Sonntag, 26. März 2017

Zofingen

6 bis 13°C

Nyffeler entschärft die Raketen


Der EHC Olten besiegt die Ticino Rockets nach einer konzentrierten Leistung mit 4:0.

BILDER
Des einen Freud, des anderen Leid: Oltens Cédric Schenuwly (links) freut sich über seinen Treffer zum 3:0, Biascas Zaccheo Dotti ist zum Heulen zu Mute. (Bild: HR. Aeschbacher)

 

Olten - Biasca Ticino 4:0 (0:0, 3:0, 1:0)

Kleinholz. – 3584 Zuschauer. – SR: Clément/Staudenmann (Pitton/Wermeille). – Tore: 29. Ulmer (Diem, Schneuwly; Ausschluss Goi) 1:0. 31. Wüst (Truttmann, Feser) 2:0. 32. Schneuwly (Pargätzi, Ulmer; Ausschluss Isacco Dotti) 3:0. 59. Truttmann (Feser; Ausschluss Diem!) 4:0. – Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Olten, 5-mal 2 Minuten gegen Biasca Ticino.

Olten: Nyffeler; Gedig, Aeschlimann; Meister, Pargätzi; Bagnoud, Kobach; Schnyder, Ast; Mäder, Hürlimann, Leonelli; Huber, Schneuwly, Hirt; Wüst, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Diem, Uler.

Biasca Ticino: Müller; Riva, Pinana; Zaccheo Dotti, Tosques; Isacco Dotti, Moor; Rochat, Montandon; Incir, DalPian, Stucki; Hrabec, Guidotti, Trisconi; Mazzolini, Goi, Zanatta; Camarda, Schnüriger, Spinedi.

Bemerkungen: Olten ohne Grieder, Rouiller, Sahli, Morini (alle verletzt) und Heinimann (bei Servette). – 32. Timeout Biasca.

Spielt er, oder spielt er nicht? Manch einer der 3584 Zuschauer ging mit der Erwartung ins Kleinholz, vielleicht den neuen Ausländer des EHC Olten, Jiri Polansky, erstmals im grünweissen Dress im Einsatz zu sehen. Es war aber absehbar, dass die amtlichen Mühlen während der Festtage etwas langsamer mahlen als sonst. Und deshalb erstaunte es auch nicht, dass auf dem Matchblatt gegen Biasca der Name des Tschechen fehlte und das gewohnte kanadische Duo Feser/Gedig auflief. Der Papierkram im Zusammenhang mit Polanskys Transfer von Trinec nach Olten konnte nicht rechtzeitig erledigt werden. Trotzdem wurde der auf der Tribüne sitzende, neue Söldner von den Fans mit einem in tschechischer Sprache gehaltenen Spruchband begrüsst. Die Premiere des 35-Jährigen dürfte, wenn alles gut geht, am Freitag beim EHCO-Gastspiel bei Spitzenreiter La Chaux-de-Fonds über die Bühne gehen.

Dannzumal dürften die Oltner auf die Dienste des begnadeten Technikers mehr angewiesen sein als gestern gegen die Ticino Rockets aus Biasca. Die waren zwar einmal mehr ein unangenehmer, aber eben auch ein mehrheitlich harmloser Gegner. Trotzdem brauchte der EHCO einen langen Anlauf, ehe er die Weichen auf Sieg zu stellen vermochte. Martin Ulmer öffnete mit einem glücklichen Treffer – Biasca-Goalie Stefan Müller lenkte den Puck ins eigene Tor – kurzzeitig die Schleusen, was den Oltnern innerhalb von 202 Sekunden drei Tore bescherte. Wüst und Schneuwly erhöhten kurz nach Spielhälfte auf 3:0, womit der Match bereits vorentschieden war.

Für einmal gelang es dem EHC Olten auch, den Konzentrationslevel hochzuhalten, was die Basis dafür bildete, dass Dominic Nyffeler seinen ersten Shutout im Dress der Powermäuse feiern durfte. Nyffeler musste im Schlussdrittel zwar einige Male eingreifen, um seinen Kasten rein zu halten, bedankte sich aber trotzdem bei seinen Vorderleuten für deren solide Arbeit: «Sie haben mir die Sache erleichtert. Sie sind gut gestanden, haben gut verteidigt. Ich habe viele Schüsse gesehen.»

Für seinen ersten «Nuller» beim EHC Olten wird sich Dominic Nyffeler – einer Tradition gehorchend – bei seinen Mitspielern erkenntlich zeigen. «Vielleicht spendiere ich einen Kasten Bier – wenn es der Trainer zulässt. Sonst backe ich einen Kuchen für die Jungs», sagte er nach seiner tadellosen Leistung lächelnd.

Nyffeler machte gegen die Ticino Rockets auf jeden Fall beste Werbung in eigener Sache. Denn noch ist das Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nummer eins im Tor der Oltner völlig offen. Sowohl Dominic Nyffeler als auch Matthias Mischler dürfen sich Chancen ausrechnen, in den Playoffs der Mann zu werden, auf den Headcoach Maurizio Mansi zählt – wenn es denn überhaupt so weit kommt. «Gut möglich, dass wir auch dann noch das Rotationsprinzip anwenden», sagte Nyffeler, der diesen internen «Wettstreit» sowieso sehr gelassen zur Kenntnis nimmt. «Ich nehme immer nur Spiel für Spiel und mache mir keine allzu grossen Gedanken.»

In La Chaux-de-Fonds dürfte wieder Matthias Mischler im Tor stehen. Er hat mit dem Leader noch eine Rechnung offen. Die bittere 4:6-Niederlage von Ende November mit den drei Gegentoren in der letzten Minute ist allen noch in schlechter Erinnerung. Vielleicht hilft ja Jiri Polansky bei der Vergangenheitsbewältigung. (von Marcel Kuchta)

Kommentare zu diesem Artikel (0)
Kommentar zu diesem Artikel schreiben
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.





Sie befinden sich hier: 

Home / RESSORTS / EHCO Mobile-Website anzeigen


Verlag

Zeitungen





Copyright 2016 © Zofinger Tagblatt