Samstag, 19. August 2017

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Die Analyse beginnt – die Spieler trainieren weiter


Der EHC Olten hat die Aufarbeitung der Saison aufgenommen. Zugleich droht ein grosses Loch in der Kasse. 

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Beim EHC Olten und Trainer Bengt-Ake Gustafsson (links) ist trotz vorzeitigem Saisonende Training angesagt. (Bild: Bruno Kissling)

26. Februar 2017 – es ist ein Datum, das keine positive Erwähnung in den EHCO-Geschichtsbüchern findet: Während in der höchsten Schweizer Eishockeyliga die Playoffs noch nicht einmal begonnen haben, verabschiedet sich der EHC Olten in der NLB nach einer 2:5-Klatsche (1:4-Siegen in der Serie) frühzeitig von der Saison 2016/17. 

Erstmals seit dem Saisonende hat sich die Mannschaft am Dienstagmorgen wieder getroffen – zu einem Eistraining. Die Stimmung ist am Tiefpunkt angelangt, so mancher würde nach dem Auf und Ab in dieser Saison wohl am liebsten etwas Abstand gewinnen und sich in die Ferien verziehen. Doch im Kleinholz stehen trotz Viertelfinal-Out noch Trainings und jede Menge Gespräche auf dem Programm.

So werden am Mittwoch und Donnerstag «individuelle Gespräche» geführt und am Freitag ein Eistraining absolviert. Wie es dann mit der Mannschaft weitergeht, ist noch unklar. Gut möglich, dass noch eine weitere Woche Eistraining angehängt wird. Schliesslich besitzen die Spieler laufende Verträge bis Ende April. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Spieler den Verpflichtungen des Klubs nachkommen. Dass jedoch nicht bis zum allerletzten Tag die Spieler über das Eis gehetzt würden, sei selbsterklärend, heisst es beim EHCO. 

Köbi Kölliker unter der Lupe
Nicht nur mit den Spielern soll hart ins Gericht gegangen werden, auch die Positionen der Verantwortlichen sollen hinterfragt werden. Man stünde derzeit in der Anfangsphase der Analyse. Gleich mehrere Sitzungen stehen im EHCO-Verwaltungsrat in diesen Tagen an.

Dabei dürfte vor allem auch die Position von Sportchef Köbi Kölliker kritisch unter die Lupe genommen werden, der für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlich ist. Wann man nach einer durch und durch verkorksten Saison aus den Gesprächen mit allfälligen ersten Konsequenzen rechnen könnte, ist unklar.

Loch in der Kasse 
Nebst der sportlichen Ernüchterung wird sich das frühzeitige Saisonende auch in der Vereinskasse bemerkbar machen. Denn der EHC Olten hatte mit mehr Playoff-Heimspielen budgetiert. Zum Vergleich: In der letzten Saison bestritt man sieben Playoff-Spiele im Kleinholz, heuer waren es gerade mal zwei, weshalb schnell einmal ein sechsstelliger Ertragsausfall zu beklagen sein kann.

«Heutzutage ist es für den EHC Olten nicht mehr möglich, ohne Playoffs zu budgetieren, weil man sonst nie die Aufwände decken könnte», sagt EHCO-Mediensprecher Pierre Hagmann und bestätigt, dass Zuschauereinnahmen in der Endabrechnung fehlen werden. Der Klub sei jedoch finanziell so gesund aufgestellt, dass es nicht den Untergang bedeute. «Diese Tatsache ändert nichts an unserer Vorwärtsstrategie.» (von Silvan Hartmann)

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