NLB-Leader ins Kleinholz, sondern auch Fabian Ganz. Der Saisonstart des Ex-Oltners ist gelungen – genauso wie jener von Neo-Oltner Curtis Gedig.

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Brandgefährlich: EHCO-Verteidiger Curtis Gedig weiss nicht nur Tore zu verhindern, sondern auch welche zu schiessen. (Bild: Toppictures)

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Der HC La Chaux-de-Fonds ist wie der EHC Olten hervorragend in die NLB-Saison 2016/17 gestartet. Nach 60 Minuten mussten die Neuenburger bisher noch nie als Verlierer vom Eis, die Oltner erst einmal, zum Saisonauftakt gegen den EHC Visp. Die zwei Teams stellen ausserdem die produktivsten Offensivreihen der Liga. Der HCC schiesst im Schnitt über vier Tore pro Spiel, die Oltner immerhin 3,7.

Das hat hier wie da seinen Preis, leidet das defensive Spiel der beiden Mannschaften doch ein wenig unter dem ausgeprägten Offensivdrang: Beide Teams kassieren rund 2,5 Tore pro Spiel. «Wir müssen insbesondere in den eigenen Ecken unseren Körper mehr einsetzen. Ausserdem laufen wir die Gefahr, bei viel Verkehr vor dem eigenen Tor die Übersicht und Kontrolle zu verlieren. Daher haben wir im Hinblick auf das Spiel im Training unseren Fokus verstärkt auf das Defensivspiel gelegt», erklärt der kanadische EHCO-Verteidiger Curtis Gedig. 

Abwehr gefordert
Am Samstag hat man in Visp bereits gegen einen offensiv starken Gegner gespielt – und da wurden einige defensive Mängel ersichtlich, auch wenn diese am Ende nicht entscheidend waren. Der EHCO gewann bekanntlich 5:4 und kehrte mit drei Punkten heim. Gegen die beste Offensive der Liga wird sich Olten in der Abwehrarbeit allerdings steigern müssen. Zumal bei den Chaux-de-Fonniers nicht nur die Stürmer viele Skorerpunkte sammeln, sondern auch die Verteidiger.

Einer von ihnen ist in Olten ein alter Bekannter: Fabian Ganz. Der Offensivverteidiger macht bei La Chaux-de-Fonds dort weiter, wo er in Olten aufgehört hat. Das liest sich in der Statistik dann so: vier Tore und fünf Assists nach elf Spielen – Fabian Ganz läuft es bei den bislang so erfolgreichen Neuenburgern ausgezeichnet. «Wir haben viele gute Einzelspieler, überzeugen bisher aber in erster Linie als Kollektiv», fasst Ganz das sportliche Hoch seines Teams zusammen. Die letzten paar engen Partien hätten aber gezeigt, dass auch der HCC noch überall Optimierungsbedarf habe, so der Verteidiger.

Rückkehr als Gegner
Auf das Spitzenspiel freut sich der 26-jährige enorm. Schliesslich lief er vier Saisons für Grün-Weiss auf und bleibt wegen seinen Schüssen von der blauen Linie und seinen entscheidenden Pässen in bester Erinnerung. «Es wird für mich zu Beginn bestimmt ein wenig komisch sein, im Kleinholz für den Gegner aufzulaufen. Gleichzeitig freue ich mich, meine ehemaligen Teamkollegen wieder zu treffen», meint Ganz.

Geschenke wird er aller Vorfreude zum Trotz keine verteilen. «Wir wollen natürlich die drei Punkte mit nach Hause nehmen», sagt er und schmunzelt. Einfach werde das nicht. «Ich erwarte einen riesigen Fight», meint Fabian Ganz.

Gedig und die heikle Balance
Ganz wird natürlich versuchen, mit seinen Pässen und Schüssen das Spiel in die entsprechenden Bahnen zu leiten. Auf der anderen Seite, beim EHC Olten, ist es ebenfalls ein Verteidiger, der in offensiver Hinsicht für den Unterschied sorgen könnte: Topskorer Curtis Gedig. Seine Vorstösse werden je länger desto mehr zum Horroszenario für jeden Gegner. Wie er am Samstag gegen Visp die Scheibe in der eigenen Zone zurückeroberte und am Ende einer Passstaffette mit einer scheinbaren Leichtigkeit den Puck in den Netzhimmel jagte, war eine Augenweide.

Planbar seien solche Vorstösse allerdings nicht immer, erklärt Gedig: «Manchmal finde ich mehr Platz vor als gewohnt, das versuche ich dann auszunutzen. Es gibt aber auch Momente, da riskiere ich es einfach.» Das bedingt einer guten Abwägung zwischen offensivem Drang und defensiver Vernunft, was nicht immer einfach ist.

Diese Balance wird am Dienstag gegen La Chaux-de-Fonds mitentscheidend über Sieg und Niederlage sein. Dies gilt nicht nur für Curtis Gedig, sondern auch für sein «Pendant» beim Gegner, Fabian Ganz. Die beiden Offensivverteidiger werden auch in ihrem Defensivspiel arg gefordert sein. Und doch wäre es nicht überraschend, sollte heute ein Verteidiger für den offensiven Unterschied besorgt sein. (von Andreas Hagmann)

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