Freitag, 28. April 2017

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Das Heimrecht rückt in die Ferne


Der EHC Olten bekommt bei der 3:5-Heimpleite von Rapperswil-Jona eine Lektion erteilt.

BILDER
Sowohl Stefan Mäder (links) wie auch Ueli Huber können Rapperswil-Torhüter Melvin Nyffeler nicht bezwingen. (Bild: Hansruedi Aeschbacher)

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Olten - Rapperswil-Jona 3:5 (0:2, 1:2, 1:1)
Kleinholz. – 3033 Zuschauer. – SR: Hebeisen/Wirth (Progin/Schüpbach). – Tore: 12. Hüsler (Mason, Profico/Ausschluss Leonelli) 0:1. 20. Knelsen (Casutt) 0:2. 24. Sataric (Knelsen, Hügli) 0:3. 29. Polansky (Wüst, Feser/Ausschluss Rizzello) 1:3. 35. Bader (Hüsler, Vogel) 1:4. 44. Ulmer (Feser, Schwarzenbach) 2:4. 46. Casutt (Knelsen, Aulin/Ausschlüsse Ast, Bagnoud) 2:5. 51. Feser (Mäder/Ausschluss Schwarzenbach!) 3:5. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Olten, 9-mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.
Olten: D. Nyffeler; Hürlimann, Kobach; Pargätzi, Ast; Grieder, Aeschlimann; Bagnoud; Schwarzenbach, Schneuwly, Leonelli; Mäder, Feser, Ulmer; Wüst, Polansky, Truttmann; Huber, Hirt.
Rapperswil-Jona: M. Nyffeler; Geyer, Grossniklaus; Sataric, Maier; Mason, Profico; Guerra; Hoffmann, Aulin, Rizzello; Casutt, Knelsen, Hügli; Bader, Vogel, Hüsler; Schmutz, Studer, Altorfer.
Bemerkungen: Olten ohne Gedig (überzählig), Diem (familiäre Gründe), Schnyder, Rouiller, Meister, Sahli, Chuard und Morini (alle verletzt). Olten ab 58:35 bis 60:00 mit sechstem Feldspieler statt Torhüter D. Nyffeler.

Sieg, Niederlage, Niederlage, Sieg und nun schon wieder eine Niederlage – eine äusserst empfindliche noch dazu: Die Achterbahnfahrt des EHC Olten hat am Dienstag mit einer 3:5-Klatsche ihre Fortsetzung gefunden. Dabei wurden den Dreitannenstädtern von den Rapperswil-Jona Lakers deutliche Limiten aufgezeigt. Selbst sechs Überzahlsituationen in Serie (18 Strafminuten insgesamt) vermochten die Oltner vor 3033 Zuschauern nicht zum Positiven auszunutzen.

Auf der anderen Seite zeigten sich die St. Galler von der effizientesten Seite. «Wir sind selber Schuld. Unsere Chancenauswertung war einmal mehr nicht gut genug. Die Playoffs kommen langsam näher, das müssen wir sicher besser machen», bilanzierte EHCO-Stürmer Stefan Mäder schonungslos.

Anschluss verpasst
Kann sich der EHC Olten in den verbleibenden 13 Qualifikationsspielen nicht deutlich steigern, wird man in den Playoffs zuerst auswärts antreten müssen. Mit der 3:5-Niederlage ist der 4. Platz am Ende der Qualifikation – und damit das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde – zumindest schon einmal in die Ferne gerückt.

Der EHCO hat es verpasst, den Anschluss an die Top 4 zu halten, und Direktkonkurrent Rapperswil-Jona in der Momentaufnahme zu übertrumpfen. «Das Heimrecht wäre enorm wichtig in dieser ausgeglichenen Liga. Man muss schon den dritten Platz anstreben, um den anderen Topteams aus dem Weg gehen zu können», wusste Martin Ulmer. 

Ungenaues Passspiel 
Am Ursprung der 13. Oltner Saisonniederlage stand vor allem das ungenaue Passspiel. Selbst Jiri Polansky machte im ersten Drittel nur mit Pässen auf sich aufmerksam, die entweder in den Schlittschuhen der Mitspieler abprallten oder gleich beim Gegner landeten. 

Dabei startete der EHC Olten vielversprechend. Mit aufsässigem, druckvollem Spiel gestalteten die Powermäuse die Partie in der Anfangsphase mehrheitlich in der Offensive. Und trotzdem musste das Team von Headcoach Maurizio Mansi nach zwölf Minuten einem Rückstand hinterherrennen: Cédric Hüsler nutzte die zweite Überzahlsituation der St. Galler mit einem satten Handgelenkschuss aus.

Rückschlag in Erholungsphase
In der Folge war das dominante EHCO-Spiel wie weggeblasen. Es brauchte einen immer stärker aufspielenden Jiri Polansky und dessen überraschenden Pässe, um sich etwas zu fangen. Doch sowohl Philipp Wüst wie auch Marco Truttmann vermochten die tschechischen Zuspiele aus besten Abschlusspositionen nicht zu verwerten (19. Minute).

So kam es, wie es kommen musste: Just inmitten dieser Erholungsphase wurden die Oltner für gefährliche Pässe durch die Offensivzone bestraft. Dion Knelsen spitzelte an der eigenen blauen Linie den Puck aus der Zone, entwischte EHCO-Verteidiger Marc Grieder und verwandelte in bester Topskorer-Manier eiskalt zur Vorentscheidung (20.). 

«Wir haben für unsere Fehler teuer bezahlt. Das tut mir und dem Team weh», sagte Mansi. «Wir waren vor dem Tor nicht bissig genug. Dabei hatten wir uns vorgenommen, viel zu schiessen», so Oltens Trainer weiter. Doch woran scheiterte die Umsetzung? Martin Ulmer, der mit dem 2:4-Treffer noch einmal Hoffnung aufkeimen liess, zuckte nur wortkarg mit den Schultern: «Wenn es so einfach wäre, hätten wir es längst geändert.» (von Silvan Hartmann)

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