Freitag, 24. März 2017

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Der EHC Olten bezwingt Leader La Chaux-de-Fonds mit 4:3 nach Penaltyschiessen.

BILDER
Ueli Huber trifft nach einem Zuckerpass von EHCO-Torhüter Dominic Nyffeler zur 1:0-Führung und verwandelt danach auch den entscheidenden Penalty. (Bild: André Grossenbacher)

Olten - La Chaux-de-Fonds 4:3 n.P. (1:1, 0:2, 2:0, 1:0)

Kleinholz. – 3652 Zuschauer. – SR Clément, Gurtner/Küng. – Tore: 15. Huber (Nyffeler) 1:0. 20. (19:42) Muller (Burkhalter, Jaquet) 1:1. 25. Forget (Grezet, Ganz) 1:2. 38. Loichat (Muller, Hasani) 1:3. 50. Feser (Truttmann, Gedig/Ausschlüsse Loichat, Meunier) 2:3. 57. Wüst (Feser/Ausschluss Forget) 3:3. – Penaltyschiessen: Forget -, Feser -; Muller -, Mäder 1:0; Loichat -, Truttmann -; Burkhalter -, Huber 2:0. - Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten, 8-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds.

Olten: Nyffeler; Bagnoud, Rouiller; Kobach, Gedig; Meister, Schnyder; Sahli, Ast; Schwarzenbach, Diem, Ulmer; Wüst, Feser, Truttmann; Aeschlimann, Schneuwly, Hirt; Morini, Mäder, Huber.

La Chaux-de-Fonds: Giovannini; Eigenmann, Erb; Ganz, Jaquet; Stämpfli, Zubler; Grezet, Forget, Loichat; Bonnet, Burkhalter, Sterchi; Dubois, Meunier, Hostettler; Muller, Hasani, Leblanc.

Bemerkungen: Olten ohne Grieder, Hürlimann und Pargätzi (alle verletzt). La Chaux-de-Fonds ohne Hobi, Eriksson, Boehlen (alle verletzt), Vuilleumier, Hoffmann und Tschantz (1.-Liga-Einsätze).

Angriff ist die beste Verteidigung. Das besagt ein altes Sprichwort. Und an dieses scheinen sich Leader La Chaux-de-Fonds sowie Verfolger Olten in dieser Saison besonders halten zu wollen. Das belegt nicht zuletzt die Statistik: Die NLB-Topteams dürfen mit Fabian Ganz (HCC; 4 Tore, 5 Assists) und Curtis Gedig (EHCO; 4 Tore, 9 Assists) auf die punktemässig besten Verteidiger der Liga zählen. Es ist vorwegzunehmen: Das erwies sich auch gestern im Spitzenkampf als das richtige Rezept.

Nach dem Zuckerpass der Lapsus

Im Fokus standen zu Beginn der Partie jedoch andere: EHCO-Trainer Maurizio Mansi rotierte für das Spitzenspiel auf der Torhüterposition überraschend auf Dominic Nyffeler, nachdem Matthias Mischler vier überragende Spiele in Folge zeigte. Es war schlussendlich ein gelungener Entscheid. Und Nyffeler war es denn auch, der im Startdrittel für die grösste Unterhaltung sorgte: Nach einer Parade lancierte er mit einem langen Flippass umgehend EHCO-Stürmer Ueli Huber. Noch während der Angriffsauslösung wurde der EHCO-Torhüter vom Publikum für den Zuckerpass beklatscht. Dass danach der angespielte Huber noch seine Gegenspieler vernaschte und Olten in Führung schoss, stiess bei den 3652 Zuschauern erst recht auf grosse Bewunderung (15.).

Doch umso höher ist der Fall danach: Remo Meister verliert wenige Sekunden vor der ersten Pause im dümmsten Moment seinen Stock. Der EHCO-Verteidiger erhält von Stürmer Morini Ersatz, doch Chaux-de-Fonniers Devin Muller nutzt die dadurch entstandene defensive Unordnung der Oltner eiskalt zum Ausgleich aus.

In der 25. Minute bewies Oltens Topskorer Curtis Gedig, dass seine Vorstösse in die Offensive gegen ebenbürtige Gegner auch zur grössten Gefahr in der Defensive verkommen können: Der EHCO-Verteidiger stürzte als vorderster Mann. In der Folge half Stürmer Diego Schwarzenbach in der Defensive aus, doch Dominic Forget brachte die Neuenburger trotzdem erstmals in Führung. Ärgerlich war der Treffer insbesondere auch, weil Schlussmann Nyffeler den Puck unglücklich ins Tor kullern liess. Und schliesslich erhöhte Michael Loichat, in diesen Tagen mit B-Lizenz von Fribourg zu den Neuenburgern gestossen, auf 3:1 (38.).

Effizientes Powerplay

Wer zu diesem Zeitpunkt noch auf Olten wettete, dürfte sich im Kleinholz in Unterzahl befunden haben. Doch die Dreitannenstädter durften nicht nur auf einen gütigen Gegner, der im Schlussdrittel überaus viele Strafen nahm, zählen, sondern bewies einmal mehr viel Moral und Kampfgeist - und ein Klasse-Überzahlspiel, in diesen vor allem Gedig, Feser und Truttmann die Fäden zogen – und prompt bis drei Minuten vor Schluss ausgleichen konnten. Der HCC, wie gelähmt, konnte sich schliesslich gerade noch in die Verlängerung retten. Und auch in dieser hatten die Oltner die Überhand. Trotzdem musste das Penaltyschiessen entscheiden. In diesem war es wiederum Ueli Huber, der seine Teamkameraden für eine aufopfernde Schlussphase belohnte und damit auch gleich unterstrich: Angriff ist die beste Verteidigung. (von Silvan Hartmann)

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