Donnerstag, 29. Juni 2017

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Ohne Heimrecht in die heisse Phase


Der EHC Olten bezwingt im letzten NLB-Qualifikationsspiel Winterthur 4:0 – in den Playoffs wartet Rapperswil-Jona. 

BILDER
Einen Schritt schneller: EHCO-Stürmer Thomas Heinimann (links) im Duell mit Winterthurs Alain Bircher. (Bild: Toppictures/Michael Walch)

Winterthur - Olten 0:4 (0:2, 0:1, 0:1) 
1317 Zuschauer. – Zielbau Arena. – SR: Fischer/Weber, Altmann/Gurtner. – Tore: 6. Polansky 0:1. 14. Feser (Wüst, Kreis) 0:2. 40. (39:08) Schneuwly (Polansky, Truttmann) 0:3. 55. Barbero (Schneuwly, Kreis/Ausschluss Gähler) 0:4. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Winterthur, 3-mal 2 Minuten gegen Olten. 
Winterthur: Oehninger; Leu, Gähler; Roos, Molina; Hurter; Bircher, Zuber; Thöny, Homberger, Bader; Keller, Wichser, Hutchings; Beeler, Theodoridis, Hartmann; Zahner, Schärer, Lemm. 
Olten: Nyffeler; Kreis, Rouiller; Grieder, Bagnoud; Kobach, Barbero; Meister; Polansky, Schneuwly, Truttmann; Wüst, Feser, Ulmer; Diem, Heinimann, Leonelli; Huber, Mäder, Aeschlimann; Morini. 
Bemerkungen: Olten ohne Gedig, Sahli (beide überzählig), Pargätzi, Schnyder, Hürlimann, Schwarzenbach und Hirt (alle verletzt). 

Die Würfel sind im letzten Qualifikationsspiel gefallen: Der EHC Olten trifft nach einem ungefährdeten 4:0-Sieg über Winterthur in den am Freitag beginnenden Playoff-Viertelfinals als Fünftplatzierter auf die Rapperswil-Jona Lakers. Damit hat der EHC Olten ein erstes angepeiltes Saisonziel – mit Heimrecht, in die Playoffs zu starten – verpasst. 

Besonders ärgerlich erscheint dies, weil sich der EHC Olten seinen Playoffplatz mit gleich vielen Punkten (je 91) wie die Lakers sicherte. Die Dreitannenstädter starten nur deshalb auswärts in die Playoff-Serie, weil man gegen Rapperswil-Jona in den Direktduellen mit 1:3-Siegen in dieser Saison den Kürzeren zog.

Diese Tatsache dürfte insbesondere nachdenklich stimmen, weil dem Sieg im September drei Niederlagen folgten (4:2, 1:2, 1:3, 3:5). Als positiv darf hingegen ausgelegt werden, dass der EHCO aus den sieben bisherigen Partien unter dem neuen Trainer Bengt-Ake Gustafsson fünf Mal als Sieger vom Eis ging und somit ein gesundes Selbstvertrauen wiedererlangt werden konnte, während die Lakers in dieser Zeit in eine Mini-Krise geschlittert sind und lediglich zwei Mal gewinnen konnten. 

Playoffs als Neuanfang
«Das interessiert uns alles nichts mehr. Am Freitag beginnt die Saison von neuem. Wichtig ist, dass wir die Playoffs als Neuanfang sehen und die positiven Emotionen mitnehmen», sagt EHCO-Captain Cédric Schneuwly darauf angesprochen.

Man spürt rund um das Team, dass die Spieler nach einer langen Qualifikationsphase die Playoffs mit Freude erwarten: «Das wird geil. Es treffen zwei läuferisch und technisch versierte Mannschaften aufeinander. Das kommt uns sicher entgegen», sagt EHCO-Stürmer Martin Ulmer mit Überzeugung, der nach einem Aufgebot mit Österreichs Nationalteam wieder zurück im Team ist. 

Rätsel noch nicht gelöst 
Trotz der Steigerung gegen Ende der Qualifikation muss Olten einen Zacken zulegen, will man gegen ein mehr als ebenbürtiges Rapperswil-Jona in der heissen Phase der Saison bestehen. So warf zuletzt nicht nur die blamable 1:5-Niederlage gegen Langenthal vom Freitag Rätsel auf, sondern schien diese ganz offensichtlich gegen Winterthur in den Startminuten noch immer in den Knochen der EHCO-Spieler zu stecken.

Anders ist es nicht zu erklären, dass Olten erst in der fünften Minute das erste Mal offensiv Akzente setzen konnte. Eine Zeigerumdrehung später überraschte Jiri Polansky EHCW-Verteidiger Atanasio Molina mit einem aufsässigen Pressing, sodass der Tscheche einen haarsträubenden Pass seines Gegenspielers abfangen konnte und die Oltner in Führung schoss. 

Schwachpunkt Effizienz
Der Winterthurer machte seinen Teamkollegen damit keinen Gefallen, weil er zugleich dem Team den Stecker zog. Olten riss das Spieldiktat fortan an sich, sodass ein Sieg nie angezweifelt werden musste. Und dennoch war die Oltner Effizienz einmal mehr Playoff-unwürdig. Erst Ueli Huber, danach Justin Feser, gefolgt von Cyrill Aeschlimann, scheiterten vor dem leeren Tor stehend im Minutentakt kläglich. Und so feierte Schneuwly seinen 3:0-Treffer bezeichnenderweise mit einem erlösenden Jubelschrei (39. Minute).

Immerhin erlangten die Dreitannenstädter im Vergleich zum Derby in der Defensive die Stabilität zurück, sodass Torhüter Dominic Nyffeler einen Shutout feiern durfte. Vieles spricht für den 24-Jährigen, dass er am Freitag zum Playoff-Auftakt das EHCO-Tor hüten wird. (von Silvan Hartmann)

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