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Was, wenn es klick macht?


EHC-Olten-Trainer Maurizio Mansi und Remo Hirt äussern sich zur Lage vor der NLB-Revanche am Dienstag (19.45 Uhr) gegen Martigny.

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Können die Oltner Ueli Huber (links) und Philipp Wüst (rechts) beim «Rückspiel»in Martigny Revanche an Frédéric Iglesias nehmen? (Bild: Hr. Aeschbacher)

Drei Heimniederlagen in Serie – das gab es für den EHC Olten zuletzt im Januar 2015. Nun wurde eine derartige Negativserie am Sonntag wiederum Tatsache, als Martignys Patrick Schommer in der Verlängerung nach einem Bully aus dem Nichts die Oltner Hintermannschaft narrte und zum 3:2-Sieg einnetzte. Auf einen Schlag schienen die Oltner Mühen des Schlussdrittels, die 39 Sekunden vor der dritten Sirene mit dem verdienten Ausgleichstreffer belohnt wurden, zunichtegemacht.

«Wir wissen, dass wir das Gemüt der Fans steuern können, indem wir gute Leistungen zeigen», war auch dem langjährigen EHCO-Stürmer Remo Hirt die während knapp vierzig Minuten andauernde Zurückhaltung des eigenen Anhangs nicht entgangen. Mit dem Überstehen einer doppelten Unterzahl kochte das Kleinholz erstmals – die Mannschaft auf dem Eis wurde nach dem Anschlusstreffer von einer «Euphorie» beflügelt, wie Hirt berichtete.

Mehr Dominanz als Ziel
Zum Heimsieg, der das angeschlagene Verhältnis mit dem Publikum hätte beheben sollen, reichte es dennoch nicht. «Die Fans haben das Recht, wenn wir zu Hause spielen, einen Sieg zu erwarten», will Hirt sich und seine Teamkollegen nicht in Schutz nehmen. Im Gegenteil. «Wir selbst erwarten den Sieg vor Heimpublikum», bläst EHCO-Trainer Maurizio Mansi ins selbe Horn. «Leider können wir dies nicht immer garantieren – es ist aber unser Ziel, im Heimstadion dominanter aufzutreten».

Als Mansi sich im Frühjahr für den Trainerposten in Olten bewarb, wurde ihm zugetragen, die Oltner Fans seien extrem leidenschaftlich, hätten aber hohe Ansprüche. «Unsere Fans sind wie die Fans der New York Yankees», stellt Maurizio Mansi den Vergleich zu einem amerikanischen Baseball-Team her. «Sie fassen ihr Team hart an, lieben ihre Spieler, aber erwarten den Erfolg.» 

«Mit Enthusiasmus verlieren» 
Anspruch und effektiv erbrachte Leistung klafften zuletzt in Olten auseinander. «Im Moment haben wir etliche Spieler, die wieder einmal einen Torerfolg brauchen würden», gibt Remo Hirt offen zu, dass nicht alles wie am Schnürchen läuft. Oder, um es in Worten von Maurizio Mansi auszudrücken: «Es macht noch nicht klick.» Das Auslassen von Tormöglichkeiten habe zuletzt zu einer gewissen Anspannung geführt. Im Fall des EHC Olten mache sich gar Frustration breit, gewährt der Cheftrainer Einblicke ins Innenleben der Mannschaft.

Mansi und sein Assistent Chris Bartolone führten in der vergangenen Woche zahlreiche Gespräche, um ihren Schützlingen Sicherheit zu geben. «Es ist ganz normal, dass es in einem Team jeweils eine Handvoll Spieler gibt, die eine Durststrecke erleben. Zurzeit sind es aber etliche, die ihrer Form hinterherfahren», sagt Mansi.

Zusammen mit seinem Assistenten Bartolone suche er intensiv nach Antworten und Lösungen. «Panik und Frustration sollten vor der Tür bleiben», will der Kanadier seine Mannschaft schützen. Olten werde gewinnen und werde verlieren. «Aber lasst uns mit Enthusiasmus verlieren», lebt Mansi seine Auffassung vor, dass alles andere negative, unerwünschte Energie sei. Zuversicht schöpft Mansi nicht zuletzt in der Tatsache, dass viele Spieler nicht schlecht, aber unter ihren Möglichkeiten spielen. 

Offene Rechnung
Ob Remo Hirt, Martin Ulmer oder Maurizio Mansi: Alle wollen sie am Dienstag (19.45 Uhr) in Martigny an das letzte Drittel vom Sonntagabend anknüpfen. «Unser Gameplan war ausgezeichnet – nur müssen wir ihn besser ausführen», sagt Mansi. Gegen die ambitionierten Walliser hat der EHCO nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung noch eine Rechnung offen. Auch wenn bei den Dreitannenstädtern noch nicht alles rund läuft: Auf fremdem Eis steckten sie in der laufenden Saison mit dem 1:2 gegen Rapperswil-Jona erst eine Niederlage ein.

Vielleicht fragt Maurizio Mansi deshalb zurecht: «Können Sie sich vorstellen, was geschieht, wenn es bei allen gleichzeitig klick macht?» (Yann Schlegel)

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