Freitag, 28. April 2017

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Dämpfer im Qualifikations-Schlussspurt


Der EHC Olten unterliegt Visp in einem torreichen Spiel 5:6 nach Verlängerung.

BILDER
Die Scheibe will nicht ins Tor: Marco Truttmann vergibt gegen Visp-Torhüter Joel Aebi eine hochkarätige Chance. (Bild: André Grossenbacher)

Visp – Olten 6:5 n.V. (2:1, 3:2, 0:2, 1:0)

Latterna. – 3595 Zuschauer. – SR Kämpfer/Müller, Pitton/Rebetez. – Tore: 4. Lindemann (Alihodzic) 1:0. 7. Mäder (Bagnoud) 1:1. 16. Bucher (Ausschluss Bagnoud) 2:1. 21. (20:15) Heynen (Neher) 3:1. 25. Henrion 4:1. 30. Hirt (Grieder, Schneuwly) 4:2. 32. Aeschlimann (Kreis, Schneuwly) 4:3. 34. Rapuzzi (Neher/Ausschluss Polansky) 5:3. 45. Huber (Hirt, Schneuwly) 5:4. 50. Polansky (Truttmann/Ausschluss Brunold) 5:5. 64. Rapuzzi (Furrer) 6:5. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Visp, 4-mal 2 plus 10 Minuten (Kreis) gegen Olten.

Visp: Aebi; Wiedmer, Heynen, Bucher, Dubois; Kühni, Burren; Lindemann, Sturny; Rapuzzi, Neher, Henrion; Dolana, Brunold, Botta; Meyer, Bucher, Furrer; Thibaudeau, Ritz, Alihodzic.

Olten: Mischler; Kreis, Rouiller; Kobach, Barbero; Grieder, Bagnoud; Meister; Wüst, Polansky, Truttmann; Diem, Feser, Ulmer; Huber, Schneuwly, Hirt; Mäder, Hürlimann, Aeschlimann; Schwarzenbach.

Bemerkungen: Olten ohne Gedig, Leonelli, Sahli (alle überzählig), Heinimann (Servette) sowie Schnyder, Pargätzi (beide verletzt.) Visp ohne Camperchioli, Rheault, Bitz, Schmidli, Wyssen, Schoder, Pittet, Burgener.

Als der EHC Olten vor exakt zwei Wochen zuletzt in Visp gastierte, waren die Dreitannenstädter am Tiefpunkt der laufenden Saison angelangt. Die 2:6-Klatsche war schliesslich die eine Niederlage zu viel, sodass der EHCO-Verwaltungsrat tags darauf beschloss, Headcoach Mansi zu entlassen. Mit dem neuen Trainer Bengt-Ake Gustafsson und einer Startserie von drei Siegen in drei Spielen fand das Selbstvertrauen wieder Einzug in der EHCO-Kabine.

Vergleicht man die Klatsche mit der gestrigen 5:6-Niederlage, steht der Vergleich der beiden Partien als Sinnbild für die Trendwende der Mannschaft in den letzten zwei Wochen: Noch läuft längst nicht alles wunschgemäss, doch die Mannschaft von Gustafsson zeigt Charakter. Dass der EHC Olten gestern nach einem 1:4-Rückstand noch einmal ins Spiel findet und doch noch einen Punkt aus Visp entführt, spricht für das Team. Und dennoch hätten im Kampf um das Playoff-Heimrecht drei Punkte gegen den Tabellensiebten Visp Pflicht sein sollen.

Polanskys Tor, Truttmanns Chance

Der EHC Olten verschlief die Partie jedoch bis Spielmitte regelrecht, sodass man das Gefühl hatte, die Spieler seien mit den Gedanken wohl immer noch irgendwo auf der beschwerlichen Carfahrt nach Visp geblieben. Es war für einmal auch nicht die Partie von Torhüter Matthias Mischler, der drei der sechs Gegentreffer auf seine Kappe nehmen musste. «Wir gingen nach dem 10:1-Sieg zu locker in diese Partie rein», bestätigte Ueli Huber und ergänzte: «Immerhin haben wir im dritten Drittel gezeigt, wozu wir im Stande sind», so der Stürmer weiter, der mit seinem 4:5-Anschlusstreffer (44.) wieder Hoffnung in das bereits verloren geglaubte Spiel brachte. Zuvor hatten bereits Remo Hirt (29.) und Cyrill Aeschlimann (31.) die Schüsse von Marc Grieder und Samuel Kreis vor dem Tor entscheidend abgelenkt und damit für den längst überfälligen Weckruf gesorgt.

In einem packenden Schlussdrittel, in dem der EHCO immer wieder anrannte,
gelang es schliesslich Jiri Polansky, die Dreitannenstädter mit einem trockenen Abschluss in die doch verdiente Verlängerung zu schiessen. In dieser lancierte der Tscheche Sturmpartner Marco Truttmann mit einem Zuckerpass, der jedoch die hochkarätige Chance nicht verwerten konnte, da er am ausgefahrenen Beinschoner von Visps Torhüter Joel Aebi hängenblieb. Und so sicherte Topskorer William Rapuzzi nach einem überlangen Oltner Einsatz eine Minute vor dem Ende der Verlängerung den Vispern den Zusatzpunkt, die an diesem Abend spielerisch unterlegen waren, aber in Sachen Effizienz brillierten.

Der veritable Fehlstart in die Partie und die damit verbundene Niederlage dürfte für den EHCO besonders ärgerlich sein, weil Martigny gestern La Chaux-de-Fonds in der Verlängerung (4:3) besiegte. So wird das Direktduell am Dienstag bei Red Ice drei Runden vor Schluss mehr als bloss wegweisend sein, wer mit dem fünften Rang vorliebnehmen muss. (von Silvan Hartmann)

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