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Diese sechs Faktoren machen Mut


Zwei Playoffspiele, zwei Niederlagen – trotzdem gibt es gute Gründe, weshalb der EHC Olten gegen die Rapperswil-Jona Lakers das Halbfinal-Ticket noch lösen wird.

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So will man den EHC Olten im dritten Spiel sehen: Jubelnd im Auswärtstrikot. (Bild: Grossenbacher)

Nationalliga B, Playoff-Viertelfinals (best-of-7): 
Dritte Runde: Dienstag, 21. Februar: Martigny - Ajoie (19.45 Uhr); Stand: 0:2. Rapperswil-Jona - Olten (19.45); Stand: 2:0. Langenthal - Thurgau (20.00); Stand: 2:0. La Chaux-de-Fonds - Visp (20.00); Stand: 1:1.

Bitter enttäuscht zieht eine Vielzahl der EHCO-Zuschauer unmittelbar nach dem entscheidenden 2:4-Gegentreffer ins leere Gehäuse von dannen, weshalb die letzten 10 Sekunden nur noch vor halb leeren Rängen runtergespielt werden: 0:2-Rückstand. Kaum haben die Playoffs begonnen, steht der EHC Olten bereits mit dem Rücken zur Wand, was so viel bedeutet wie: Zwei Niederlagen in den nächsten fünf Spielen und die Powermäuse beenden die Saison frühzeitig.

Doch das Glas ist im Kleinholz halb voll, nicht halb leer: Denn genauso stehen die Oltner mit vier Siegen in den nächsten fünf Spielen im Playoff-Halbfinal. Zuversichtlich stimmt, dass der EHC Olten in beiden bisherigen Partien nahe am Sieg stand – und es spricht noch viel mehr für die Powermäuse: 

1. Die Statistik besagt: Eine 0:2-Aufholjagd ist möglich 
Obwohl es der EHC Olten seit der Einführung der Best-of-7-Serie in den NLB-Playoffs (Saison 2002/03) noch nie erlebt hat, haben schon zahlreiche Mannschaften bewiesen, dass es als schlechter klassiertes Team beileibe nicht unmöglich ist, einen 0:2-Rückstand zu wenden. Das Wichtigste dabei: In der EHCO-Kabine ist der Glaube daran vorhanden. Nur muss das Team noch das nötige Glück erzwingen. 

2. Spielmacher Jiri Polansky: Das Oltner Glanzlicht 
Wo ist die Nummer 9? Er ist nicht nur omnipräsent im Oltner Spiel, er wird auch regelrecht von seinen Mitspielern gesucht: Spielmacher Jiri Polansky. Der Tscheche ist in fast jedem Einsatz für das Glanzlicht besorgt und setzt mit seinen Zuckerpässen die Mitspieler so gut in Szene, dass selbst im gegnerischen Fanlager applaudiert wird. Können die Mitspieler endlich die Genialität des Tschechen in Tore ummünzen, spricht alles für die Oltner. 

3. Mäder, Huber, Leonelli: Der Oltner Playoffgeist lebt 
Sie rackern, sie kämpfen, sie machen die Checks fertig und stellen sich dorthin, wo es wehtut: Stefan Mäder, Ueli Huber und Nicolas Leonelli haben ihren Mitspielern in den ersten beiden Spielen vorgelebt, wie Playoff-Hockey funktioniert. Gelingt es ihnen, die Teamkollegen anzustecken, wird das Feuer in der Serie so richtig entfacht. 

4. Bengt-Ake Gustafsson: Der erfahrene Startrainer 
Knapp 700 Spiele bestritt er in der besten Eishockeyliga der Welt. Als eines seiner vielen NHL-Highlights stürmte er an der Seite von Wayne Gretzky und als Trainer erreicht er Heroisches, wie den Olympiasieg, den Weltmeistertitel oder den NLA-Aufstieg: Der 58-jährige Schwede Bengt-Ake Gustafsson hat (fast) alles erlebt. Der EHCO-Startrainer hat zweifellos das Rüstzeug dazu, Olten auf die Siegesstrasse zu bringen. Er schenkt den Spielern das Vertrauen, hat einen 0:2-Rückstand schon mehrmals erlebt und weiss, wie man damit umgehen muss. Und er hat das Wissen, wie man solche Serien wendet. 

5. Die Auswärtsstärke: Auf fremdem Eis spielt Olten überzeugender 
Das Hintertreffen bedeutet, dass der EHC Olten die Rapperswil-Jona Lakers auswärts zwei Mal bezwingen muss, will die Mannschaft in den Halbfinal vorstossen. Und das ist nicht ganz abwegig. Schliesslich überzeugte der EHC Olten in der Fremde mehr als vor dem eigenen Anhang: In der Qualifikation gewann er von 24 Partien auf fremdem Eis deren 17, Platz zwei der NLB-Auswärtstabelle. Auch am Dienstagabend werden die Lakers-Fans wieder toben. Bleiben die EHCO-Spieler ruhig und bringen das Tollhaus vielmehr mit Toren zum Schweigen, holen sie das Re-Break mit Überzeugung. 

6. Die Begeisterungsfähigkeit: Die EHCO-Fans haben NLA-Niveau 
«Ich spiele für die Fans. Ohne Fans im Stadion macht es nur halb so viel Spass», sagt EHCO-Ausländer Jiri Polansky. Es war einer der Gründe, warum der Tscheche zum EHC Olten wechselte: 4856 Zuschauer wollten am Sonntag die Powermäuse sehen – das ist NLA-Niveau. Und auch an den Auswärtsspielen darf die Mannschaft auf grossen Support zählen. Mehr als 200 Oltner Fans wurden an Spiel eins in Rapperswil-Jona gezählt und auch für das dritte Duell hat der EHCO Carfahrten organisiert. Der EHC Olten interessiert, die Dreitannenstädter bewegen. Der EHCO polarisiert, der Verein lebt. (von Silvan Hartmann)

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