Montag, 1. Mai 2017

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Die rote Maschinerie läuft immer besser


Der EHC Olten trifft am Berchtoldstag auf den HC Red Ice Martigny. Die Unterwalliser sind nach Startschwierigkeiten zu einer Einheit zusammengewachsen.

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Wie eine Mauer: Reto Lory ist statistisch der beste Torhüter der Liga. Im Schnitt muss er nur zwei Mal pro Spiel hinter sich greifen. (Bild: Toppictures)

13 Abgänge standen 14 Neuzuzügen gegenüber. Das war die Transferbilanz im Sommer beim HC Red Ice. Darin sind die bisher gelösten B-Lizenzen für Paul Savary (Lausanne), Fabien Currit (Langnau) oder Mathieu Maret (Fribourg) noch nicht eingerechnet. Unter den Transfers befanden sich den Namen nach viele gute Einzelspieler. Reto Lory, Frédéric Iglesias oder Sandro Brügger sind nur drei Namen davon. Dass gute Einzelspieler nicht automatisch ein gutes Team ergeben, ist bekannt und so bekundeten die Unterwalliser zu Saisonbeginn viel Mühe. Gleichzeitig war auch allen bewusst, dass mit diesem Team im Verlaufe der Saison zu rechnen sein würde – eben dann, wenn die Einzelspieler zu einer Einheit geworden sind und das Konzept von Trainer Matjaz Kopitar verinnerlicht haben. Zu Saisonbeginn profitierten die Unterwalliser trotz offensiverer Ausrichtung vorderhand von ihrem guten Defensivkonzept, sodass sie doch einige Punkte sammeln konnten. Ausserdem sicherte Torhüter Reto Lory den einen oder anderen Sieg für sein Team – er ist statistisch betrachtet der beste Torhüter der ganzen Liga. Im Schnitt erhält er rund zwei Tore pro Spiel, bei einer Abwehrquote von 93.55% aller Schüsse, die auf sein Gehäuse kommen. Ein unglaublich starker Wert.

Mehr als Berglund und Balej

Die Defensive der Martinacher war allerdings bereits in den letzten Jahren relativ stark, dafür happerte es stets beim Toreschiessen. Dies hat sich noch nicht komplett geändert, wenn auch eine Steigerung zu sehen ist. So schossen sie bislang rund 30 Tore mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Das ist vor allem den zwei starken Söldnern Berglund und Balej zu verdanken. Nachdem zu Beginn der Saison beinahe alles von ihnen und dem Offensivverteidiger Frédéric Iglesias abhing, konnten sich unterdessen diverse Spieler bezüglich ihrer Punkteausbeute markant steigern. Mitunter dank Brem, Melvin Merola, Malgin, Lakhmatov, Birbaum, Luca Zanatta, aber auch Krutov, Brügger und Schommer ist die Offensivabteilung jetzt enorm breit abgestützt und für jeden Gegner unberechenbar. In der Tabelle hat sich Red Ice vom Playoffstrich her langsam an die Top 4 der Liga herangetastet und wird im Kampf um einen Platz mit Heimvorteil in den Playoffs mitreden.

Offene Rechnung

Wenn wir schon die Tabellen vergleichen, dann sehen wir auch, dass der EHCO ganz ähnlich wie vor einem Jahr dasteht und zwar in fast allen Bereichen. Einzig haben die Oltner bis anhin ein bisschen weniger Tore geschossen und dafür auch um einiges weniger Tore erhalten. Damit sich die aktuelle, durchaus gute Ausgangslage für die Oltner nicht zum Schlechten wendet, wäre ein Sieg gegen Red Ice wichtig. So könnte man einen Direktkonkurrenten um einen der vier ersten Plätze in der Tabelle im Zaum halten. Nicht nur der Ausgangslage wegen dürfte es eine intensive und enge Partie werden. In den bisherigen beiden Vergleichen in dieser Saison ging es jeweils in die Verlängerung, einmal ins Penaltyschiessen. Und der EHCO hat noch etwas gut zu machen, denn beide Male haben sich die Überstunden für die Oltner nicht gelohnt. Sie mussten sich jeweils geschlagen geben und konnten die Unterwalliser folglich in dieser Saison noch nicht bezwingen. (von Andreas Hagmann)

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