Mittwoch, 24. Mai 2017

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Ein guter Start genügte


Der EHC Olten gewinnt bei den GCK Lions 5:1, aber keinen Schönheitspreis.

BILDER
Oltens Torschütze zum 2:0, Cédric Schneuwly (links), im Zweikampf mit GCK-Stürmer Damon Puntus. (Bild: Toppictures)

 GCK Lions - Olten 1:5 (0:3, 0:1, 1:1)

KEK Küsnacht. – 140 Zuschauer. – SR: Erard (Dittli/Fuchs). – Tore: 6. Mäder (Feser, Truttmann; Ausschluss Allevi) 0:1. 8. Schneuwly (Huber) 0:2. 13. Kobach (Diem) 0:3. 36. Gedig (Truttmann, Feser; Ausschlüsse Hächler, Allevi) 0:4. 52. Hächler 1:4. 56. Aeschlimann (Huber) 1:5. – Strafen: 5-mal 2 plus 10 Minuten (Allevi) gegen die GCK Lions, 4-mal 2 Minuten gegen Olten.

GCK Lions: Guntern (13. Zürrer); Sidler, Geiger; Braun, Hächler; Büsser, Karrer; Luchsinger; Lazarevs, Ulmann, Högger; Miranda, Suter, Puntus;
Bachofner, Allevi, Barts.

Olten: Nyffeler; Pargätzi, Ast; Gedig, Kobach; Meister, Bagnoud; Grieder; Huber, Schneuwly, Hirt; Wüst, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Ramon Diem, Ulmer; Mäder, Hürlimann, Aeschlimann; Morini.

Bemerkungen: GCK Lions ohne Hinterkircher., Dominik Diem, Phil Baltisberger (bei den ZSC Lions), Liniger, Peter (beide verletzt) sowie Prassl (krank). Olten ohne Rouiller, Schnyder, Chuard, Sahli (alle verletzt), Polansky und Leonelli (beide überzählig). 31. Pfostenschuss Truttmann.

Man kann nicht behaupten, dass die von zwei EHCO-Spielern geäusserte, anonyme Systemkritik bei Headcoach Maurizio Mansi sonderlich gut angekommen ist. Der Italo-Kanadier stellte seine Mannschaft noch vor dem Spiel gegen die GCK Lions zur Rede und machte seinem Ärger unmissverständlich Luft.

Angesichts dieser Vorgeschichte durfte man gespannt sein, wie der EHC Olten im Gastspiel bei den GCK Lions zu Werke gehen würde. Nun: Nimmt man das Resultat als Massstab, dann verfehlten Mansis Worte ihre Wirkung nicht. Nach etwas mehr als zwölf Zeigerumdrehungen führte der EHCO in der wie immer fast leeren Kunsteisbahn in Küsnacht bereits mit 3:0. Mäder (6.) mit einem Ablenker, Schneuwly (8.) nach herrlicher Vorarbeit von Huber und Kobach (13.) mit einem Hammer von der blauen Linie sorgten früh für einen beruhigenden Vorsprung für die Oltner. Gegen die mit nur 16 Feldspieler angetretenen GCK Lions, die zudem ihre letzten zwölf Meisterschaftsspiele allesamt verloren hatten, schien sich ein Schaulaufen der Powermäuse anzubahnen.

Es war aber wie so oft in dieser Saison. Statt den Fuss weiter auf dem Gaspedal zu behalten und konsequent weitere Tore anzustreben, schlichen sich ins Spiel der Oltner je länger, je mehr Unkonzentriertheiten ein. Fehlpässe, schlechte Scheibenkontrolle und Passivität prägten nun das Bild. Wäre den GCK Lions im zweiten Drittel, als sie mehr vom Spiel hatten, der Anschlusstreffer gelungen, dann hätte es nicht verwundert, wenn der EHC Olten noch einmal in Nöte geraten wäre. Der starke Goalie Dominic Nyffeler rettete mehrmals in höchster Not. In Phasen wie diesen gibt die Mannschaft weiterhin Rätsel auf, weil sie auch gegen einen geschwächten und bescheidenen Gegner wie die GCK Lions nicht in der Lage ist, das Spiel vollumfänglich unter Kontrolle zu halten. «Wir sind gut gestartet, danach haben zu viele Spieler versucht, auch noch ihr Tor zu schiessen und nicht mehr innerhalb des Systems gespielt. Deshalb gerieten wir in Schwierigkeiten», ortete EHCO-Trainer Mansi das Hauptproblem seiner Mannschaft.

Die offensiv kaum noch existierenden Oltner durften sich jedenfalls glücklich schätzen, dass ihnen der gut gesinnte Schiedsrichter Erard nach Spielmitte eine doppelte Überzahl ermöglichte, welche Curtis Gedig mit einem wuchtigen Slapshot zum entscheidenden 4:0 verwertete. Der kanadische Verteidiger durfte gestern erstmals seit dem 2. Januar wieder auflaufen. Mansi verzichtete in Küsnacht etwas überraschend auf die Dienste von Jiri Polansky. «Ich wollte Curtis mal wieder einen Einsatz geben. Ausserdem hatte Polansky lange nicht gespielt, weshalb die Pause für ihn nicht schlecht ist», begründete der Oltner Trainer seinen Wechsel. Ob der Tscheche morgen im Heimspiel gegen Thurgau (17.30 Uhr) wieder zum Einsatz kommt, wird Maurizio Mansi erst am Spieltag entscheiden.

Playoff-Heimrecht wieder im Visier

Im Kampf um Platz vier und somit das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde erhielt der EHC Olten gestern übrigens unerwartet Schützenhilfe aus dem Tessin. Schlusslicht Biasca siegte bei den Rapperswil-Jona Lakers sensationell mit 4:0, womit die St. Galler nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den EHCO aufweisen. Schaut man sich dieses Resultat an, dann ist der Sieg der Oltner in Küsnacht umso höher einzustufen – auch wenn sie dabei bestimmt keinen Schönheitspreis gewannen. (von Marcel Kuchta)

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