Freitag, 24. März 2017

Zofingen

8 bis 15°C

Nach dem Faustkampf die Überlegenheit


Der EHC Olten bezwingt in einem überraschend emotionalen Spiel die GCK Lions mit 4:2.

BILDER
Die Initialzündung: Oltens Marc Grieder (links) erteilt Jerome Bachofner eine Lektion. (Bild: HR. Aeschbacher)

Olten - GCK Lions 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)
Kleinholz. – 2542 Zuschauer. - SR Mollard/Tscherrig, Altmann/Gurtner. - Tore: 1. (0:56) Miranda (Prassl, Suter) 0:1. 5. Schneuwly (Ramon Diem, Ulmer/Ausschluss Büsser) 1:1. 22. Feser (Ulmer, Gedig) 2:1. 39. Schneuwly (Ramon Diem, Ulmer/Ausschluss Lazarevs) 3:1. 45. Feser (Gedig, Ulmer) 4:1. 58. Geiger 4:2. - Strafen: 6-mal 2 plus 1-mal 5 Minuten (Grieder) plus Spieldauer (Grieder) gegen Olten, 2-mal 2 plus 1-mal 5 Minuten (Bachofner) plus Spieldauer (Bachofner) gegen die GCK Lions.
Olten: Nyffeler; Pargätzi, Meister; Grieder, Gedig; Chuard, Ast; Kobach, Bagnoud; Schwarzenbach, Diem, Truttmann; Huber, Feser, Ulmer; Wüst, Schneuwly, Hirt; Mäder, Hürlimann, Aeschlimann.
GCK Lions: Guntern; Sidler, Geiger; Büsser, Hächler; Phil Baltisberger, Karrer; Peter, Braun; Hinterkircher, Liniger, Berni; Miranda, Prassl, Suter; Bachofner, Diem, Allevi; Lazarevs, Ulmann, Zumbühl.
Bemerkungen: Olten ohne Rouiller, Sahli, Morini (alle verletzt) und Heinimann (Servette).

Die Hälfte der Qualifikation ist absolviert. Sieben der bisher zwölf Heimauftritte konnte der EHC Olten für sich entscheiden. Viele dieser Siege waren jedoch magere Kost, sodass das anspruchsvolle Oltner Publikum oftmals mehr kopfschüttelnd als euphorisiert das Kleinholz verliess. Gestern sicherte sich der EHCO gegen die GCK Lions seinen achten Erfolg im dreizehnten Heimspiel. Das Spiel war besonders im Startdrittel geprägt von vielen Puckverlusten. Ein Defizit, welches Oltens Trainer Maurizio Mansi seit längerer Zeit auf dem Magen liegt.

Es erstaunt daher nicht, dass die Junglöwen sogleich aus der ersten Puckeroberung im offensiven Drittel Kapital schlugen: Marco Miranda brachte die Zürcher nach nur 56 Sekunden in Führung. Vielleicht benötigten die Oltner den frühen Schocker, um so richtig ins Spiel zu finden. Mit überzeugendem Kampfgeist rissen die Dreitannenstädter das Spieldiktat in der Folge an sich. Dabei liessen die Gastgeber aber auch das technische Spiel nicht ausser acht. Besonders das brillant herausgespielte Tor zum 2:1 von Justin Feser über Martin Ulmer und Curtis Gedig in der 22. Minute war sehenswert.

Das Spiel gewann schliesslich im Mitteldrittel an Emotionen und physischer Härte, nachdem GCK-Stürmer Jerome Bachofner EHCO-Torhüter Dominic Nyffeler ins Tor geschubst hatte. Olten-Verteidiger Marc Grieder kannte keine Gnade und erteilte dem 20-Jährigen im Faustkampf eine Lektion. Die Schiedsrichter liessen die Streithähne, zur Überraschung der 2542 Zuschauer, den Faustkampf austragen, bis schliesslich Bachofner gegen seinen 12 Jahre älteren Kontrahenten kleinbeigeben musste. Das für einmal körperbetonte Spiel der Oltner lag den Junglöwen ganz und gar nicht und sie liessen sich dadurch oft in die Passivität drängen. Die Einheimischen kamen damit dem Wunsch von Trainer Maurizio Mansi nach, doch endlich robuster zu spielen. Während über dem Spiel in Rapperswil (1:3) am vergangenen Dienstag noch eine Lethargie schwebte, zeigte sich der EHCO von einer aktiveren Seite. «Wir haben uns fest vorgenommen, die Checks fertigzumachen. Bereits im Training haben wir uns ein Stück weit darauf fokussiert», sagte EHCO-Stürmer Cédric Schneuwly, der sich einmal mehr selbst nicht zu schade war, die «dreckige» Arbeit zu verrichten. Das ruppige Spiel kam ihm schliesslich gut zu stehen: Erst lenkte er vor dem Tor stehend einen Schuss von Ramon Diem zum Ausgleich ab (5. Minute), und kurz vor der zweiten Pause (39.) schloss er einen Angriff, wiederum über Diem, zum 3:1 ab. (von Silvan Hartmann)

Kommentare zu diesem Artikel (0)
Kommentar zu diesem Artikel schreiben
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.





Sie befinden sich hier: 

Home / RESSORTS / EHCO Mobile-Website anzeigen


Verlag

Zeitungen





Copyright 2016 © Zofinger Tagblatt