Montag, 21. August 2017

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Aus drei wird eine Organisation


Die Zivilschutzorganisationen (ZSO) Zofingen, Wartburg und Suhrental-Uerkental werden zur ZSO Aargau West.

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Symbolbild Archiv

Der aktuelle Aufbau des Zivilschutzes im Aargau stammt aus dem Jahr 2003. Gemäss der vom Regierungsrat verabschiedeten Konzeption 2013 soll es künftig nur noch elf ZSO-Regionen geben, die entsprechende Umsetzung muss bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Die erforderlichen Arbeiten laufen, so auch im Bezirk/in der Region Zofingen.

In den letzten Jahren fanden im Aargau unterschiedliche Entwicklungen statt, die es notwendig machen, den Zivilschutz neu auszurichten, betont dazu die Kantonsregierung. Zu denken ist dabei insbesondere an Defizite aufgrund sinkender Bestandszahlen oder Herausforderungen bei der Rekrutierung von Kadermitgliedern. Vor diesem Hintergrund entwickelte die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz im Departement Gesundheit und Soziales eine Konzeption für eine zukunftsfähige Ausrichtung des Aargauer Zivilschutzes sowie ein Leitbild für den Zivilschutz. Der Regierungsrat sprach sich bei der Variantenwahl vor knapp einem Jahr für eine Neuausrichtung des künftigen Aargauer Zivilschutzes mit elf Regionen aus. Im Kanton Aargau gibt es derzeit 22 Zivilschutzorganisationen (ZSO).

Schnittstellen zu Feuerwehren

Weil der Zivilschutz auch in Zukunft die meisten Schnittstellen mit den Feuerwehren zu klären haben wird, erweist sich die Variante mit elf Regionen als optimal, zumal sie sich an den Gebietseinteilungen der Stützpunktfeuerwehren A und B orientiert.

Verschiedene Kantone haben in den letzten Jahren ebenfalls Massnahmen zur Weiterentwicklung beziehungsweise Verbesserung des Zivilschutzes ergriffen. In den meisten Fällen konnten dabei die Ausgaben für den Zivilschutz gesenkt werden, ohne die Einsatzbereitschaft der Organisationen zu schwächen. Die Verlagerung des Aufgabenbereichs - weg vom Kriegsfall hin zum Schutz vor Katastrophen und Notlagen - hat den Zivilschutz dabei insgesamt positiv verändert. Die deutliche Reduktion der Sollbestände ebenso wie die Regionalisierung haben sich als richtig und notwendig erwiesen, gibt der Regierungsrat zu bedenken.

«Der Aargauer Zivilschutz bleibt ein Zivilschutz der Regionen»

Zurzeit sind im Bezirk/in der Region Zofingen drei ZSO-Organisationen aktiv. Die ZSO Region Zofingen umfasst die Gemeinden Brittnau, Murgenthal, Rothrist, Strengelbach, Vordemwald und Zofingen. Kommandant ist Major Heinz Häfliger. Zur ZSO Wartburg gehören die Gemeinden Aarburg und Oftringen; als Kommandant amtet Major Ewald Müller. Und zur ZSO Suhrental-Uerkental die Ortschaften Attelwil, Kirchleerau, Reitnau, Schöftland, Bottenwil, Kölliken, Safenwil, Staffelbach, Hirschthal, Moosleerau, Schlossrued, Uerkheim, Holziken, Muhen, Schmiedrued und Wiliberg. Kommandant ist Major Albin Seiler.

Gemäss Heinz Häfliger haben erste Gespräche über einen Zusammenschluss der drei Organisationen, vorab mit den Gemeinderäten, stattgefunden, der vorläufige Arbeitstitel für die neue Organisation heisst ZSO Aarau West. «Auch mit der Neueinteilung bleibt der Aargauer Zivilschutz ein Zivilschutz der Regionen», so Heinz Häfliger. Im Raum Zofingen wird die neue Organisation räumlich identisch sein mit der Stützpunktfeuerwehr Zofingen und der Regionalpolizei Zofingen. Der Bataillonskommandant und die Kompaniekommandanten sowie der Stellvertreter des Bataillonskommandanten werden voraussichtlich vollamtliche Angehörige des Zivilschutzes sein. Heinz Häfliger: «Wo die künftige ZSO Aargau West ihren Sitz haben wird, ist offen, ebenso wer Kommandant wird.» Aber auch weitere Punkte sind am Ausdiskutieren. Fest steht lediglich, dass die neue Organisation ab dem 1. Januar 2020 funktionieren muss.

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