Mittwoch, 26. April 2017

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«Underdog? Sie schnuppern an Playoffs»


Der EHC Olten hat gegen Visp ein wichtiges Spiel für sich entschieden – und das nächste folgt gegen die EVZ Academy. Im Aufwind: Verteidiger Marc Grieder. 

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EHCO-Verteidiger Marc Grieder kommt nach seinen Verletzungen immer besser in Fahrt. (Bild: Hr. Aeschbacher)

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Der 5:3-Sieg am Sonntag gegen Visp hat dem EHC Olten gutgetan. Im morgendlichen Eistraining am Tag danach ist im Team eine entspannte Stimmung spürbar. Mit Stefan Mäder und Diego Schwarzenbach haben sich gleich zwei Spieler den persönlichen Frust der letzten Wochen von der Seele geschossen. 

Im Schatten der Torschützen kommt auch Verteidiger Marc Grieder seit seiner Knieverletzung, die ihn mehrere Wochen ausser Gefecht setzte, immer besser in Fahrt. Der Neuzugang blockte vor dem eigenen Tor etliche Schüsse ab, dirigierte die Verteidigung, verlieh der Oltner Abwehr Stabilität. «Für diese Dinge wurde ich geholt, das ist mein Job», sagt er schmunzelnd und ergänzt: «Ich fühle mich wohl hier in Olten. Die Jungs machen es mir aber auch einfach, immer wieder zurück ins Team zu finden.»

Zeit und Geduld sind gefragt
Immer wieder? Ja. Marc Grieder musste in dieser Saison bereits zwei grössere Verletzungen schlucken, erst die Bauchmuskelverletzung inmitten des Sommertrainings, danach der Teilanriss des Innenbandes im Knie. «Da wirst du immer wieder zurückgeworfen, musst hart an dir arbeiten, um den Rückstand wieder wettzumachen.»

Das scheint dem 32-Jährigen erneut gelungen zu sein, obwohl die hartnäckige Knieverletzung noch lange nicht ausgeheilt ist. «Ich spüre das Knie nach wie vor, manchmal so stark, dass ich kaum Belastungen ertrage. Eine solche Verletzung braucht halt Zeit und Geduld, die mir manchmal fehlt – aber es kommt gut», sagt Grieder zuversichtlich. 

Offene Rechnung
Gut soll es für den EHC Olten bereits am Dienstagabend ein nächstes Mal kommen. Das dritte Meisterschaftsduell gegen die unbequem agierenden jungen Spieler der EVZ Academy steht an. Ausgetragen wird das Spiel in der Zuger Bossard-Arena (19.45 Uhr). Beide Teams konnten einen 4:3-Auswärtssieg feiern, wobei der Oltner Sieg erst im Penaltyschiessen zustande kam. «Wir haben noch eine Rechnung offen», sagt Maurizio Mansi.

Von einem Gratissieg will der EHCO-Trainer nichts wissen. «Es gibt keine Underdogs in der Nationalliga B – und schon gar nicht die EVZ Academy. Sie schnuppern verdient an den Playoffs», sagt er. Die Zuger Ausbildungsmannschaft wird gegen Olten wegen der nach Weihnachten beginnenden U20-Weltmeisterschaft in Kanada unter anderem auf den 16-jährigen Nico Gross sowie Tobias Geisser (17) verzichten müssen. Sie werden gemeinsam mit Nico Hischier als die grössten Schweizer Talente gehandelt und nehmen bereits gewichtige Führungsrollen ein. 

Kobach angeschlagen 
Der EHC Olten muss seinerseits auf Verteidiger Reto Kobach verzichten. Er wurde gegen Visp von einem Schuss an der Hand verletzt, musste das Spiel abbrechen und liess sich noch am Sonntagabend im Spital untersuchen. Die Entwarnung kam prompt: Zum Glück ist nichts gebrochen. Pausieren muss Kobach dennoch, sollte am Freitag jedoch im Heimspiel gegen Ajoie wieder einsatzbereit sein. (von Silvan Hartmann)

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