Sonntag, 28. Mai 2017

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Wenn jeder Treffer zählt


Bevor es für den EHCO in eine einwöchige Pause geht, treffen die Oltner zuhause auf Thurgau. Den Thurgauern soll von Beginn weg klargemacht werden, wer Herr im Haus ist, verlangt EHCO-Verteidiger Romano Pargätzi.

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Romano Pargätzi will den Thurgauern heute Abend von Beginn weg das eigene Spiel aufzwingen. (Bild:Toppictures)

Wenn einfach alles gelingt, ohne dass man genau weiss weshalb, dann ist das wahrlich ein schönes Gefühl. Wie sich das anfühlen kann, erlebten die Oltner äusserst intensiv in der Saison 2013/2014, als 14 Siege in Serie aneinandergereiht wurden. Der HC La Chaux-de-Fonds befindet sich im Moment wohl in einer ähnlichen Phase des unbeschreiblichen Glücks. Zuerst haben die Neuenburger am Freitag bei Martigny in den letzten zehn Minuten einen 2:5-Rückstand zu einem 6:5-Sieg gedreht und dann am Sonntag in der letzten Spielminute noch drei Tore erzielt und somit 6:4 gegen den EHCO gewonnen. Für die Oltner war es ein ganz bitterer Moment, da sie mit dem souveränen Leader nicht nur mithielten, sondern Paroli boten. Kommt hinzu, dass die Oltner zweimal, als La Chaux-de-Fonds Torhüter Tim Wolf sein Gehäuse bereits zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte, nur den Pfosten des verwaisten Neuenburger Gehäuse trafen. «Klar hadert man mit so etwas», gab EHCO-Verteidiger Romano Pargätzi nach dem Spiel zu. «Es ist ziemlich einfach: Geht einer dieser beiden Schüsse rein, fahren wir mit drei Punkten nach Hause», so die simple, aber logische Rechnung von Pargätzi. Stattdessen waren es am Ende Null. «Ich glaube, dass wir uns nach dem 4:2 zu stark in die Defensive fallen liessen. Mit dem Anschlusstreffer zum 3:4 erwachte auch das Publikum wieder − in La Chaux-de-Fonds kann so dem eigenen Team ungeahnten Auftrieb gegeben werden.»

 Zauberwort Konstanz

Es war also einmal mehr nicht so, dass Olten schlechter als der Gegner gewesen wäre. Allerdings haperte es daran, dass die Oltner ihr Spiel nicht ganz über 60 Minuten durchzogen. «Wir spielten zweieinhalb Drittel ein so gutes Hockey, wie wohl noch kaum zuvor in dieser Saison. Aber das reicht nicht, wir müssen die Konzentration über 60 Minuten hochhalten können», appelliert Pargätzi an sich und seine Mitspieler. Für die heutige Partie will die Nummer 91 des EHCO folglich auch die positiven Aspekte mitnehmen. «Die Geschwindigkeit, die wir über den Grossteil der Partie hatten, müssen wir mitnehmen, um schwungvoll gegen Thurgau beginnen zu können. Wir müssen den Ostschweizern gleich zu Beginn der Partie klarmachen, wie in Olten gespielt wird und dann werden sie Mühe bekunden», ist Pargätzi überzeugt. Denn auf die leichte Schulter nehmen, dürfe man die Thurgauer sicherlich nicht, auch wenn sie am Tabellenende platziert seien. «Die Liga ist zu ausgeglichen, als dass man gegen Thurgau anders spielen könnte als gegen La Chaux-de-Fonds», so Pargätzi. Dass dies kein leeres Geschwätz ist, zeigt die Tatsache, dass die Thurgauer am Sonntag gegen den HC Ajoie erst in der Verlängerung verloren haben. Ausserdem: Auch wenn der Weg bis zur Playoffqualifikation für Hockey Thurgau noch ein weiter ist, so tasten sich die Ostschweizer doch langsam aber sicher an den ominösen Strich heran. Sie haben Lunte gerochen und werden daher um jeden Punkt verbittert kämpfen − denn niemand weiss besser als sie, dass jeder Punkt, ja sogar jedes Tor über Sein oder Nichtsein in den Playoffs entscheiden kann. (von Andreas Hagmann)

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