Sonntag, 28. Mai 2017

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Gegen die erstarkten Junglöwen


Nach dem Cup-Knüller gegen den EV Zug folgt für Reto Kobach und seinen EHCO der Charaktertest gegen die GCK Lions.

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Reto Kobach lässt seine Mitspieler mit seinem defensiven Gewissen besser aussehen. (Bild: André Grossenbacher)

Am Ende überwog die Enttäuschung, nicht mehr rausgeholt zu haben: Der Cupmatch gegen den NLA-Zweiten EVZ vom Mittwoch endete 0:3, auch weil die Oltner ihre durchaus verhandenen Chancen nicht nutzen konnten. Keine zwei Tage nach dem Cup-Knüller folgt nun der Alltag − mit den GCK Lions ist eines der NLB-Farmteams im Kleinholz zu Gast. Das Hauptaugenmerk gilt dabei dem Aufrechterhalten der Spannung. «Das ist die Aufgabe jedes Einzelnen», meint EHCO-Verteidiger Reto Kobach. «Bereits mit der Schlusssirene des Cup 1/8-Finals musste der Fokus bei jedem auf das heutige Spiel gelegt sein», konkretisiert Kobach. Man wisse, was auf den EHCO zukäme. Gegen die GCK Lions habe man sowohl in der Vorbereitung, als auch beim Auswärtsspiel in der Meisterschaft grosse Mühen bekundet, so die Nummer 2 des EHCO. Die GCK Lions standen ausserdem am Anfang des Fluches, dass es die Oltner bis dato nicht zu Stande brachten, gegen die vermeintlich «kleinen» Gegner das beste Eishockey abzurufen. Eine Erklärung für dieses Phänomen hat Reto Kobach nicht. «Ich sehe nicht in den Kopf jedes Einzelnen. Wenn ich allerdings einem Spieler ansehe, dass er ein Spiel wie gegen die GCK Lions auf die leichte Schulter nehmen will, dann nehme ich den zur Brust», so Kobach. Er könne vor einem Spiel oder einem Training seine Gedanken gegenüber der Mannschaft kundtun, aber am Ende liege es an jedem Einzelnen, sein bestes Hockey tagtäglich abzurufen.

Der Lauf der GCK Lions

«Es muss das Ziel sein, dass jeder Spieler unabhängig vom Gegner 100 Prozent Aufopferungs- und Leistungsbereitschaft an den Tag legt», appelliert der EHCO-Verteidiger-Haudegen. Ihm ist das Fehlen dieser Bereitschaft auf jeden Fall nicht anzukreiden. Auch mit 36 Jahren ist sich der Luzerner nicht zu schade in jeden Schuss zu legen und die Checks zu Ende zu fahren. Diese Konsequenz im Defensivspiel ist ein wichtiger Punkt, um das Oltner Spiel weiter verbessern zu können. Denn in der eigenen Zone bekunde man weiterhin am meisten Mühe, so Reto Kobach. «Wir geben dem Gegner noch zu viel Raum und Zeit. Dadurch erhalten wir zu viele Gegentore.» Hinten aufräumen, vorne die Pucks reinhauen, lautet der simple, aber logische Leitsatz zum Erfolg von Kobach. Gegen die wirbligen, unberechenbaren und nimmermüden Junglöwen ist dies ein Kernpunkt, welcher über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Und die GCK Lions haben, abgesehen von der 0:6-Klatsche gegen die Lakers, zuletzt mehrheitlich eine überraschend gute Figur abgegeben. Winterthur, Ajoie, La Chaux-de-Fonds, Thurgau und die EVZ Academy wurden hintereinander geschlagen. Dazwischen reihte sich eine 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen Red Ice ein. Es ist anhand dieser Resultate folglich kein Wunder, dass die Lions zurzeit auf einem Playoffplatz rangiert sind.

Kobach, der Schattenmann

Neben einem guten Defensivkonzept bedingt es heute Abend auch, dass der EHCO vor dem gegnerischen Tor wieder effizienter ist als zuletzt gegen den EVZ im Cup. Einer, der fleissig Skorerpunkte sammelt, ist der Linienpartner von Reto Kobach, Curtis Gedig. «Für mich persönlich ist es ein ziemlich anderes Spiel als noch letzte Saison», meint Kobach mit dem Verweis auf die überaus offensive Ausrichtung von Gedig. Dies schlägt sich auch in der persönlichen Statistik nieder. So konnte Kobach bisher noch keinen einzigen Skorerpunkt sammeln. «Das ist mir aber egal. Mir gefällt diese Rolle, in welcher ich versuchen muss, Gedig den Rücken frei zu halten.» Das sei natürlich nicht immer einfach, da er besonders konzentriert sein müsse. Gleichzeitig mache die Zusammensetzung von Gedig und ihm als Verteidigungspaar natürlich Sinn, da sich die beiden perfekt ergänzen. Beide Stärken werden sowohl heute Abend gegen die GCK Lions, als dann auch morgen auswärts gegen Rapperswil vonnöten sein, um sich mit einem positiven Gefühl in die zehntätige Natipause verabschieden zu können. (von Andreas Hagmann)

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