Samstag, 25. März 2017

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Wohlfühloase statt Teamleader?


Bei Marco Truttmann deutet trotz stattlicher EHCO-Offerte alles auf Abschied hin.

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Für welchen Verein läuft Marco Truttmann nächste Saison auf? (Bild: ae)

Wechselt EHCO-Identifikationsfigur Marco Truttmann zu Erzrivale Langenthal? Diese Frage schien nach einer goldenen Vertragsofferte des EHC Olten über drei weitere Saisons aus dem Weg geräumt zu sein – zu lukrativ das Angebot im Kleinholz, zu schwach dasjenige aus dem Schoren. Doch nun deutet alles auf eine Wende in dem Transferpoker um den besten Schweizer EHCO-Skorer hin. Langenthals Geschäftsführer Gian Kämpf sagt: «Wir haben inzwischen die Gespräche wieder aufgenommen. Wir werden während der Nationalmannschaftspause noch einmal in aller Ruhe verhandeln.»

Was ist passiert? Klar ist: Marco Truttmann könnte Oltens bisher bestbezahlter Schweizer Spieler werden. Doch inzwischen scheint es nicht mehr nur um Geld zu gehen. «Wir haben den Eindruck, dass Marco Truttmann in Olten extrem frustriert ist», sagt Gian Kämpf.

Ob das den Langenthalern nun in die Karten spielt? «Marco Truttmann würde sehr gut in unsere Mannschaft passen. Es gibt nur ganz wenige Spieler mit seinen Qualitäten. Natürlich sind wir nach wie vor an einer Verpflichtung stark interessiert», präzisiert Kämpf. Aber Oltens Erzrivale lockt «Trutti» ohnehin nicht mit dem grossen Geld in den Oberaargau. Sollte Truttmann tatsächlich den EHCO verlassen, dann würde er beim SCL eine fünfstellige Summe weniger verdienen. «Stefan Tschannen bleibt unser best verdienender Schweizer Spieler und wir werden unsere Salärhierarchie nicht durcheinanderbringen», stellt Kämpf klar.

Ob das den Langenthalern nun in die Karten spielt? «Marco Truttmann würde sehr gut in unsere Mannschaft passen. Es gibt nur ganz wenige Spieler mit seinen Qualitäten. Natürlich sind wir nach wie vor an einer Verpflichtung stark interessiert», präzisiert Kämpf. Aber Oltens Erzrivale lockt «Trutti» ohnehin nicht mit dem grossen Geld in den Oberaargau. Sollte Truttmann tatsächlich den EHCO verlassen, dann würde er beim SCL eine fünfstellige Summe weniger verdienen. «Stefan Tschannen bleibt unser best verdienender Schweizer Spieler und wir werden unsere Salärhierarchie nicht durcheinanderbringen», stellt Kämpf klar.

Das Kleingedruckte im Vertrag

Offensichtlich ist Marco Truttmann verärgert über den Ton und die Art der Verhandlungen, das «Kleingedruckte» im Vertrag, das die stolze Anfangssumme schrumpfen lassen könnte. Gleichzeitig schliessen die SCL-Verantwortlichen einen Vierjahresvertrag nicht aus – frei nach dem Motto: weniger Geld, aber mehr Anerkennung. Hinzu kommt, dass beim SC Langenthal der immense Leistungsdruck wegfallen würde, den Truttmann in Olten im Falle einer Vertragsverlängerung noch deutlicher zu spüren bekommen würde. Der Noch-Oltner könnte sich in Langenthal hinter dem Monstersturm um Tschannen, Campbell und Kelly verstecken – eine Möglichkeit, die er beim EHC Olten zweifellos nicht erhielte.

Wohlfühloase statt Teamleader? Wird das der entscheidende Punkt sein? Darauf angesprochen, will Marco Truttmann nach wie vor nicht über seine Zukunft sprechen: «Kein Kommentar!» Auch Köbi Kölliker gibt sich wortkarg: «Wir stehen inmitten der Verhandlungen. Es gibt noch ein paar Punkte, über die wir diskutieren müssen», sagt der EHCO-Sportchef. Und Trainer Maurizio Mansi, spürt er die Unruhen rund um die Verhandlungen? Er sagt lediglich: «Vereinswechsel gehören zum Business. Aber so lange ein Spieler einen laufenden Vertrag hat, will ich, dass sich dieser für den Verein zerreisst.»

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