Dienstag, 27. Juni 2017

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Spezialist fürs Tête-à-Tête


Dominic Nyffeler hat sich beim EHC Olten als veritabler Penalty-Spezialist entpuppt und kehrt in Weinfelden an seine alte Wirkungsstätte zurück.

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Torhüter Dominic Nyffeler hat zuletzt überzeugt. (Bild: zvg)

Manch ein EHCO-Anhänger hatte pessimistisch prognostiziert, die Torhüter-Diskussion würde auch in der neuen Saison wieder aufflammen. Matthias Mischler musste als einer der Sündenböcke hinhalten, als der EHC Olten nach dem Halbfinal-out die hochgesteckten Ansprüche nicht erfüllt hatte. Und die kritischen Stimmen verstummten nicht, nachdem Dominic Nyffeler vom kleinen Hockey Thurgau im Frühjahr als zweiter Torhüter vorgestellt worden war.

Doch nun scheinen gegen Ende Oktober hin die Sorgen vertrieben, die Harmonie zurück. Sowohl Mischler wie auch Nyffeler wurden nach überzeugenden Leistungen bereits vom Publikum zu einer Ehrenrunde aufgefordert. Zuletzt war Nyffeler im Spitzenspiel gegen La Chaux-de-Fonds neben Ueli Huber der Penaltyheld gewesen. «Penalty-Entscheidungen machen mir Spass – und in Dingen, die einem Freude bereiten, ist man immer ein wenig im Vorteil», so Nyffelers Kommentar zu seiner ausgeprägten Stärke im Tête-à-Tête mit Kontrahenten. Zwei Mal mussten die Dreitannenstädter bisher über die volle Distanz und beide Male stand Dominic Nyffeler im Tor. Die Bilanz vom EHCO-Neuzuzug: Kein einziger Penaltyschütze fand bisher bei insgesamt neun Versuchen einen Weg an Nyffeler vorbei. Mit 183 cm gehört Nyffeler unter den Torhütern nicht zu den Hünen. Doch heute, so sagt er, sei es beim schnellen Hockey gefragt, flink zu sein und möglichst wenig Abpraller zu haben. «Ich bin zufrieden mit meiner Grösse.»

Zweieinhalb Jahre verbrachte Nyffeler im Kanton Thurgau, ehe sein Agent den Wechsel zum EHC Olten einfädelte. Nun kehrt der gebürtige Zürcher mit den Dreitannenstädtern an seine alte Wirkungsstätte zurück. Dabei wird Nyffeler jedoch bloss auf neun ehemalige Teamkollegen treffen, weil bei Thurgau aufgrund finanzieller Einsparungen ein krasser Umbruch stattfand, von dem man mit den Verpflichtungen von zwei Ausländern (Eric Himelfarb, Mike Vaskivuo) soeben wieder ein Stück weit abgekommen ist. Das Torhüter-Karussell hat zudem einen Ex-Oltner nach Thurgau verschlagen: Kevin Huber wird für die Ostschweizer das Tor hüten.

«Heimspiel» für Nyffeler

Vermutlich wird Dominic Nyffeler in Weinfelden wiederum das Oltner Tor hüten. «Die Abmachung war es ursprünglich, dass wir jeweils drei Spiele in Folge bestreiten», lüftet der 23-Jährige die vorerst vorgesehene Rollenteilung zwischen Matthias Mischler und ihm. Doch ohne Groll fügt er an, dass Headcoach Maurizio Mansi zuletzt davon abgekommen sei, als er Mischler viermal in Serie aufbot.

Mit Konkurrenzsituationen ist Nyffeler, der aus einer regelrechten Torhüter-Familie stammt, nämlich bestens vertraut. Sowohl Vater Michael Nyffeler wie auch später sein jüngerer Bruder Melvin Nyffeler suchten den Platz zwischen den Pfosten. Wie schwierig das Goalie-Leben sein kann, musste zuletzt Dominics Bruder Melvin erfahren, als er, obwohl ihm grosses Potenzial nachgesagt wird, plötzlich vereinslos dastand. «Ich bin froh, dass er nun in Kloten für zwei Monate untergekommen ist», leidet der EHCO-Torhüter mit. (von Yann Schlegel)

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