Dienstag, 28. März 2017

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Polansky inspiriert sein Team


Der EHC Olten kommt gegen Winterthur zu einem ungefährdeten 6:1-Heimsieg.

BILDER
Jiri Polansky lässt sich nach seinem ersten EHCO-Treffer von Marco Truttmann (links) und Jonathan Ast feiern. (Bild: André Grossenbacher)

Olten - Winterthur 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)
Kleinholz. – 3063 Zuschauer. – SR Kämpfer, Abegglen/Kehrli. – Tore: 2. Polansky (Pargätzi, Marco Truttmann) 1:0. 6. Ueli Huber (Pargätzi, Ramon Diem) 2:0. 27. Mäder (Feser) 3:0. 40. (39:42) Leonelli (Ramon Diem) 4:0. 43. Hutchings (Beeler, Adrian Wichser) 4:1. 50. Ast (Hirt, Schneuwly) 5:1. 51. Wüst (Polansky, Hürlimann) 6:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten, 1-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Olten: Nyffeler; Hürlimann, Kobach; Pargätzi, Ast; Grieder, Aeschlimann; Huber, Schneuwly, Hirt; Wüst, Polansky, Truttmann; Mäder, Feser, Ulmer; Schwarzenbach, Diem, Leonelli.
Winterthur: Oehninger; Leu, Gähler; Büsser, Molina; Roos, Hurter; Steinauer, Zuber; Beeler, Wichser, Hutchings; Thöny, Keller, Ganz; Lemm, Theodoridis, Staiger; Schärer, Lemm.
Bemerkungen: Olten ohne Gedig (überzählig), Bagnoud (krank), Schnyder, Meister, Rouiller, Chuard, Sahli und Morini (alle verletzt).

Was war das für eine Begrüssung der Nummer 9 im Kleinholz. Erst degradiert Jiri Polansky Winterthurs Samuel Keller zum Schulbuben und dann vernascht der Tscheche auch Torhüter Remo Oehninger mit einem platzierten Handgelenkschuss über die Schulter. Für seinen ersten Streich benötigte der Heimdebütant gerade mal 90 Sekunden, ehe er für seinen ersten Vollerfolg im Oltner Dress besorgt war.

Nach dem Spiel wurde Polansky vom Publikum mehrere Minuten gefeiert. Der «Mann des Spiels» wusste gar nicht damit umzugehen und winkte den Fans zurückhaltend zu, bis schliesslich Maskottchen Speedy mit dem Tschechen die Welle anstimmte.

Von Polanskys Abschlusseffizienz offensichtlich beeindruckt, erhöhte Ueli Huber auf einen fantastischen Flippass von Romano Pargätzi mit der zweiten Chance des Spiels auf 2:0. Es sollte gegen die lethargisch aufspielenden Zürcher bereits die Vorentscheidung sein – nach weniger als sechs Minuten.

Dass die Winterthurer im Herbst nach neun Meisterschaftsspielen kurzzeitig von der Tabellenspitze grüssten, lässt die Hockeyfans angesichts der gestrigen Leistung mehr als erstaunen. Winterthur, das am 1. Oktober noch zwei Punkte aus Olten entführte, war gestern nur zu meist harmlosen Konterattacken imstande. Der EHC Olten seinerseits vermochte diese Tatsache für einmal mit einer starken Effizienz für sich auszunutzen. Und so mauserte sich die Partie schon früh zu einem besseren Trainingsspielchen. Bezeichnend hierfür war eine Chance um Jiri Polansky, der vor dem quasi leerstehenden Tor noch Marco Truttmann suchte (36.). Besser machte es dieselbe Sturmreihe in der 50. Minute, als Philipp Wüst einen gefühlvollen Polansky-Pass – beinahe ohne Gegenwehr der Winterthurer – verwertete.

Trainer Maurizio Mansi zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, fand aber im 6:1-Kantersieg auch Negatives: «Wir verhielten uns teilweise etwas undiszipliniert und hätten mit einem fokussierteren Auftritt noch mehr Tore erzielen können. Aber ich bin erfreut, dass die Fans gesungen und gefeiert haben.» Und auch Stefan Hürlimann befand: «Wir haben vor allem am Anfang aus wenigen Chancen unsere Tore geschossen und es anschliessend souverän nach Hause gebracht.» Der Captain absolvierte die Partie als Verteidiger, weil sich bei den Dreitannenstädtern die Situation in der Defensive angespannt ist. Simon Schnyders Verdacht auf einen Bruch des Handgelenks aus dem Derby hat sich bewahrheitet. Er wurde am Samstagmorgen erfolgreich operiert und wird dem EHCO rund zwei Monate fehlen. Weil mit Meister (Hüfte), Chuard (Rücken) und Bagnoud (krank) drei weitere Defensivarbeiter fehlten, konnten gleich sechs nominelle Verteidiger nicht eingesetzt werden. Mansi: «Unser Captain hat seinen Job gut gemacht. Er hilft damit dem Team ungemein.»

Am Dienstag erwartet den EHC Olten gegen die Rapperswil-Jona Lakers wieder ein Spiel auf höherem Niveau. «Dort müssen wir in allen Belangen wieder zulegen», weiss Hürlimann. (von Silvan Hartmann)

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