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Olten bittet den NLA-Zweiten zur Revanche


Der EHC Olten trifft am Mittwoch (19.45 Uhr) im Achtelfinal des Schweizer Cups auf den EV Zug – und damit auf NHL-Rückkehrer Rafael Diaz und den Hägendörfer Timo Helbling. Ein spezielles Spiel wird es auch für EHCO-Verteidiger Simon Schnyder.

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EHCO-Defensivsoldat Simon Schnyder (links) hat eine Zuger Vergangenheit und seinen Ausbildungsclub letztes Jahr im Schweizer Cup in Verlegenheit gebracht. (Bild: Toppictures)

Der EHCO und der Cup
2014 wurde der Schweizer Cup im Eishockey nach seiner letzten Durchführung vor 44 Jahren wiederbelebt. In den bisherigen drei Austragungen konnte sich der EHC Olten nicht nachhaltig in den Cup-Geschichtsbüchern verewigen lassen. 2014 bezwang man zuerst auswärts den 1.-Ligisten aus Burgdorf mit 9:1, ehe das Achtelfinalduell gegen den damaligen Ligakonkurrenten Langnau – ebenfalls auswärts – mit 2:3 nach Verlängerung verloren ging. Vor einem Jahr war bereits im Sechzehntelfinal Schluss. Mit 2:3 ging das Heimspiel gegen den EV Zug verloren. Heuer geht es wiederum zu Hause gegen den EVZ, diesmal aber erst im Achtelfinal. In der ersten Runde bezwangen die Oltner auswärts die Argovia Stars (1. Liga) mit 3:1. Könnten die Oltner die Sensation perfekt machen und die Innerschweizer bezwingen, würden sie zum ersten Mal in die Cup-Viertelfinals einziehen. Gleichzeitig wäre der EHCO erst das fünfte NLB-Team nach Langnau, Rapperswil-Jona, Visp und Langenthal, dem dieser Effort gelingen würde. (aha)

13 Minuten und 37 Sekunden waren am 29. September 2015 im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups gegen den EV Zug gespielt, als EHC-Olten-Verteidiger Simon Schnyder an der gegnerischen blauen Linie den Puck zugespielt erhielt und mit einem satten Handgelenkschuss abzog. Er überraschte damit nicht nur Zug-Torhüter Tobias Stephan, sondern wohl auch sich selbst.

Es war eines der ganz wenigen Tore in Simon Schnyders Karriere. In knapp 400 Spielen in NLB und Schweizer Cup kann der 29-Jährige auf 14 erzielte Tore zurückblicken. «Da es ein schönes Tor war und ich allgemein nicht oft treffe, bleibt dieses Tor natürlich in guter Erinnerung», sagt Schnyder, der seit jeher mehr durch sein sauberes Defensivspiel als durch offensive Aktionen auffiel.

Das Tor bleibt aber auch aus anderem Grund in bester Erinnerung. Schliesslich hat Schnyder das Hockeyhandwerk beim EV Zug erlernt. Entsprechend gross ist die Vorfreude auf das erneute Aufeinandertreffen mit seinem Ausbildungsclub im Cup. «Ich bin in und mit diesem Club aufgewachsen. Klar freue ich mich sehr, auch weil ich noch den einen oder anderen Spieler kenne, der beim EVZ spielt», sagt Schnyder.

Die zweite Chance
Das Tor vor einem Jahr wäre in noch besserer Erinnerung geblieben, hätte der EHC Olten das Spiel auch gewonnen. Die Zuger setzten sich am Ende knapp mit 3:2 durch. Eine der besten Saisonleistungen des EHCO blieb unbelohnt. Nun erhalten die Oltner eine weitere Chance gegen den EVZ. Die Zuger Mannschaft ist mindestens so stark einzuschätzen wie im letzten Jahr – und befindet sich aktuell in ausgezeichneter Verfassung. Nach 17 NLA-Runden grüsst das Team von Rang 2, nach Verlustpunkten sind die Zuger gar Ligaspitze – und befinden sich damit in identischer Tabellenlage wie der EHCO.

Anteil daran hat auch Nordamerika-Rückkehrer Rafael Diaz. Der Innerschweizer spielte letzte Saison noch für die New York Rangers in der NHL und wird nun unter anderem mit seinem Hägendörfer Teamkollegen Timo Helbling im Kleinholz auftreten. Ansonsten gab es beim EVZ gegenüber der letzten Saison nur marginale Veränderungen, mit Harold Kreis steht auch derselbe Mann an der Bande. 

Systemtreue gefordert
Dort hat es beim EHC Olten bekanntlich eine Änderung gegeben. Mit Maurizio Mansi steht beim EHCO heuer ein offensivdenkender Kanadier an der Bande, im Vergleich zum skandinavischen Puckbesitzhockey von letztem Jahr. Die Oltner sind zwar spielfreudiger als noch letzte Saison, das Defensivspiel ist allerdings noch ausbaufähig – das sieht auch Simon Schnyder so. «Wir müssen systemtreuer spielen, dann haben wir eine Chance. Klar ist: Es benötigt wiederum eine Topleistung von allen, insbesondere im läuferischen Bereich», sagt die Nummer 8 des EHCO, «dann können wir hoffentlich wieder mithalten – oder diesmal sogar für einen Exploit zu sorgen.» (von Andreas Hagmann)

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