Mittwoch, 26. April 2017

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Die gegensätzliche Formkurve


Stürmer Martin Ulmer trumpft inmitten des EHCO-Novembertiefs gross auf.

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Spielt mit viel Selbstvertrauen: Martin Ulmer. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Der EHC Olten befindet sich in einer gefährlichen Abwärtsspirale: Vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen haben die Powermäuse zu verdauen. Ist eine erste Krise im Anzug? Dieses Novembertief ist zumindest nach dem respektablen Saisonauftakt und dem zwischenzeitlichen ersten Rang schwere Kost.

Doch in dieser problematischen Phase sticht einer besonders hervor: Martin Ulmer. Der Flügelstürmer hat in den letzten fünf Spielen vier Tore erzielt und fand damit eindrücklich aus dem persönlichen Tief, sodass er – kaum zu übersehen – wieder mit deutlich mehr Selbstvertrauen agiert: «Ich habe immer hart weitergearbeitet und versucht, zumindest die kleinen Sachen richtig zu machen», so Ulmer, der in seinem engeren Umfeld in einer schwierigen Zeit viel über seine Form gesprochen hatte. «Nun spüre ich das Vertrauen der Coaches. Ich bekomme auch Eiszeit im Powerplay, was nicht immer der Fall war, und mit dem gewonnenen Selbstvertrauen sind schliesslich auch die Tore zurückgekehrt», so der 28-Jährige.

Er sagt es, getrieben von der gegesätzlichen Formkurve des Teams, in einem auffällig zurückhaltenden Unterton. «Ich versuche, mit meiner Leistung voranzugehen, damit ich vielleicht auch die Jungs mitreissen kann.» Die mangelnde Chancenauswertung sieht er als einer der Hauptgründe der punktearmen Spiele. «Wir spielen oft zu kompliziert. Wir müssen wieder die dreckigen Tore schiessen wollen. Und kippt einmal das Momentum, ist jeder sofort verunsichert», weiss Ulmer.

Torhüter Nyffeler angeschlagen

«Inkonstanz» ist das Wort, welches EHCO-Trainer Maurizio Mansi dazu gerne benutzt. «Wir verfügen über so viel Talent, machen uns aber regelmässig das Leben selber schwer», sagt er. Doch wie bringt man bloss das Talent aufs Eis? «Chris Bartolone und ich strecken jeden Tag die Köpfe zusammen, wie wir die Konstanz hinkriegen.» Den kritischen Stimmen aus dem EHCO-Umfeld versichert Mansi mit stoischer Ruhe: «Es gibt keinen Grund, nervös zu werden. Wir werden zu einer Reaktion fähig sein.»

Leichter gesagt als getan. Denn einfache Partien folgen mit dem heutigen Heimspiel gegen Visp und am Sonntag bei Leader La Chaux-de-Fonds zweifellos nicht. Dabei müssen die Oltner auf Torhüter Dominic Nyffeler verzichten. Er fällt wegen muskulären Problemen einige Tage aus. Auch Mittelstürmer Thomas Heinimann wird fehlen. Er wurde von Servette mindestens für das Wochenende zurückbeordert, weil die Genfer rund zwei Monate auf Center Kevin Romy verzichten müssen. (von Silvan Hartmann)

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