Montag, 1. Mai 2017

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«Ich hoffe, er sorgt für den Unterschied»


Der EHC Olten verpflichtet definitiv bis Ende Saison den Tschechen Jiri Polansky – wie Trainer Maurizio Mansi damit umgeht.

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Jiri Polansky im Trinec-Trikot. (Bild: Getty).

Gute bezahlbare Ausländer, wie etwa die beiden Langenthaler Brent Kelly und Jeff Campbell oder die Ajoie-Söldner Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen, sind in der Nationalliga B Mangelware. Wer als Verein solche entdeckt, hat die Nadel im Heuhaufen gefunden. Ob das den Dreitannenstädtern nun auch gelungen ist? 

Klar ist: Der EHC Olten verstärkt sich, wie bereits angekündigt, bis Ende der laufenden Saison mit Jiri Polansky. Der 35-jährige Tscheche stösst bereits am ersten Weihnachtstag zum EHC Olten und könnte womöglich am Dienstag, 27. Dezember im Heimspiel gegen Biasca Ticino zu seinem ersten Einsatz kommen, sofern die Spielberechtigung des Verbandes rechtzeitig eintrifft.

Positiver Eindruck
Jiri Polansky zeichnet sich durch eine eindrückliche Puckbehandlung aus und hat ein gutes Auge für die Mitspieler. Ist er der Spielmacher, der dem EHCO noch gefehlt hat? «Ich hoffe, dass er den Unterschied machen kann. Er hat fantastische Referenzen», sagt Trainer Maurizio Mansi, der mit Polansky bereits telefoniert hat: «Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit ihm. Ein sehr umgänglicher Typ, ehrlich, professionell – ich habe einen sehr positiven ersten Eindruck.» 

Der Wechsel birgt grossen Zündstoff auf den Ausländerpositionen. Jeweils einer der drei EHCO-Ausländer wird pausieren müssen, da in der NLB nur zwei in einem Spiel auflaufen dürfen. «Wir haben mit Justin Feser und Curtis Gedig gesprochen und sie wissen, was auf sie zukommt. Mir ist bewusst, dass derjenige Spieler, der jeweils aussetzt, nicht glücklich sein wird. Aber das gehört zum Business und haben alle von uns schon erlebt. Man muss sich den Einsatz erkämpfen», sagt Mansi ganz offensichtlich nicht unerfreut über den internen Kampf um einen Stammplatz. 

Viele Optionen
Wie der EHCO-Trainer konkret mit dieser Situation umgehen wird, weiss er noch nicht. «Wir haben viele Optionen. Vielleicht rotieren wir von Spiel zu Spiel, vielleicht setzt fix einer aus. Wir werden es sehen.» 
Jiri Polansky stösst vom HC Ocelari Trinec zum EHC Olten. Dort geniesst der 35-Jährige Legendenstatus, absolvierte er doch 17 Saisons für den aktuellen Leader der tschechischen Liga.

In dieser Zeit gelangen ihm in rund 800 Spielen knapp 500 Skorerpunkte. Damit trug sich Polansky als zweitproduktivster Spieler in die Geschichtsbücher von Trinec ein. Ob Olten der nächste Ort sein wird, in welchem er bleibende Spuren hinterlässt? (von Silvan Hartmann)

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