Mittwoch, 26. Juli 2017

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«Die Familie ist alles für mich»


Räbis Wäg a Unspunnen-Schwinget (4/10): Der Uerkner «Eidgenosse» Patrick Räbmatter ist ein Familienmensch.

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Die Familie Räbmatter (von links): Schwester Jasmin Wilhelm, Vater Herbert Räbmatter, Patrick Räbmatter, Mutter Mirjam Räbmatter und Bruder Mathias Räbmatter. MWY

«Mir bedeutet die Familie sehr viel», sagt Patrick Räbmatter, «die Familie ist alles für mich. Sie haben aus mir das gemacht, was ich heute bin und was ich ausstrahle.» Der 25-jährige Uerkner fühlt sich sichtlich wohl im Kreis seiner Eltern und Geschwister. «Man ist immer füreinander da», erklärt er die starke Bindung zwischen den Räbmatters. Patrick Räbmatter wohnt zwar seit fünf Jahren nicht mehr im Elternhaus, aber ist regelmässig zu Besuch: «Ich erledige sehr viel selber, aber meine Mutter macht mir immer noch das Schwingzeug.» Das braucht «Räbi» derzeit jedoch weniger, denn eine Verletzung hat ihn am Wochenende am Basellandschaftlichen Schwingfest nach dem ersten Gang zur Aufgabe gezwungen. Eine Entzündung der Bizepssehne mit Wassereinlagerungen sorgt für eine Pause von drei bis sechs Wochen.

Das bedeutet ein etwas anderes Programm und mehr Zeit für Hobbys und Familie. Diese besteht aus Vater Herbert, Mutter Mirjam und den Geschwistern Jasmin und Mathias. Letzterer hat seinen grossen Bruder auch schon ins Sägemehl gebettet. «Ich glaube allerdings, er hat mir damals geholfen», sagt der 17-jährige, angehende Lastwagenchauffeur, der derzeit eine Schwingpause macht, «er ist sowieso ein sensationeller Bruder. Wir hatten selten Streit und wenn, dann ist es um den Fernseher gegangen.»

Auch seine Schwester Jasmin, die mit dem ehemaligen Schwinger Hannes Wilhelm verheiratet ist, hat sich früher schon mal mit «Räbi» gezankt. «Ich war halt die Zicke der Familie», ist die bei der Gemeinde Safenwil angestellte 22-Jährige ehrlich, «mein grosser starker Bruder hat mich aber immer beschützt und mich unterstützt, egal in welchem Bereich.»

«Patrick ist gegen aussen ziemlich stark, aber eigentlich sehr feinfühlig», weiss Mutter Mirjam, die nie speziell viel für ihren Sohn kochen musste und ihn sogar als «Finöggu» bezeichnet. «Bezüglich Aufräumen musste man ihn immer etwas motivieren, heute ist er aber schon fast pingelig.»

Diesen Charakterzug legt «Räbi» auch beim Arbeiten zuweilen an den Tag. «Er ist sehr zielstrebig, will etwas bewirken und will helfen», verrät Vater und Chef im familieneigenen Transportunternehmen, Herbert Räbmatter, «er ist sehr ausgeglichen und extrem ruhig.» Das ist beim Schwingen nicht immer so: «Auf dem Schwingplatz hat er zwei Gesichter», sagt Herbert Räbmatter, «er braucht es, dass er bei seinen Kollegen und seiner Familie sein kann. Dann ist er sehr locker, lacht und macht Scherze. Auf dem Schwingplatz ist er oft ein bisschen der ‹Löli› und macht ihn auch gern. Wenn er aber ans Sägemehl kommt, legt er einen Schalter um und ist plötzlich auf Kampf eingestellt. Kommt er wieder aus dem Ring, egal ob er den Gang verloren oder gewonnen hat, ist er wieder genau gleich wie zuvor.»

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