Mittwoch, 23. August 2017

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Spitzenquartett oder Mittelfeld?


Nach der Niederlage in Rapperswil trifft der EHC Olten im Stadion Kleinholz auf die GCK Lions. EHCO-Verteidiger Remo Meister erwartet eine Leistungssteigerung von der Mannschaft.

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Defense first: Remo Meister, EHCO-Verteidiger seit Juniorenzeiten. (Bild: Toppictures)

Es gibt diese Tage, an denen läuft nichts so, wie man es sich vorgenommen hatte. «Wir wollten in der Defensivzone besser agieren und somit mehr Zweikämpfe gewinnen. Und wir wollten mehr Druck aufs gegnerische Tor erzeugen. Beides gelang uns leider nicht wirklich», meinte ein konsternierter Remo Meister nach der 1:3-Niederlage in Rapperswil. Zu Spielbeginn konnte noch der ungewöhnlichen Spielplansituation die Schuld in die Schuhe geschoben werden. Während die Rapperswiler eine Doppelrunde hinter sich hatten, war Olten eine Woche lang spielfrei. Trotzdem sagt der EHCO-Verteidiger: «Das darf keine Ausrede sein. Wir trainierten schliesslich über die spielfreien Tage und wollten von Beginn weg Vollgas geben.» Dies sollte nicht gelingen und auch über die ganzen 60 Minuten in Rapperswil so bleiben. Die Lakers wussten aber auch um das gute Tempospiel der Oltner und unterbanden dies mit enorm frühem Forechecking. Kommt hinzu, dass sich die Oltner zu oft auf der Strafbank wiederfanden (acht kleine Strafen). «Wenn du über das ganze Spiel hinweg so viel Boxplay zu spielen hast, dann ist es schwierig den Spielrhythmus zu finden», meinte Meister. Wie öfters in den letzen Spielen erlaubten sich die EHCO-Spieler also zu viele kleine Disziplinlosigkeiten – zu oft waren sie gezwungen Tore zu verhindern, statt selber etwas kreieren zu können. 

Hartnäckiger Gegner

Wie so oft bleibt nicht viel Zeit zum Lamentieren – beziehungsweise ergibt sich heute bereits die Chancen, eine Kurskorrektur vorzunehmen. Gut möglich, dass dies gelingt. Nachdem man im November auswärts oft die bessere Figur abgab als zuhause, hat sich dies auf Ende des letzten Monats hin gedreht. Wenn auch noch nicht über 60 Minuten, so konnten die Oltner gegen Visp und zuletzt Thurgau doch zeigen, wie viel Potential in der aktuellen Mannschaft vorhanden ist. Heute Abend wartet nun der gewohnt hartnäckige Gegner aus Küsnacht. «Die GCK Lions stehen in der Defensive sehr kompakt und ermöglichen dem Gegner im Normalfall nur wenige Chancen. Das heisst, dass wir selber defensiv sauber arbeiten müssen und vorne so viel Druck wie möglich aufs Tor zu erzeugen haben», erklärt Remo Meister. Somit muss also genau das Gegenteil vom Spiel in Rapperswil gelingen. Das heutige Spiel zuhause wie auch jenes am Sonntag auswärts in Thurgau sind für die Momentaufnahme äusserst wichtige Partien. Geht man zweimal als Sieger vom Eis, kann der Anschluss an die Spitze gehalten werden. Ansonsten läuft man die Gefahr, zumindest vorübergehend im Mittelfeld der Liga eigene Kreise zu ziehen. Dies will der EHCO und mit ihm Remo Meister natürlich verhindern. Vielleicht kann Meister nach seinem ersten Saisontreffer am Dienstag gegen Rappi heute sogar nachdoppeln. Diese Erwartung dämpft er allerdings aus plausiblen Gründen selber ein wenig: «Klar würde ich gerne wieder ein wenig offensiver spielen. Aber solange wir defensiv zu wenig sattelfest sind, liegt das nicht drin.» (von Andreas Hagmann)

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