Samstag, 24. Juni 2017

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Der EHC Olten zieht Lehren aus der schwierigen letzten Saison und plant die neue. In der Vorbereitungsphase für 2017/18 spielen unter anderem neue Technologien und Teambildung eine wichtige Rolle.

BILDER
Ueli Huber, einer der Aufsteiger der letzten Saison, stürmt auch 2017/18 für den EHC Olten. (Bild: Toppictures)

EHC Olten, Kader Saison 2017/18 (Stand 5. April):

Tor: Matthias Mischler, Simon Rytz (von Biel). – Verteidigung: Chris Bagnoud, Marc Grieder, Anthony Rouiller, Simon Barbero, Simon Lüthi (Zug), Joël Fröhlicher (Basel), Tim Bucher (Visp), Noel Matter (Biel/Elite A), Luca Zanatta (Martigny). – Angriff: Marco Truttmann, Justin Feser, Cédric Schneuwly, Remo Hirt, Ueli Huber, Martin Ulmer, Stefan Hürlimann, Stefan Mäder, Marc Sahli, Devin Muller (La Chaux-de-Fonds), Joachim Vodoz (Lausanne/Elite A), Stéphane Heughebaert (Lausanne/Elite A).

Sechs Wochen sind seit dem Ausscheiden des EHC Olten vergangen. Viertelfinalgegner Rapperswil-Jona verlor kürzlich Spiel 7 im Final, und so ist der EHCO in den Playoffs erstmals seit drei Jahren nicht am späteren Meister gescheitert (2014 im Final an Langnau, 2015 im Halbfinal gegen Ajoie), sondern am zähen Finalverlierer.

Zu des Gegners Stärke kamen in diesem Jahr eigene Probleme: Nach einem Leistungsabfall ab November übernahm Ende Januar der Schwede Bengt-Ake Gustafsson den Trainerposten, konnte das frühe Scheitern aber auch nicht mehr verhindern.

Keine Saisonabschlussparty
Die Ursachenforschung nach Saisonende brachte aber auch auf anderen Ebenen Probleme zutage. Nun wird in der Clubleitung intensiv an Lösungen gearbeitet. Dazu gehört ein Umbruch in der Mannschaft, deren Defensive erstmals seit langem ein ganz neues Gesicht erhält. Zusammen mit dem neuen Goalieduo Matthias Mischler und Simon Rytz, der aus Biel kommt, verspricht die grunderneuerte Abwehr viel Erfahrung und Stabilität. In der Offensive steht das Gerüst ebenfalls, hier wird es noch einige Transfers geben.

Nach der missglückten letzten Saison hat der EHC Olten die Devise verfolgt, das Gewesene zu analysieren, aus den Fehlern zu lernen – und den Blick dann konsequent nach vorne zu richten. Deshalb wird es in diesem Jahr auch keine Saisonabschlussparty geben. Die offiziellen Ehrungen und Verabschiedungen finden zu einem späteren Zeitpunkt, nach dem Sommerferien 2017 statt. 

Neuer Sommertrainer
Bis am 15. September die neue Saison startet, eine Woche später als in den letzten Jahren, steht eine intensive Vorbereitungsphase an. Diese wird am 24. Mai mit dem Start des Sommertrainings eingeläutet. Geleitet wird dieses erstmals von Manuel Sigrist, der seit letzter Saison als Physiotherapeut für die erste Mannschaft tätig ist. Sigrist beschäftigt sich seit Jahren mit der Sportphysiotherapie und hat auch Erfahrung als Team-Sommertrainer im Spitzensport. Er arbeitet mit neusten Geräten und Technologien, die ein umfassendes Training inklusive ortsunabhängiger Leistungskontrollen ermöglichen.

Das Sommertraining wird hauptsächlich beim EHCO-Fitnesspartner Vitas in Däniken, der Stadthalle Olten sowie dem Kleinholz-Areal stattfinden. Ein erster Fixpunkt im Preseason-Programm wird die Teilnahme am Charity-Laufanlass «Wings for Life» sein, ein Engagement für die Heilung von Querschnittslähmung. Olten ist am 7. Mai einer von 24 Renn-Standorten auf der ganzen Welt. 

Trainingslager im nahen Ausland
Bevor sich Mannschaft und Club im Juli in die Sommerferien verabschieden, wird am 6. Juli die Generalversammlung abgehalten. Damit wird seitens AG die letzte Saison und das vergangene Geschäftsjahr definitiv abgeschlossen – früher als in den letzten Jahren, um den Blick ab August ganz auf die kommenden Aufgaben richten zu können.

Am 2. August wird der EHCO erstmals aufs Kleinholz-Eis zurückkehren. Neun Tage später, am 11. August, steht der erste Test an – zuhause gegen Ligakonkurrent La Chaux-de-Fonds. Das dürfte vor allem für Diego Schwarzenbach einen speziellen Moment geben, spielt er doch nächste Saison nach elf Jahren in Olten für die Neuenburger.

Kurz darauf reist der EHCO ins Ausland. Beim Bietigheimer Ice-Cup in der Nähe von Stuttgart tritt der EHCO am 19. August gegen den Gastgeber Steelers, den Qualisieger der zweithöchsten Deutschen Liga, an. Tags darauf warten je nach Platzierung die Iserlohn Roosters oder die Fischtown Pinguins, beide aus der DEL. Die Woche darauf findet in Olten die Saisonstartparty statt – ob diese wiederum im Rahmen des EHCO-Cups über die Bühne geht, ist noch ungewiss, der Entscheid über eine dritte Austragung des internationalen Vorbereitungsturniers fällt in den nächsten Tagen.

Fünf Tage in Österreich
Sicher ist dagegen, dass es eine weitere Woche später, ab dem 31. August, für fünf Tage ins Trainingslager nach Österreich geht. Bengt-Ake Gustafsson und sein Team verbringen dieses in Vorarlberg, wo am 3. September auch ein weiteres Testspiel gegen Feldkirch ansteht. Diese Reise ins Nachbarland wird für die neu zusammengestellte Mannschaft eine gute Gelegenheit sein, um sich besser kennenzulernen und die Basis zu legen für das, was spätestens in den Playoffs unverzichtbar ist: Teamspirit.

Ein drittes Mal ins nahe Ausland geht es schliesslich am 9. September, wenn der EHC Olten sein letztes Testspiel gegen den EHC Freiburg bestreitet. Eine Woche später erfolgt der Startschuss zur Saison 2017/18. (von Pierre Hagmann)

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