Sonntag, 20. August 2017

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Dringend gesucht: Dreckige Tore


Der EHCO trifft zum ersten Mal in dieser Saison auf Red Ice Martigny und ist dann am Dienstag beim gleichen Gegner im Unterwallis zu Gast. Captain Stefan Hürlimann erwartet in diesen Spielen mehr physische Präsenz von sich und seinen Teamkollegen.

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EHCO-Captain Stefan Hürlimann verlangt, dass der EHCO auch mal dreckige Tore erzielt. (Bild: André Grossenbacher/toppictures)

Nach der ersten Derbyniederlage am vergangenen Dienstag war die Ernüchterung weit herum gross. Ausserdem stellte diese Niederlage ein Novum in der laufenden Saison dar: Zum ersten Mal folgte nach einer Niederlage kein Sieg. Bekanntlich ging bereits die Partie zuvor gegen die EVZ Academy verloren. Allzuviele Gedanken wollte EHCO Captain Stefan Hürlimann an dieser Tatsache nicht verschwenden. «Jede Niederlage arbeiten wir sofort auf, diskutieren sehr viel darüber, was nicht gut war und wie wir es das nächste Mal besser machen können», so Hürlimann. Das grösste Verbesserungspotential sieht die Nummer 13 des EHCO im Bereich des physischen Spiels. «Wir müssen auch dreckige Tore erzielen können. Es müssen Spieler vors Tor gehen, dem Torhüter die Sicht nehmen und so den Gegner unter Druck setzen. Das kann weh tun, aber das gehört dazu.» Schliesslich habe Eishockey nicht nur seine schönen, sondern auch seine rauen Seiten, so der EHCO-Captain. Schöne Spielzüge gehörten zwar ebenfalls zum Eishockey, «wenn wir aber wunderbar herausgespielte Chancen nicht verwerten können − was uns in den letzten Spielen mehrfach unterlief − dann müssen wir halt dreckige Tore erzielen, um das Momentum auf unsere Seite zu holen», führt Hürlimann aus.

Der Umgang mit der Kritik

Gegen ein defensiv bisher äusserst stabiles und seit jeher robustes Red Ice, wird das vom EHCO-Captain angesprochene, physische Spiel ein Schlüsselfaktor sein. Ein hartes Stück Arbeit werde dieses Spiel morgen, so Hürlimann. Er freue sich aber darauf. «Unser Ziel muss sein, über 60 Minuten unser Tempohockey durchzuziehen.» Das sei nicht einfach, aber über kurz oder lang müssen wir eine möglichst hohe Konstanz hinkriegen. «Wenn wir das schaffen, dann hat es jeder Gegner schwer gegen uns zu bestehen.» Daher will Hürlimann mit viel Tempo und Energie in die morgige Heimpartie gegen Martigny starten. Gelingt dies, soll der Schwung aufrechterhalten werden. «Dies bedingt auch, dass wir möglichst keine Strafen kassieren», so Hürlimann. Solche seien nämlich klassische Rhythmusbrecher.

Ein durchwegs geglückter Auftritt vor Heimpublikum wäre Balsam auf die Oltner Seele. Die Kritik nach dem Derby ging natürlich auch am Team nicht ungehört vorbei. Zu stark damit beschäftigen, wolle man sich allerdings nicht. Schliesslich sei die Ausgangslage nach wie vor passabel, so Hürlimann. «Trotzdem ist klar, dass wir jetzt nicht lockerlassen dürfen, wollen wir ganz oben in der Tabelle bleiben. Schaffen wir das, ist es auch einfacher, gewisse Kritik wegzustecken.» (von Andreas Hagmann)

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