Sonntag, 25. Juni 2017

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Moderne Ampel gegen Lämpen


Ab Montag gibt es zwei Strassenbaustellen im Dorf am Striegel – langes Warten soll jedoch verhindert werden.

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Archivbild

Ab Montag wird auf der Striegelstrasse auf zwei 200 Meter auseinanderliegenden Strecken gleichzeitig gebaut: von der Garage Boehm bis zur Einmündung der Walterswilerstrasse sowie entlang des Färbi-areals. Damit die Verkehrsteilnehmer keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, kommt eine intelligente Lichtsignalanlage zum Einsatz. Diese ist so auf den Verkehrsfluss abgestimmt, dass die Seite mit dem höheren Verkehrsaufkommen mit nur kleinen Wartezeiten beide Baustellen durchfahren kann. «Unserer Berechnung zugrunde gelegt ist die Geschwindigkeit des Radfahrers», erklärt Nadya Wyrsch, Ingenieurin bei BG Ingenieure. Ein Auto, das schneller unterwegs ist, muss eventuell kurz vor der Ampel der zweiten Baustelle warten. «In diesem Fall ist wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer zügig aufschliessen, nicht zu grosse Abstände zum Auto vor ihnen lassen und die Ampelanlage nicht bei Rot passieren», so Wyrsch weiter. Wird das nicht eingehalten, kann es zu Rückstaus kommen, die bis in die Baustellenzone reichen. Der Stauraum zwischen den beiden Lichtsignalabschnitten beträgt nur rund 200 Meter. Nachts schaltet die Anlage auf Grün, wenn der Radar heranfahrende Fahrzeuge erfasst.

Die Fussgänger nutzen momentan das Trottoir entlang der Fahrtrichtung Kölliken. Wenn die Baustelle im Sommer auf die andere Strassenseite wechselt, kann das neu erstellte Trottoir entlang des Färbiareals genutzt werden.

Die von Kummler+Matter gelieferte Anlage ist die modernste momentan auf dem Markt erhältliche Ampelanlage. «Wir haben uns für diese Anlage entschieden, weil auf der Striegelstrasse mit 7000 bis 8000 Fahrzeugen am Tag ein sehr hohes Verkehrsaufkommen herrscht», erklärt Martin Meier von der Abteilung Tiefbau beim Kanton Aargau. Am höchsten ist die Verkehrsdichte auf der Hauptverbindungsstrasse zwischen Kölliken und Oftringen am Abend zwischen 17 und 18 Uhr – in Fahrtrichtung Kölliken. Darum wird in dieser Zeit auch diese Richtung bevorzugt behandelt und profitiert von der grünen Welle. Am Morgen ist es jeweils umgekehrt.

Am Freitagnachmittag hat Blaise Schlienger von Kummler+Matter die Lichtsignalanlage aufgestellt, justiert und auch getestet. Übers Wochenende ist die Anlage scharf geschalten, allerdings für die Verkehrsteilnehmer abgedeckt. «Würden wir die Anlage ausschalten, könnte es sein, dass die Programmierung nicht mehr stimmt», erklärt Martin Meier. Damit die Batterien der Lichtsignalanlage länger halten – jedes Signal ist mit fünf Autobatterien ausgestattet – sind alle Anlagen mit einem Solarpanel bestückt. «Wir sehen aber auch im Büro, wenn die Spannung in den Batterien abfällt, und können rechtzeitig reagieren», sagt Blaise Schlienger. Morgen werden die Bauarbeiter die Lichtsignalanlage auspacken, für den Verkehr sichtbar aufstellen und die konventionelle Anlage, die bisher im Einsatz stand, wegräumen.

Kommentare zu diesem Artikel (2)

eric, 21.03.2017, 13:13 Uhr

Heute Nachmittag war's eine rote Welle. In beide Richtungen!


Werfeli Ruedi, 20.03.2017, 11:15 Uhr

Super Anlage, Funktioniert " Super " Kolonne bis mitten ins Dorf !


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