Montag, 1. Mai 2017

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Nur nicht zu verkrampft


Der EHC Olten beendet seine Walliser Woche in der NLB mit dem Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen den EHC Visp. Stürmer Philipp Wüst ist nach drei Heimniederlagen in Folge überzeugt, wieder einmal jubeln zu können.

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Mit neuem Elan ins Heimspiel gegen Visp: Philipp Wüst und seine Kollegen streben wieder einmal einen Heimsieg an. (Bild: Toppictures)

Nach zweimal Martigny folgt mit Visp am Freitagabend die dritte Partie in Serie gegen einen Walliser Kontrahenten. Die Partien gegen Martigny waren nicht von Erfolg gekrönt. Die Heimpartie ging mit 2:3 nach Verlängerung verloren, das Auswärtsspiel in Martigny mit 2:3 nach Penaltyschiessen.

Dabei begann die Revanche aus Oltner Sicht ausgezeichnet. Nach 69 Sekunden führte der EHCO gegen die Unterwalliser Defensivkünstler bereits 2:0. «Wir spielten zu Beginn der Partie präzise, haben gut vorgecheckt und das schlug sich im Resultat nieder», so Philipp Wüst, Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0.

Cleverness gefordert
Der Gameplan ging also auf. Diese Kadenz konnten die Dreitannenstädter allerdings nicht aufrechterhalten. «Wir kassierten bald danach zwei kleine Strafen hintereinander. So etwas bricht den Rhythmus natürlich», erklärt Wüst. «Wir müssen ganz allgemein cleverer agieren. Zuletzt kassierten wir schlichtweg zu viele Strafen. Die Quintessenz ist, dass wir noch mehr mit den Beinen und weniger mit dem Stock arbeiten müssen», führt der EHCO-Stürmer selbstkritisch aus.

Gleichwohl war die Partie in Martigny wie schon jene vor Wochenfrist in Biasca ein insgesamt äusserst passabler Auftritt der Oltner − im Gegensatz zu den Partien vor heimischen Publikum. «Ich glaube, wir verkrampfen uns bei den Heimspielen zu stark. Wir wollen unseren Fans schöne Kombinationen zeigen, viele Tore schiessen und alles perfekt machen. Das scheint uns zu hemmen», meint Wüst.

Viel gelernt
Trotz drei Heimniederlagen in Serie will sich die Nummer 32 des EHC Olten nicht zu fest über diese Tatsache den Kopf zerbrechen. «Es hat einige Spieler im Team, die schon lange genug im Business sind und nicht gleich ins Grübeln kommen.» Ausserdem lerne man bekanntlich aus Niederlagen stets mehr als aus Siegen. «Wir haben somit zuletzt ziemlich viel gelernt», meint Philipp Wüst ein wenig ironisch, ohne aber den Ernst in der Stimme zu verlieren.

Denn wo die Baustellen liegen, weiss er genau: «Zuerst müssen wir unser Zweikampfverhalten verbessern, danach die Schussqualität. Zu viele unserer Schüsse werden geblockt oder sind zu wenig gefährlich», sagt Wüst. Daran arbeite jeder einzelne täglich, damit die Tore wieder öfter fallen und man die hohen Erwartungen erfüllen könne. «Nicht nur die Fans oder der Clubvorstand haben Erwartungen, auch wir haben an uns selbst Erwartungen. Wir allen haben dasselbe Ziel», so Wüst weiter.

Dass er damit den Titel meint, ist selbsterklärend. «Es gibt während einer Saison stets Momente, in welchen es weniger gut läuft. Wir sind zurzeit in einer solchen Phase. Da ist es wichtig, dass wir zusammenhalten und gemeinsam wieder da rausfinden. Ich bin überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser Situation kommen werden», meint Philipp Wüst. Möglicherweise folgt am Freitagabend der nächste Schritt dazu, mit einem Heimsieg gegen den EHC Visp. (von Andreas Hagmann)

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