Sonntag, 28. Mai 2017

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Erst wenn die dicke Dame gesungen hat


Der EHC Olten hat das Messer am Hals. Jede weitere Niederlage bedeutet das sofortige Saisonende. Deshalb gibt es für Martin Ulmer und seine Mannschaftskollegen keine Ausreden mehr.

BILDER
EHCO-Stürmer Martin Ulmer konnte sich bisher in den Playoffs drei Assists gutschreiben lassen - trotzdem wusste er wie das ganze Team nicht zu überzeugen. (Bild: Toppictures)

Pausenunterhaltung

Langjährige Fans mögen sich daran erinnern, dass es in einer Drittelspause eine Shownummer des Eislaufclubs Olten gab. Dabei ist nicht eine Einzelnummer gemeint, sondern eine Gruppennummer. Heute ist es wieder einmal so weit. Gleich 12 Läuferinnen des ELCO werden in der ersten Drittelspause versuchen, mit ihrer Darbietung alle Zuschauerinnen und Zuschauer zu begeistern. Diese Gruppennummer soll zudem allen Interessierten einen Vorgeschmack auf die Eisgala des ELCO am 11. März 2017 geben. (aha)

Aus den Leistungen der aktuellen EHCO-Ausgabe wird weiterhin kaum jemand schlau. Zwar hatten die Oltner auch am vergangenen Dienstag über weite Strecken mehr Spielanteile und Rapperswil schien einmal mehr kein übermächtiger Gegner zu sein. Gleichzeitig liefen die Lakers trotzdem nie Gefahr, die Partie zu verlieren. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Lakers viel souveräner und abgebrühter agieren als die Oltner und daher alle Partien bisher für sich entscheiden konnten. Verallgemeinern will diesen Eindruck EHCO-Stürmer Martin Ulmer nicht, aber in gewissen Bereichen sei das durchaus der Fall. «So gehen wir beispielsweise nach Schüssen von der blauen Linie nicht dorthin, wo man Tore schiesst. Das heisst, wir müssen noch mehr den Willen haben, die Abpraller zu suchen und diese auch zu verwerten. In den Playoffs ist es nicht möglich, nur mit Passstafetten zum Torerfolg zu kommen», bemängelt die Nummer 96 des EHCO. Was passieren kann, wenn die EHCO-Spieler in den Slot gehen, haben die Tore zum 2:3 im letzten Heimspiel,sowie der 1:2- Anschlusstreffer am vergangenen Dienstag in Rapperswil gezeigt. Diese Treffer blieben leider bis anhin Ausnahmen. 

Wo ist der Wille?

Ein anderer Punkt, der sofort und eigentlich relativ einfach zu verbessern ist, ist das Verhindern von Strafen. «In der Offensivzone dürfen wir einfach keine Fouls begehen», erklärt Ulmer. Klar habe es in der laufenden Serie schon unglückliche Fouls gegeben, aber Crosschecks oder Stockschläge seien zu verhindern. Erst recht, weil man sich bewusst sei, dass Rapperswil ein gutes Powerplay habe, so der Österreicher mit Schweizer Lizenz.

Im Hinblick auf das heutige Spiel scheint es also in erster Linie viel Arbeit zu geben, aber kaum etwas Positives, woraus man Hoffnung schöpfen könnte. Zwei Dinge wären da dann aber doch, die Hoffnung auf eine Wende geben. Zum einen die Tatsache, dass die Oltner zumindest in den beiden Auswärtsspielen stets sehr stark begonnen haben. Einzig die Tore fehlten. Ausserdem sei der EHCO in den Ecken überlegen, erklärt Martin Ulmer. «Die Lakers haben grosse, aber unbewegliche Verteidiger. Da haben wir in den Ecken Vorteile und diese müssen wir noch viel mehr ausnutzen. Das geht am einfachsten, indem wir noch mehr Schlittschuhlaufen und die Lakers in ihrer eigenen Zone unter Druck setzen.» Ausserdem sei Rapperswil wie Olten ein Team, das sich lieber in der Offensive aufhalte. Folglich sei es für den EHCO wichtig, sich hauptsächlich im Drittel der Lakers aufzuhalten und sie somit nervös zu machen.

Ausreden gibt es heute so oder so keine mehr. Das weiss auch Martin Ulmer. «Wir müssen zusammenstehen. Wir können nur als Team Erfolg haben», sagt er. «Um siegen zu können, kommt es auf die Tagesform an. Aber auch darauf, welches Team den grössten Willen hat und mehr zusammensteht.» Heute Abend hat die Mannschaft noch eine allerletzte Möglichkeit, dies unter Beweis zu stellen. Es ist noch nicht zu spät. Denn eine bekannte Redewendung sagt: Es ist erst vorbei, wenn die dicke Dame gesungen hat. Und sie hat noch nicht gesungen. (von Andreas Hagmann)

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