Donnerstag, 27. April 2017

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Welches Team soll es denn sein?


DEr EHC Olten schnuppert an Rang drei –  warum aber Platz fünf erfolgversprechender ist.

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Mehr als nur ein Playoff-Härtetest: Ein Sieg im heutigen Derby gegen Leader Langenthal wäre für das Selbstvertrauen Gold wert. Ein Playoff-Duell mit dem Rivalen ist frühestens im Halbfinal möglich. (Bild: Hansruedi Aeschbacher)

 

Gewiss, ein Heimsieg im heutigen Derby gegen den unumstrittenen Leader Langenthal (20 Uhr) wäre angesichts der Aufwärtstendenz, in welcher sich der EHC Olten unter Trainer Bengt-Ake Gustafsson befindet, im Hinblick auf die in einer Woche beginnenden Playoffs mehr wert als bloss drei Punkte.

Nachdem der EHC Olten am Dienstagabend mit dem 4:2-Auswärtssieg in Martigny zwei Runden vor Ende der Qualifikation souverän Platz vier erobert hat – was bedeuten würde, dass der EHCO die Playoffs zu Hause beginnen kann – gibt es derzeit nur ein Thema: Gegen wen soll der EHC Olten im Playoff-Viertelfinal denn antreten? Martigny? Ajoie? Oder doch die Rapperswil-Jona Lakers? Es sei vorweggenommen: Nur gegen Ajoie weist der EHCO in dieser Saison eine positive Bilanz aus.

Noch ist vor dem heutigen Derby gegen Langenthal und dem Quali-Abschlussspiel vom Sonntag in Winterthur (17.30 Uhr) zwischen Platz drei und sechs alles offen! Klar, wirtschaftlich lohnte sich der vierte Platz, sollte es zu Hause im Kleinholz in den Playoffs zu einem fünften oder siebten Spiel kommen. Doch sportlich wäre ein fünfter Rang, wie ein Blick auf die Saison-Statistiken verrät, wohl sinnvoller. Nicht zuletzt auch Cédric Schneuwly hält fest, dass eine solche Platzierung kein Weltuntergang wäre. «Wir spielen auf fremdem Eis hin und wieder besser als vor dem eigenen Publikum. Das kann in den Playoffs eine grosse Chance sein», so der EHCO-Stürmer.

Was heisst schon hin und wieder? Die Auswärtstabelle verrät, dass Olten mit 48 Punkten aus 23 Spielen die zweitbeste NLB-Mannschaft auf fremdem Eis ist (siehe Auswärtstabelle rechts), während die Oltner zu Hause lediglich den durchschnittlichen 6. Platz der Liga innehalten. So oder so: Nach der holprigen Qualifikation dürfte der Playoff-Viertelfinal kein Selbstläufer sein. Umso mehr wagen wir uns an eine Auslegeordnung zu den möglichen Playoffgegnern:

 

Martigny Red Ice

Ob mit oder ohne Heimrecht: Die Walliser sind der wahrscheinlichste Viertelfinal-Gegner der Oltner. Martigny hat derzeit eine lange Verletztenliste zu beklagen – unter anderem fehlen Spieler wie Paul Savary, Vitali Lakhmatov oder der KHL-erfahrene Alexei Krutov. Doch viele der Verletzten sollten zum Playoff-Auftakt wieder einsatzbereit sein. Der EHC Olten wird trotz dem jüngsten Auswärtssieg im Wallis mehr als gewarnt sein.

Direktduelle aus Oltner Sicht: 2:3 n. V., 2:3 n. P., 2:5, 4:2.

Martigny-Restprogramm: Ticino Rockets, Rapperswil-Jona Lakers.

HC Ajoie

Plötzlich ist ein Playoffduell mit dem HC Ajoie wieder möglich. Der EHCO bestritt beim 4:3-Auswärtssieg, dem Debüt von Gustafsson, eines der intensivsten Spiele der Saison gegen Ajoie! Der Vorjahres-Meister tritt nebst dem Traumduo Jonathan Hazen und Philip-Michael Devos immer wieder mit erfahrenen NLA-Spielern von Servette an (Eliot Antonietti oder Auguste Impose). Spannend: Sämtliche Direktduelle wurden mit einem Tor Unterschied entschieden. Die Ajoulots beginnen sich jedoch allmählich in einen Playoffrausch zu spielen und haben am Dienstag gegen die GCK Lions mit dem 9:1-Sieg eine Duftmarke gesetzt. Die Jurassier werden in der ganzen Liga gefürchtet und verfügen über das Potenzial, sich als derzeit Sechstplatzierter wiederum zum Überraschungsteam der Playoffs zu mausern.

EHCO-Direktduelle: 3:2, 2:1, 3:4, 4:3.

Ajoie-Restprogramm: Visp, La Chaux-de-Fonds.

 Rapperswil-Jona Lakers

Der unwahrscheinlichste Playoffgegner des EHC Olten – und trotzdem noch immer möglich, sollten sowohl die Powermäuse wie auch die Lakers die beiden letzten Qualispiele verlieren, gleichzeitig Ajoie beide gewinnen sowie die Ticino Rockets Martigny bezwingen. Rapperswil-Jona misslang der Saisonstart gründlich und kam erst nach rund 12 Spielen so richtig in Fahrt – dies umso eindrücklicher, wie die Direktduelle mit dem EHCO zeigen.

EHCO-Direktduelle: 4:2, 1:2, 1:3, 3:5.

Lakers-Restprogramm: Thurgau, Red Ice.

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