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Die nächste Erhöhung steht schon an


Der EHC Olten hat 16 Monate nach dem Beschluss die Aktienkapitalerhöhung doch noch formell abgeschlossen. Warum erst jetzt?

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November 2015: An der Generalversammlung der EHC Olten AG wird einer Aktienkapitalerhöhung zugestimmt. Umgesetzt wird sie jedoch lange Zeit nicht – bis am Dienstag: «Der Verwaltungsrat der EHC Olten AG hat die genehmigte Aktienkapitalerhöhung formell abgeschlossen. Das Aktienkapital konnte von 625 000 auf 937 500 Franken erhöht werden», lässt der Klub am Montag, eineinhalb Jahre nach der Zustimmung der Aktionäre, per Medienmitteilung verlauten.

Dieser Schritt ist für den Klub von grosser Bedeutung, weil der Schweizer Eishockeyverband vorschreibt, dass das Eigenkapital im Minimum 15 Prozent des Unternehmensbudgets betragen muss. Das entspricht also neu einem Budget von 6,25 Millionen Franken. Weil der Klub anstrebt, dieses weiter zu erhöhen, plant die EHC Olten AG eine weitere Kapitalerhöhung. Hierfür seien bereits erste Gespräche mit potenziellen Grossaktionären im Gange, bestätigt Geschäftsführer Peter Rötheli auf Anfrage. Eine weitere Kapitalerhöhung über die Millionengrenze hinaus ist notwendig, will man den Dreijahresplan mit dem Aufstieg in die NLA weiterhin konkurrenzfähig verfolgen können.

Offene Zahlungen
Doch warum dauerte die Umsetzung so lange? Mehrere offene Zahlungen von Aktionären hätten bis vor kurzem gefehlt, um das Kapitel definitiv abschliessen zu können, heisst es. Zudem hätten juristische Details seitens Handelsregisteramt das Prozedere in die Länge gezogen.

Klar ist: Der Klub verkündete den Vollzug der Aktienkapitalerhöhung nur wenige Tage, nachdem der entlassene Sportchef Köbi Kölliker kritisierte, dass der EHCO-Verwaltungsrat unzählige Baustellen im Verein nicht aus dem Weg räumen wolle. Es scheint, als hätte man das verstaubte Dossier der Eigenkapitalerhöhung wieder aus der Schublade gezogen, um zumindest diesen Kritikpunkt aus der Welt zu schaffen. 

Unbelastet in neue Saison
Eine weitere Baustelle muss beim Team beseitigt werden: Die sogenannte Wirtschaftlichkeitsklausel in den Spielerverträgen sieht vor, dass sich diese mit einem Prozentsatz ihres Lohnes an einem allfälligen Defizit beteiligen. Nach dem Verlust der Saison 2015/16, der rund 80 000 Franken betrug, begleitete diese Causa die Spieler die gesamte Saison über. Es gilt, das Problem schnellstmöglich bei den individuellen Gesprächen aus dem Weg zu räumen, damit das Team die neue Saison im August völlig unbelastet in Angriff nehmen kann.

Unklar ist nach wie vor, wer für dieses Team Verantwortung zeichnet. So fehlt ein geeigneter Sportchef, weshalb die Geschäftsleitung mit Trainer Bengt-Ake Gustafsson die entsprechenden Aufgaben übernimmt. Die Sportchef-Suche scheint sich ganz offensichtlich schwieriger zu gestalten. Gespräche würden laufen, heisst es beim Verein. Es gelte eine ideale und nicht eine schnelle Lösung zu finden. (sha)

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